- 07.09.2015, 17:24:50
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Konstituierende Sitzung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung
Forschungsrat geht mit sechs neuen Mitgliedern in seine vierte Funktionsperiode
Utl.: Forschungsrat geht mit sechs neuen Mitgliedern in seine vierte
Funktionsperiode =
Wien (OTS) - Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung beginnt
heute mit seiner konstituierenden Sitzung eine neue Funktionsperiode.
Von den insgesamt acht Mitgliedern wurden sechs neu bestellt. Jeweils
vier Ratsmitglieder wurden von Bundesminister Alois Stöger (BMVIT)
und Vizekanzler Bundesminister Reinhold Mitterlehner (BMWFW)
nominiert.
Der Vorsitzende des Forschungsrates und seine Stellvertreterin wurden
einstimmig gewählt. Den Vorsitz übernimmt - wie bereits in der
vergangenen Periode - wieder Dr. Hannes Androsch. Die Funktion des
stellvertretenden Vorsitzenden wird künftig Univ.-Prof. Dr. Markus
Hengstschläger ausüben.
Wien, 7. September 2015: Für die neue, bis September 2020 dauernde
Funktionsperiode des Forschungsrates entsandte Infrastrukturminister
Stöger neben Dkfm. Dr. Hannes Androsch noch Prof. Dr. Jakob Edler,
Direktor des Institute of Innovation Research an der Universität von
Manchester, Prof. Dr. Sylvia Schwaag-Serger, Direktorin für
internationale Angelegenheiten der schwedischen Innovationsagentur
VINNOVA, sowie Dr. Klara Sekanina, ehemalige Direktorin der
Schweizerischen Kommission für Technologie und Innovation, neu in die
Ratsversammlung.
Auch Vizekanzler und Wissenschaftsminister Mitterlehner benannte drei
neue Ratsmitglieder. Neben dem wiederbestellten Univ.-Prof. Dr.
Markus Hengstschläger sind dies die Ex-Chefin des Europäischen
Forschungsrates, em.Univ.-Prof. Dr. Helga Nowotny,
Infineon-Österreich-Chefin Dr. Sabine Herlitschka, und der Physiker,
Unternehmer und Business-Angel Dr. Hermann Hauser.
Zum Auftakt der neuen Ratsperiode wurden in der konstituierenden
Sitzung der neue Vorsitzende des Forschungsrates und sein
Stellvertreter gewählt. Die Wahl des Vorsitzenden fiel einstimmig auf
Hannes Androsch, der damit das Beratungsgremium bis September 2020
anführen wird. "Das neue Team der Ratsversammlung ist Garant für
frischen Wind bei gleichzeitiger Wahrung einer notwendigen
Kontinuität. Gemeinsam werden wir uns für den Forschungsstandort
Österreich einsetzen", erklärte Androsch nach seiner Wahl.
Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde - ebenfalls einstimmig -
Markus Hengstschläger gewählt. Er erklärte: "In spannenden Zeiten für
die Forschung in Österreich stehen besondere Aufgaben bevor, die wir
mit dem neuen Team bewältigen werden."
Hintergrund
Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung ist ein
Beratungsorgan der Bundesregierung und auf Wunsch der
Landesregierungen in allen Fragen der Forschungs- und
Technologiepolitik. Er erarbeitet u.a. langfristige Strategien zur
Weiterentwicklung und Verbesserung der Forschungs- und
Innovationslandschaft, macht Empfehlungen zur Stärkung der Position
Österreichs als Forschungs- und Technologiestandort, und gibt
jährlich den "Bericht zur wissenschaftlichen und technologischen
Leistungsfähigkeit Österreichs" heraus.
* * *
Die Ratsmitglieder in alphabetischer Reihenfolge:
Dkfm. Dr. Hannes ANDROSCH, geboren 1938 in Wien, studierte an der
damaligen Hochschule für Welthandel, wo er 1959 sein Diplom erlangte
und 1968 zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften promovierte. Von
1963 bis 1967 war Androsch zunächst Sekretär, dann Konsulent für
Wirtschaftsfragen des Parlamentsklubs der SPÖ und ab 1967 auch
Abgeordneter zum Nationalrat. 1970 wurde er zum Finanzminister
ernannt und 1976 auch zum Vizekanzler. Beide Funktionen hatte er bis
1981 inne.
