- 08.09.2015, 13:42:49
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Mitterlehner im Iran: Vertrauen schaffen, Handelsbeziehungen ausbauen
Arbeitsbesuch im Iran - Bilaterales Handelsvolumen soll auf eine Milliarde Euro verfünffacht werden - Ambitionierte, aber realistische Zielsetzung
Utl.: Arbeitsbesuch im Iran - Bilaterales Handelsvolumen soll auf
eine Milliarde Euro verfünffacht werden - Ambitionierte, aber
realistische Zielsetzung =
Teheran (OTS/BMWFW) - Vizekanzler Wissenschafts- und
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner besucht mit Bundespräsident
Heinz Fischer den Iran. "Es sind allein in dieser Woche Delegationen
aus mehreren anderen Staaten vor Ort, zum Beispiel erst gestern
mehrere Minister aus Spanien. Daher gilt es, die Strukturen für
engere Handelsbeziehungen aufzubauen und somit Vertrauen auf beiden
Seiten zu schaffen", sagte Mitterlehner nach den ersten Treffen mit
iranischen Politikern.
"Nach dem Einbruch durch die Sanktionen ist es unser Ziel, das
Volumen der Handelsbeziehungen von derzeit 230 Millionen Euro bis zum
Jahr 2020 auf mehr als eine Milliarde Euro zu verfünffachen. Das ist
eine ambitionierte, aber realistische Zielsetzung", so Mitterlehner.
Ein entsprechendes Memorandum für diese Roadmap haben Mitterlehner
und Industrie- und Handelsminister Mohammed Reza Nematzadeh heute,
Dienstag, unterzeichnet. Diese Roadmap wurde von der Gemischten
Kommission, einer Kommission beider Länder, erstellt, die im August
erstmals seit 2003 getagt und erste konkrete Schritte für die weitere
Zusammenarbeit vereinbart hat.
Als Branchen für die Zusammenarbeit wurden der Maschinen- und
Industrieanlagenbau, die Infrastruktur, die Informationstechnologie,
Umwelt und Erneuerbare Energie, Tourismus und Medizin identifiziert.
Auch im Erdöl- und Gasbereich gebe es einen Reinvestitionsbedarf von
500 Milliarden Euro, so Mitterlehner. Zudem soll das noch aus dem
Jahr 1987 stammende Luftverkehrsabkommen überarbeitet und
aktualisiert werden. Mitterlehner hat zudem ein Memorandum of
Understanding zur Zusammenarbeit im Umweltschutz unterschrieben. Es
geht dabei vor allem um die Entsorgung und Verarbeitung von Müll, um
die Wasseraufbereitung und die Erhaltung der Ökosysteme.
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