• 11.09.2015, 10:32:49
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USA : Glänzende Wachstumsperspektiven der Drohnenindustrie bieten Chancen für Austro-Technologien

Studie der Consumer Electronics Association prognostiziert für 2015 rund 700.000 verkaufte Drohnen in den USA

Utl.: Studie der Consumer Electronics Association prognostiziert für
2015 rund 700.000 verkaufte Drohnen in den USA =

Wien (OTS) - Unbekannte Flugkörper - auch Drohnen oder Unmanned
Aerial Vehicles (UAV) genannt - sind schon längst keine
Hollywood-Fiktion mehr. Das zeigt die Interdrone Conference & Expo,
die heuer vom 9. bis 11. September in Las Vegas, Nevada stattfand und
laut Veranstalter BZ Media mit etwa 100 Ausstellern und 3.000
Fachbesucher Nordamerikas größte Drohnen Show ist.

Neben der rasanten Entwicklung von UAV im Hobbybereich haben
kommerzielle Drohnen ein ständig wachsendes Einsatzspektrum -
beispielsweise bei Luftaufnahmen, zur Unterstützung der
Präzisionslandwirtschaft, bei polizeilicher Überwachung, zur
Kontrolle von Pipelines und Stromleitungen oder bei
Katastropheneinsätzen, im Entertainment und Newsbereich. Laut
Consumer Electronics Association soll die Zahl der in den USA
verkauften Drohnen von 400.000 im vergangenen Jahr auf 700.000 UAV
2015 steigen. Die erste Medikamentenzustellung in einem entlegenen
Gebiet wurde heuer erstmals in den USA legal durchgeführt. Autonom
fliegende UAV in hoher Höhe sollen die Energiewirtschaft
revolutionieren. Derartige Winddrohnen haben im Vergleich zu
Windturbinen den Vorteil, konstant und billig Strom zu produzieren.
Und: Drohnen entwickeln sich vom reinen Fluggerät bzw. von einer
Kameradrohne zum Datenproduzenten.

Chris Anderson, CEO von 3D Robotics, sprach in seiner Keynote von
der "Geburt einer neuen Industrie". Die Attraktivität des
UAV-Segments spiegelt sich auch im zunehmenden Interesse von Venture
Capital Firmen wie auch Venture Capital Armen großer Unternehmen wie
Verizon wider. Branchengrößen wie Sony, Intel und Chiphersteller
Qualcomm engagieren sich in der Drohnenindustrie.

Austro-UAV-Unternehmen sind in den USA aktiv

"Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten machen das Drohnen-Segment
attraktiv. Zur sicheren Integration von Drohnen in den allgemeinen
Flugraum werden komplexe Technologien aus verschiedensten Sektoren
wie IT und Kommunikation benötigt, was spezialisierten Unternehmen
Chancen in Nischen eröffnet", betont Rudolf Thaler, Leiter des
Außenwirtschaftscenter Los Angeles der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ).

Eine Reihe österreichischer Unternehmen sei bereits im attraktiven
Drohnensegment aktiv. Firma Riegl lieferte beispielsweise kürzlich an
eine amerikanische Vermessungsfirma den RiCopter, das weltweit
einzige voll integrierte LIDAR UAV für Vermessungszwecke. Als
zukunftsträchtig auf dem Gebiet des UAV-Laser Scanning
kristallisieren sich laut CEO Johannes Riegl die Inspektion von
Industrieanlagen, Infrastruktur-Monitoring, Archäologie,
Vegetationsvermessung in der Land- und Forstwirtschaft und die
Vermessung von Gletschern und Schneehöhen heraus. Die Vermessung von
Gewässern verlagert sich von Flugzeugen zu Drohnen, was dem
Unternehmen zu Gute kommt. Seit der Änderung der Regelung der
US-Flugbehörde FAA zugunsten eines geregelten legalen Einsatzes von
kommerziellen UAVs steigt die Anzahl der Anfragen und Bestellungen
für Firma Riegl.

Drohnenhersteller Schiebel ist "unverändert stark im US-Markt über
seinen Vertriebspartner Boeing engagiert, allerdings fast
ausschließlich für den öffentlichen Auftraggeber", so CEO Hans
Schiebel. Die Firma PIDSO ist zur Zeit eher auf den europäischen
Markt fokussiert, aber nach wie vor in Kontakt mit US-Herstellern.

Verteidigungsindustrie vs. Silicon Valley

Wegbereiter der Drohnenindustrie war die amerikanische
Verteidigungsindustrie. Das US-Militär hat 2014 Drohnen im Wert von
3,54 Mrd. USD gekauft, das Volumen soll bis 2019 auf 9,9 Mrd. USD
steigen. Die Mehrzahl der Drohnen außerhalb militärischer Anwendungen
wird nicht von Aerospace Unternehmen produziert. Gefordert ist dabei
allerdings ein Umdenken: Geht es im Verteidigungsbereich
hauptsächlich um langfristige Programme, so sind im kommerziellen
Bereich Flexibilität und zunehmend maßgeschneiderte Kundenlösungen
gefragt. Da im zivilen Bereich keine Markteintrittsbarrieren
bestehen, produzieren neben dem Marktführer DJI auch Hunderte von
Garagenunternehmen bis hin zum Aerospace-Unternehmen Drohnen.

"Für die Zukunft ist eine Konsolidierung in der Drohnenindustrie
absehbar", stellt Thaler abschließend fest. Dabei werde sich zeigen,
ob weiterhin vor allem Silicon Valley geprägte Unternehmen den
kommerziellen Markt dominieren oder es von der Aerospace erprobten
Verteidigungsindustrie zu einer Annäherung kommt. (PWK674/SR)

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