Neben seinen Funktionen bei OECD und Weltwährungsfonds war Androsch
von 1981 bis 1988 Generaldirektor der damals im Staatseigentum
befindlichen Creditanstalt-Bankverein, und in den Jahren 1988/89
Konsulent der Weltbank.
Seit 1989 ist Hannes Androsch Geschäftsführender Gesellschafter der
AIC-Androsch International Consulting und seit 1997 Miteigentümer der
Salinen Beteiligungs GmbH und Vorsitzender des Aufsichtsrates der
Österreichischen Salinen AG. Seit 1994 ist er zudem Miteigentümer und
Aufsichtsratsvorsitzender von AT & S, Europas größtem
Leiterplattenhersteller, sowie bei bwin.
Der Wissenschaft und Forschung besonders verbunden ist Hannes
Androsch durch die Errichtung der gemeinnützigen "Stiftung Hannes
Androsch bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften", durch
seine Tätigkeit als Vorsitzender des Universitätsrats der
Montanuniversität Leoben, seine Mitgliedschaft im Senat der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sowie durch seine
Tätigkeit als Aufsichtsratschef des AIT Austrian Institute of
Technology. Darüber hinaus ist er bereits seit September 2010
Vorsitzender des Forschungsrates.
Univ.-Prof. Dr. Jakob Edler, geboren 1967, ist Professor für
Innovationspolitik und Strategie sowie Executive Director am
Manchester Institut für Innovationsforschung an der Manchester
Business School, University of Manchester, UK.
Sein Forschungsinteresse gilt im Besonderen der Rechtfertigung,
Konzeptionalisierung und Wirkung von Wissenschafts-, Technologie- und
Innovationspolitik. Seine Studien und Veröffentlichungen in den
letzten Jahren konzentrierten sich insbesondere auf
Nachfrageorientierung in der Innovationspolitik (vor allem
öffentliche Beschaffung von Innovation), die Governance von Wandel in
sozio-ökonomischen Systemen, die Internationalisierung von
Forschungs- und Innovationsaktivitäten und die Konzipierung und
Anwendung von Evaluation in der Forschungs- und Innovations-politik.
Edler studierte Politikwissenschaft-Wirtschaftsgeschichte (Mag.) und
Betriebswirtschaft (Dipl. Kaufmann) an der Universität in Mannheim,
wo er auch mit Auszeichnung promovierte, sowie als
Fulbright-Stipendiat am Ivy League Dartmouth College, USA (Political
Science/Economic History).
Vor seinem Wechsel zur Manchester University Anfang 2007 war er
Leiter der Abteilung Innovationsysteme und -politik am
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI),
Deutschland, wo er seit 1999 Analysen im Bereich der Forschungs- und
Innovationspolitik durchführte. Zuvor hatte er an der Universität
Mannheim und am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung
gearbeitet.
Neben einer Vielzahl von Publikationen und seiner Leitungsfunktion in
Manchester übernimmt Jakob Edler oftmals auch Beratertätigkeiten für
internationale Gremien wie die EU, die OECD oder nationale
Regierungen. Im Jahr 2014 wurde er in die Deutsche Nationale Akademie
der Technikwissenschaften, ACATECH, gewählt.
Der 1948 in Wien geborene Dr. Hermann Hauser studierte Physik an der
Universität Wien und in Cambridge, wo er am Cavendish Laboratory
promovierte.
Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er 1978 durch seine
Beteiligung an der Gründung von Acorn mit Chris Curry. Die Firma
entwickelte in Großbritannien frühe Personalcomputer, unter anderem
den BBC-Micro und den sehr erfolgreichen ARM-Prozessor. Mit 100 Pfund
gegründet, war die Firma fünf Jahre später an der Börse 200 Millionen
Pfund wert. Nachdem die Firma 1985 von Olivetti übernommen wurde,
wurde Hauser dort Vizepräsident für Forschung und gründete 1986 mit
Andy Hopper das Olivetti Research Laboratory. 1988 verließ er
Olivetti, um die Active Book Company zu gründen, die Tablet-Computer
entwickelte. Die Firma ging 1991 an EO von AT&T auf.
