- 11.09.2015, 16:43:55
- /
- OTS0208 OTW0208
Wirtschaftsspuren und Parkgenehmigungen für die Lieferanten Wiens
Parkerlaubnis für ansässige Betriebe in Anwohnerzonen nötig – Wirtschaftsspuren für Lieferanten auf den wichtigen Einfallstraßen würden Kosten senken.
Utl.: Parkerlaubnis für ansässige Betriebe in Anwohnerzonen nötig –
Wirtschaftsspuren für Lieferanten auf den wichtigen
Einfallstraßen würden Kosten senken. =
Wien (OTS) - Wiens Unternehmen leiden zunehmend unter
Beeinträchtigungen im Straßenverkehr: Die Anlieferung in die Stadt
wird durch Staus auf wichtigen Einfallstraßen verlängert, die
Anwohner-Parkzonen erschweren die Belieferung von Geschäften und
Haushalten. Die Sprecher der betroffenen Branchen, Spartenobfrau für
Gewerbe und Handwerk Maria Smodics-Neumann und der Obmann der Sparte
Transport und Verkehr Davor Sertic, haben konkrete Lösungsvorschläge
für diese Probleme ausgearbeitet.
Die in den letzten Monaten verstärkt ausgebauten Anwohnerzonen in
Wien bringen für Gewerbebetriebe und Lieferanten immer größere
Probleme. Durch die bewusste Beschilderung als Halteverbot ist die
Nutzung dieser Parkplätze für wirtschaftliche Aktivitäten oder auch
für den Lieferverkehr nicht mehr vorhanden. "Ein Handwerker muss
somit oft weite Fußwege mit seinem Werkzeug auf sich nehmen, um zu
seinen Kunden zu kommen. Das bringt nicht nur Mühe, sondern kostet
auch Zeit, die dann der Kunde bezahlen muss. Obwohl vor seiner
Haustüre genügend Parkplätze frei wären", erklärt Smodics-Neumann.
Und weiter: "Die grundsätzliche, stadtpolitische Idee, den
Straßenraum tendenziell anderen Nutzungen als dem ‚Dauerparken‘
zuzuführen, wird damit ins Gegenteil verkehrt. Die neue Regelung
beeinträchtigt die Anliegen der Betriebe, Lieferanten und Kunden
massiv".
Mit einfachen Änderungen könnten diese zusätzlichen Aufwände für
Gewerbebetriebe und Kunden aber abgefedert werden:
- Parkverbote statt Halteverbote, um kurze Liefer- und
Ladetätigkeiten zu ermöglichen.
- Zeitliche Staffelung der Anwohnerzonen entsprechend dem
tatsächlichen Bedarf.
- Gleichbehandlung der Anrainer und Betriebe. Öffnen der
Anwohnerzonen für betriebliche KFZ mit Parkkarte für Montage- und
Servicefahrzeuge.
- Anwohnerzonen nur auf einer Straßenseite, sodass stets zumindest
auf einer Straßenseite auch für die Wirtschaft Halte‐ und
Vorfahrtsmöglichkeiten bestehen.
ZWT: Zeitlich begrenzte Wirtschaftsspuren auf Einfallstraßen
Ein weiteres Problem, das vor allem die Waren- und Güterlieferungen
in die Stadt und ihre Betriebe betrifft, sind die Staus auf wichtigen
Einfallsstraßen, wie etwa der Triester Straße. Kommt es hier zu
Verzögerungen, kann es weitreichende Folgen haben. "In vielen
Bereichen der Innenstadt gibt es nur gewisse Zeitfenster, in denen
mit Lastwagen geliefert werden darf. Steckt der Lkw im Stau, können
Betriebe und Geschäfte in diesen Zonen nicht mehr beliefert werden.
Das schadet den Unternehmern, aber auch den Kunden, die auf die Waren
warten, massiv", erklärt Sertic.
Er schlägt vor, deshalb auf wichtigen Einfallstraßen eigene
Wirtschaftsspuren einzurichten. "Die Wiener Mobilitätswirtschaft
würde sich freuen, gemeinsam mit der Stadt ein Pilotprojekt
"Wirtschaftsspur" zu starten. Auf ausgesuchten und geeigneten
Straßenzügen wollen wir testen, ob Wirtschaftsspuren eine
Beschleunigung des Lieferverkehrs bewirken", so Sertic. Dabei würde
auf einer mehrspurigen Straße in einem Fahrstreifen in einer zeitlich
klar definierten Spanne von etwa drei Stunden der Wirtschaftsverkehr
bevorrangt.
"Als Fahrzeug des Wirtschaftsverkehrs ist nach meinem Verständnis in
der Pilotphase jeder große und kleine LKW sowie Omnibus und Fahrzeuge
des Taxi- und Mietwagengewerbes zu verstehen. Die Wirtschaftsspuren
würden somit dem gewerblichen Personen- wie Gütertransport, aber auch
dem Werkverkehr offen stehen", so Sertic, der einräumt, dass
Wirtschaftsspuren für Wien zwar neu wären, sie in anderen Städten
aber durchaus praktikabel und im Verkehrsgeschehen auch akzeptiert
sind: "So hat Salzburg in der Vogelweider Straße, einer wichtigen
Einfahrtsroute vom Autobahnknoten Salzburg Nord, eine
Wirtschaftsspur, die Bussen und LKW zur Verfügung steht,
eingerichtet. Mit großem Erfolg". Für Wien regt er deshalb an, die
Triester Straße und die Lassalle Straße in die engere Wahl eines
solchen Pilotprojekts "Wirtschaftsspur" zu nehmen.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WHK






