„Heimat Fremde Heimat“: Die geraubte Kindheit – traumatisierte Flüchtlingskinder in Österreich

Am 13. September um 13.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Lakis Jordanopoulos präsentiert im ORF-Magazin "Heimat Fremde Heimat" am Sonntag, dem 13. September 2015, um 13.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Menschenrechtsbüro für die Stadt der Menschenrechte

Vor zwei Jahren wurde anlässlich des 20. Jubiläums der UN-Menschenrechtskonferenz in Wien ein Vorhaben gestartet, das Wien in Sachen Menschenrechte noch stärker zum internationalen Vorbild machen sollte. Um diesem Ziel näher zu kommen, wurde diese Woche in der Innenstadt das Menschenrechtsbüro eröffnet. Die Anlaufstelle für Wiener/innen soll zum Impulsgeber und Motor für weitere Verbesserungen bezüglich der menschenrechtlichen Standards in Wien werden. Ajda Sticker und Mehmet Akbal wollten wissen, in welchen Bereichen hier ein besonderer Bedarf besteht und sprachen mit der Büroleiterin Shams Asadi, einer gebürtigen Iranerin.

Die geraubte Kindheit - Traumatisierte Flüchtlingskinder in Österreich

Ein gutes Viertel der Flüchtlinge, die nach Europa flüchten, sind Kinder. Sie wurden durch Bombenanschläge und Gewalt aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen. "Viele Kinder haben, obwohl sie neun Jahre alt sind, noch nie eine Schule von innen gesehen", berichtet Eugene Senseni-Dabbous von der Notre-Dame-Universität im Libanon. Der Universitätsdozent rief mit Freunden eines der ersten Lager-Schulprojekte ins Leben. Außerdem erklären im Beitrag von Sabina Zwitter die Trauma-Therapeuten Prof. Klaus Ottomeyer und Dr. Sigrid Zeichen, wie Österreich nun mit jenen Flüchtlingskindern umgehen sollte, die es bis zu uns geschafft haben.

Jesiden - Suche nach einem Platz im Leben

Bis zum vergangenen August hat man in der Öffentlichkeit über die Jesiden nicht sehr viel gewusst. Das hat sich rasch geändert, als die brutale Terrororganisation IS den Heimatort der Jesiden im Norden Iraks angegriffen und Tausende Menschen ermordet, entführt und versklavt hat. Daraufhin haben etwa 100.000 Menschen ihre Heimat verlassen, um Zuflucht in den Bergen oder in der Türkei zu finden. Über die monotheistische Religion der Jesiden, ihren Glauben an Gott und seine sieben Engel, darunter "Engel Pfau" Tausi Melek, sowie ihre jahrhundertelange Ausgrenzung und Verfolgung als vermeintliche "Teufelsanbeter" berichtet Mehmet Akbal.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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