Neben einer Vielzahl weiterer Gründungen war Hauser auch am Spin-Off
ARM Limited (Advanced RISC) Machines von Acorn 1990 beteiligt. Die
Firma war ein Joint-Venture von Apple, Acorn und VLSI Technology. In
der Folge spielte er eine dominierende Rolle als Venture-Capitalist
im Raum Cambridge. Dazu gründete er 1997 Amadeus Capital Partners mit
Anne Glover und Peter Wynn.
Hermann Hauser ist Fellow der Royal Society, des Institute of Physics
und der Royal Academy of Engineering. 1998 wurde er Ehren-Fellow von
Hughes Hall und 2000 des King´s College in Cambridge. 2000 erhielt er
die Mountbatten Medal., und er ist Ehrendoktor der Universitäten von
Bath, Loughborough und der Anglia Ruskin University. Zudem wurde er
1984 Computer-Persönlichkeit des Jahres in Großbritannien.
Der 1968 in Linz geborene Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger ist
studierter Genetiker und ausgebildeter Fachhumangenetiker. Er
arbeitete an der Yale University und wurde 2003 zum
Universitätsprofessor für Medizinische Genetik an die Medizinische
Universität Wien berufen.
Seit 2009 ist Hengstschläger Vorstand des Instituts für Medizinische
Genetik und seit 2011 zusätzlich Organisationseinheitsleiter des
Zentrums für Pathobiochemie und Genetik an der Medizinischen
Universität Wien. Er betreibt Grundlagenforschung, unterrichtet
Studenten, betreut Patienten und ist auch privatwirtschaftlich in den
Bereichen humangenetische Diagnostik und Innovationsberatung tätig.
Er sitzt in mehreren Aufsichtsräten, ist stellvertretender
Vorsitzender der österreichischen Bioethik-Kommission, Mitglied des
Universitätsrats der Johannes-Kepler-Universität Linz, des
Migrationsrates des österreichischen Innenministeriums, der
Beratungsgruppe des österreichischen Finanzministers Hans Jörg
Schelling, er ist wissenschaftlicher Leiter des Think Tanks "Academia
Superior" und Kuratoriumsmitglied des Wiener Wissenschafts-,
Forschungs- und Technologiefonds (WWTF).
DI Dr. Sabine Herlitschka, MBA, 1966 geboren, absolvierte ihr Studium
der Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für
Bodenkultur in Wien und dissertierte in der industriellen Forschung
eines internationalen Biotechnologie-Unternehmens. Zudem hat sie
einen Abschluss als diplomierte Wirtschaftstechnikerin und einen
Master of Business Administration in "General Management".
Ab 1996 war Herlitschka Referatsleiterin und stellvertretende
Direktorin des Büros für Internationale Forschungs- und
Technologiekooperation (BIT), bevor sie 2003 zur Vizerektorin für
Forschungsmanagement und Internationale Kooperationen an der neu
gegründeten Medizinischen Universität Graz wurde. Im selben Jahr
absolvierte sie auch Internships bei der U.S. National Science
Foundation und der American Association for the Advancement of
Science, sowie eine Kooperation mit dem Wissenschaftsberater im U.S.
Department of State, Washington DC.
2006 wurde sie Bereichsleiterin für Europäische und Internationale
Programme der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)
und war verantwortlich für die Betreuung des 7. EU Rahmenprogramms in
Österreich als Koordinierende Nationale Kontaktstelle. Darüber hinaus
koordinierte sie seit dem 4. EU Rahmenprogramm wesentliche
europäische Forschungsprojekte, war aktiv als EU-Projekt-Evaluatorin
und Expertin in europäischen und internationalen
ExpertenInnengruppen, darunter Rapporteur in der "EU High-Level
Expert Group on Frontier Research", welche die Grundlagen für das
European Research Council vorbereitete, Rapporteur in der
Beratungsgruppe zur Internationalen Kooperation, und Vorsitzende der
EU-Expertengruppe zu "Diversified Funding Streams for
University-based Research".
Nach einem Fulbright-Studium an der George Washington University und
der Johns Hopkins University, Washington DC, wurde Herlitschka im
August 2011 Vorstandsmitglied der Infineon Technologies Austria AG,
wo sie ab Jänner 2012 auch Vorstand für Technik und Innovation wurde.
Seit April 2014 ist Sabine Herlitschka Vorstandsvorsitzende der
Infineon Technologies Austria AG in Villach.
