- 03.09.2015, 13:36:54
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Hilfe für Flüchtlinge in Österreich: REWE International AG engagiert sich für Kinder und Jugendliche
Wiener Neudorf (OTS) - Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation
intensiviert die REWE International AG ihr soziales Engagement und
setzt - mit Fokus auf Kinder und jugendliche Flüchtlinge - an
mehreren Punkten an. EUR 500.000 gehen direkt an die Flüchtlingshilfe
der Caritas, zweckgewidmet für die Betreuung von Kindern und
Jugendlichen, etwa die Einrichtung von Wohngemeinschaften für
unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (sogenannte UMFs). Außerdem
wird die bestehende REWE Group Initiative "Lernen macht Schule"
erweitert, etwa mit speziellen Deutschkursen durch WU Studierende.
Mit Lehrstellen speziell für junge Flüchtlinge bietet die REWE
International AG darüber hinaus jenen die möchten die Chance, durch
Beschäftigung und Ausbildung rasch Teil der österreichischen
Gesellschaft zu werden. Flüchtlingskoordinator Christian Konrad
begrüßt das Engagement.
"Die aktuelle Flüchtlingssituation in Europa und auch hier in
Österreich ist außergewöhnlich und kann Unternehmen nicht kalt
lassen. Die Wirtschaft muss ihrer Verantwortung nachkommen und nach
ihren Möglichkeiten mit anpacken. Wir haben uns angesehen, wo unsere
Unterstützung als REWE International AG am meisten gebraucht wird und
uns nach Gesprächen mit der Caritas entschlossen, die Unterbringung
und Begleitung von Kindern und jugendlichen Flüchtlingen zu
finanzieren. Das ist für uns auch ein logischer nächster Schritt,
nachdem wir seit 5 Jahren gemeinsam mit der Caritas und der WU jungen
Flüchtlingen die Chance auf Bildung und Integration geben im Rahmen
der gemeinsamen Initiative ‚Lernen macht Schule‘. Hier knüpfen wir
an", fast Frank Hensel, Vorstandvorsitzender der REWE International
AG die Ausrichtung der Flüchtlingshilfe des Unternehmens zusammen.
Unterbringung - Flüchtlingshilfe der Caritas
Die REWE Group ist sich ihrer sozialen Verantwortung schon lange
bewusst und arbeitet aus diesem Grund seit vielen Jahren eng mit
diversen karitativen und sozialen Organisationen zusammen -
insbesondere auch mit der Caritas Österreich, die in der
Flüchtlingshilfe federführend ist. Für das gesamte soziale Engagement
ist es dem Unternehmen ein großes Anliegen etablierte und darin
geschulte Organisationen zu unterstützen, um langfristige und
gesicherte Hilfe zu gewährleisten. Daher unterstützt die REWE
International AG die Flüchtlingshilfe der Caritas Österreich mit EUR
500.000 für die Betreuung und Unterbringen von Kindern und
jugendlichen Flüchtlingen, vor allem auch unbegleiteten
Minderjährigen. Angesichts der Situation in Traiskirchen und anderen
Erstaufnahmezentren wie etwa in Nickelsdorf koordiniert die REWE
Group darüber hinaus weiterhin mit ihren Handelsfirmen auch
Soforthilfe-Maßnahmen mit Lebensmittel- und Sachspenden.
Orientierung - Unterstützung durch Lernen macht Schule
Im Zuge der aktuellen Situation hat die REWE International AG
gemeinsam mit der Caritas die seit fünf Jahren bestehende Initiative
"Lernen macht Schule" ausgeweitet. Im Zuge des Projekts lernen
Studierende der Wirtschaftsuniversität Wien, der Pädagogischen
Hochschule Niederösterreich in Baden und der Universität Salzburg als
Lernbuddys mit Kindern, die in Caritas-Einrichtungen untergebracht
sind oder von diesen betreut werden. Der zentrale Leitgedanke des
Projektes ist es, mit- und voneinander zu lernen. Rund die Hälfte der
betreuten Einrichtungen sind Flüchtlingseinrichtungen, mehr als ein
Drittel der studentischen Lernbuddys betreuen Flüchtlings-Kinder.
Angesichts der aktuellen Lage bietet die Wirtschaftsuniversität nun
im September im Rahmen von "Lernen macht Schule" einen
Intensiv-Deutschkurs für 20 Asylwerber im Alter von 16 bis 30 Jahren
an.
Zukunft - durch Lehrstellen rasch Teil der Gesellschaft werden
Die REWE International AG wird außerdem noch heuer 20 bis 30
Lehrstellen für Flüchtlinge schaffen und im Zuge dessen auch ein
eigenes Ausbildungsprogramm abgestimmt auf die Bedürfnisse der
Jugendlichen über alle Handelsfirmen hinweg einrichten.
"Mittelfristig wird es vor allem darum gehen, wie man die Flüchtlinge
- durch Bildung zum einen und Beschäftigung zum anderen - an unserer
Gesellschaft teilhaben lassen kann. Als einer der größten Arbeitgeber
und Ausbildner des Landes sehen wir es als unsere Verantwortung,
Lehrstellen für junge Flüchtlinge - natürlich jene die das möchten -
zur Verfügung zu stellen. Unsere Handelsfirmen haben hier schon erste
Versuche gestartet in den letzten Jahren und wir möchten diese
Erfahrungen nun angesichts der neuen Situation nutzen, um das Angebot
zu intensivieren", betont Hensel. Seit 2013 ist in Österreich eine
Lehre für Asylwerber bis 25 Jahren grundsätzlich möglich. Allerdings
war dies bis dato mit bürokratischen Hürden verbunden, da Flüchtlinge
derzeit nur eine Lehre in sogenannten "Mangelberufen" machen dürfen.
Die Liste dieser umfasst in Wien 30 Lehrberufe, in anderen
Bundesländern noch weniger. Man befindet sich als Unternehmen
teilweise im rechtlichen Graubereich, wenn man Flüchtlingen einen
Lehrplatz bietet. "Ich zähle hier auf die Unterstützung der Politik
und rufe dazu auf, die diesbezüglichen Auflagen und bürokratischen
Hürden zu entschärfen", macht sich Hensel für eine Erleichterung der
Abläufe seitens des Gesetzgebers stark.
Regierungskoordinator begrüßt Engagement
Christian Konrad, kürzlich von der Bundesregierung als Koordinator
für die Flüchtlinge eingesetzt, begrüßt die Hilfsmaßnahmen der REWE
International AG: "Dieses weitsichtige und langfristige Engagement
von Österreichs größtem Lebensmittelhändler ist bemerkenswert und hat
hoffentlich Vorbildwirkung für andere Unternehmen in diesem Land.
Viel Akuthilfe wurde in den vergangenen Wochen schon geleistet, die
Wirtschaft ist in dieser Ausnahmesituation aber gefordert, auch
nachhaltig zu helfen."
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