• 11.09.2015, 15:16:51
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Sozialversicherung verwehrt sich gegen unhaltbaren Vorwurf der Geschäftsführerin der Chemischen Industrie

GD-stv. Alexander Hagenauer: Angaben zu Ausgabensteigerungen für Medikamente sind korrekt

Utl.: GD-stv. Alexander Hagenauer: Angaben zu Ausgabensteigerungen
für Medikamente sind korrekt =

Wien (OTS) - "Für das laufende Jahr 2015 wird eine Steigerung von 8
Prozent erwartet und diese ist aufgrund der bereits feststehenden
Zahlen im ersten Halbjahr 2015 in dieser Höhe als sehr realistisch
anzusehen", erklärt der fachzuständige stv. Generaldirektor Alexander
Hagenauer.

Bereits seit Mitte des Jahres 2014 ist die soziale
Krankenversicherung mit einer außerordentlichen Steigerung des
Medikamentenaufwands von 8 bis 10 Prozent konfrontiert: Im zweiten
Halbjahr 2014 betrugen die Steigerungsraten 9,4 Prozent, im ersten
Quartal 2015 bereits 10,5 Prozent. Im ersten Halbjahr 2015 liegen uns
vorläufige Steigerungsraten von 8,73 Prozent vor. Diese Zahlen
basieren auf den Daten der Pharmazeutischen Gehaltskasse, die
sämtliche öffentlichen Apotheken umfassen und bekanntlich nicht im
Naheverhältnis der Sozialversicherung agiert.

Verursacht wird dieser stark steigende Medikamentenaufwand durch
immer stärker und schneller in den Markt drängende
Arzneispezialitäten mit immensen Preisvorstellungen, immer häufiger
auch in Indikationen, welche die breite Masse betreffen und nicht
mehr durch eine Nischenspezialisierung zu rechtfertigen sind. Jüngste
Beispiele einer Preispolitik, wie etwa für Arzneimittel zur
Behandlung der Hepatitis C, verursachen astronomische Kosten für die
Gemeinschaft der Krankenversicherten und stellen das System der
Solidargemeinschaft vor nahezu unlösbare Aufgaben.

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen,
sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und
eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,4 Millionen
Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte
Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird
beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als
Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem/der
Arzt/ Ärztin aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines
Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der
österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische
Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und
Pensionsversicherung Österreichs.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NHS

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