Herlitschka ist Mitglied im Steirischen Forschungsrat,
Vizepräsidentin der Ludwig Boltzmann Gesellschaft, stellvertretende
Vorsitzende des Universitätsrates der Technischen Universität Wien,
sowie auf europäischer Ebene Mitglieder in der ExpertInnengruppe zur
ex-post Evaluierung des 7. EU Rahmenprogramms und stv. Vorsitzende
der Beratungsgruppe der Generaldirektion CONNECT.
Im Oktober 2011 wurde ihr der Orden "Chevalier dans l’Ordre du
Mérite" der Republik Frankreich für Verdienste um die strategische
Forschungskooperation zwischen Frankreich und Österreich verliehen,
weiters ist sie Ehrensenatorin der Universität für Bodenkultur in
Wien.
Univ.-Prof. DDr. Helga Nowotny ist emeritierte Professorin für
Wissenschaftsforschung der ETH Zürich und Gründungsmitglied des
Europäischen Forschungsrates. 2007 wurde sie zur Vizepräsidentin des
European Research Councils gewählt, von März 2010 bis Dezember 2013
war sie dessen Präsidentin. Sie ist Vorsitzende des ERA Council Forum
Austria und Vizepräsidentin des Vorstandes für die Lindauer
Nobelpreisträgertagungen, Mitglied des Hochschulrates der LMU, sowie
in zahlreichen anderen akademischen Gremien in Österreich und Europa
tätig. Seit 2014 ist sie Mitglied des Aufsichtsrates der voestalpine.
Helga Nowotny erwarb ihr PhD in Soziologie an der Columbia
University, New York, nach ihrem Doktor der Rechtswissenschaften der
Universität Wien. Während ihrer akademischen Karriere hatte sie Lehr-
und Forschungsprofessuren am Institut für Höhere Studien, Wien; Kings
College, Cambridge; Universität Bielefeld; Wissenschaftskolleg zu
Berlin; École des Hautes Études, Paris; Wissenschaftszentrum für
Sozialwissenschaften, Berlin; Collegium Budapest/Institute of
Advanced Study inne. Vor ihrer Berufung an die ETH Zürich war sie
Professorin für Wissenschaftsforschung an der Universität Wien. Die
Forschungsschwerpunkte von Helga Nowotny liegen mit zahlreichen
Büchern und Artikel in Fachzeitschriften in der
Wissenschaftsforschung. Ihr neuestes Buch ‚The Cunning of
Uncertainty’ erscheint im Oktober 2015 bei Polity.
Neben ihren Aktivitäten in Lehre und Forschung ist Helga Nowotny
stark in der Forschungs- und Innovationspolitik auf europäischer und
internationaler Ebene engagiert. Von 2004-2007 war sie Vorsitzende
von EURAB (European Research Advisory Board), dem damaligen
Beratungsgremium der Kommission in Forschungsfragen.
Zahlreiche Ehrungen bezeugen ihre wissenschaftlichen Leistungen und
ihre ausserordentliche Fähigkeit wissenschaftliche Disziplinen zu
überbrücken, ihr Engagement für die Beziehung zwischen Wissenschaft
und Gesellschaft und ihre weitgespannte Expertise in Forschungs- und
Innovationspolitik.
Helga Nowotny erhielt Ehrendoktorate vom Weizmann Institute of
Science, Israel; University of Lancaster, UK; Leuphana Universität
Lüneburg, DE; University of Leuven, BE; University of Twente, NL;
University of Bergen, NO; University of Edinburgh, UK.
Sie ist Trägerin des John Desmond Bernal Prize der International
Society for the Study of Science, USA; der
Dorothea-Schölzer-Medaille, Universität Göttingen, DE; Distinguished
Affiliated Professor der Technischen Universität München, DE; Fellow
of the American Association for the Advancement of Science (AAAS),
USA; und des Arthur Burkhardt Preises, DE.
Sie ist Mitglied der Royal Swedish Academy of Sciences, SE; Accademia
Nazionale dei Lincei, IT; Accademia delle Scienze di Torino, IT;
Royal Society of Science at Uppsala, SE; Academia Europaea, EU;
Acatech, DE; Royal Flemish Academy of Belgium for Science and the
Arts, BE. 2015 wurde sie Ehrenmitglied der ÖAW.
Von der Republik Österreich erhielt sie das Großes Silbernes
Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und das
Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
sowie von der Stadt Wien den Preis für Geisteswissenschaften.
Prof. Dr. Sylvia Schwaag-Serger, 1968 in Deutschland geboren,
promovierte in Wirtschaftsgeschichte an der London School of
Economics (LSE), und besitzt einen Master-Abschluss in International
Economics der School of Advanced International Studies (SAIS) der
Johns Hopkins University. Anschließend ging sie nach Schweden, wo sie
zunächst in der Forschung, u.a. am Swedish Institute for Food and
Agricultural Economics, und für das Industrieministerium tätig war,
bevor sie zur International Organization for Knowledge Economy and
Enterprise Development (IKED) wechselte, u.a. verantwortlich für
strategische Entwicklung und Politikanalyse und zuletzt auch als
Leiterin des Think Tanks.
2005 ging Schwaag-Serger als Botschaftsrätin für Technologie an die
Schwedische Botschaft nach Peking, China, wo sie bis 2007 blieb.
Seit 2008 ist sie Direktorin für Internationale Angelegenheiten der
schwedischen Innovationsagentur VINNOVA, seit 2012 Gastprofessorin am
Institute for Policy and Management der Chinesischen Akademie der
Wissenschaften (CASIPM) und seit 2013 außerordentliche Professorin
für Forschungspolitik an der School of Economics and Management der
Lund University.
Schwaag-Serger ist Mitglied der Expertengruppe für Studien in Public
Economics (ESO) im schwedischen Finanzministerium, Mitglied der
Expertenkommission für Forschung für die schwedische Regierung
(Forskningsberedningen) und zudem immer wieder als Expertin für die
Europäische Kommission, die OECD und die Weltbank tätig.
Die 1965 geborene Dr. Klara Sekanina ist Innovationsexpertin aus der
Schweiz und derzeit u.a. Rätin der schweizerischen
Volkswirtschaftsstiftung für wissenschaftliche Forschung und Mitglied
des Advisory Board des Impact Hub Zurich.
Sie studierte Chemie an der ETH Zürich, und realisierte
Forschungsaufenthalte und Technologietransferprojekte an der Columbia
University, New York, und an der Stockholm University. 1998
unterstützte sie den Aufbau eines Biotech-Start-up-Unternehmens
(Polyphor AG), wo sie ein Produktionsteam leitete und Mitglied der
Geschäftsleitung war. Zwischen 2001 und 2004 widmete sie sich als
Head Life Sciences bei der Volkswirtschafts-direktion des Kantons
Zürich der Standortförderung, Wirtschaftpolitik, Clusterpolitik und
Innovationsförderung. Gleichzeitig bildete sich Klara Sekanina zur
Executive MBA an der Universität Zürich und der Stanford University
weiter und erhielt 2005 den Innovationspreis für ihre Diplomarbeit
"Biogenerics - A Case of Industrial Diversification in the UAE".
2006 übernahm Sekanina die Leitung der strategische Planung der ETH
Zürich, war Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für
Technologietransfer und Internationalisierung; eine Stelle, die sie
bis 2009 inne hatte. Anschließend, von 2010 bis 2014, war sie
Direktorin der Schweizerischen Kommission für Technologie und
Innovation (KTI), der Förderagentur des Bundes für Innovationen.
Während ihres beruflichen Werdegangs beschäftigte sich Klara Sekanina
kontinuierlich mit Aufbauarbeit und Fragen der Innovationspolitik und
des Wissens- und Technologiertransfers. Sie hat mehrere Initiativen
und Projekte ins Leben gerufen, wie z.B. ein internationales Joint
Venture für Standortförderung mitbegründet, initiierte als
Gründungsmitglied den Ver-ein "Biotop Life Science Incubator", dem
sie auch als Präsidentin vorstand, oder hat ein Konzept und Strategie
für den WTT (Wissens- und Know-how Transfer) im Mittleren Osten
erarbeitet, welche zur Stiftungsgründung führte.
Insgesamt besitzt Klara Sekanina rund 20 Jahre strategische und
operative Erfahrung an den Schnittstellen von Wirtschaft,
Wissenschaft, Verbänden und Politik mit Fokus auf Technologietransfer
und Innovationspolitik.
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