• 03.09.2015, 12:21:15
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„Benatzky!“: Außergewöhnlicher dokumentarischer Musikfilm über „Im weißen Rößl“-Komponisten

Am 6. September um 9.35 Uhr in der „matinee“ in ORF 2

Utl.: Am 6. September um 9.35 Uhr in der „matinee“ in ORF 2 =

Wien (OTS) - Ralph Benatzky (1884-1957) schuf mit "Im weißen Rößl"
die Musik zu einem der am häufigsten aufgeführten Bühnenstücke. Doch
obwohl das populäre Werk das einzige ist, das den österreichischen
Komponisten und Chansonschreiber vor dem Absturz in die Vergessenheit
bewahrt hat, mochte er diese Mischung aus Revue und Singspiel nicht.
Benatzky schrieb sich seine Erfolgserlebnisse und seinen Frust, seine
Alltagsbeobachtungen und seine Kritik, seine privaten Turbulenzen und
sein tragisches Schicksal in der Emigration in Tagebüchern von der
Seele und wurde damit zum facettenreichen Chronisten seiner Zeit.
Regisseur und Produzent Thomas Macho widmet sich in dem
außergewöhnlichen dokumentarischen Musikfilm "Benatzky!" dem genialen
Künstler und holt ihn dorthin zurück, wo er hingehört: ins
Rampenlicht.

Gestern, am 2. September 2015, wurde die rund 60-minütige
Koproduktion von For TV GmbH, ORF und WDR, die aus Mitteln von
Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien, Land Oberösterreich und Land
Niederösterreich gefördert wurde, im Wiener Theater in der Josefstadt
präsentiert. Mit dabei waren neben ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl,
Produzent Thomas Macho und ORF-Redakteurin Karin Veitl zahlreiche
Ehrengäste, allen voran die Protagonisten des Films: Erwin
Steinhauer, Florian Teichtmeister, Katharina Straßer und die
Playbackdolls. ORF 2 zeigt "Benatzky!" am Sonntag, dem 6. September,
in der "matinee" um 9.35 Uhr in ORF 2. Berichte über "Benatzky!" und
die Präsentation im Theater in der Josefstadt stehen auf dem Programm
der "Seitenblicke", der Sendungen der "heute"-Familie und von "Wien
heute".

Martin Traxl: "Ralph Benatzky war ein universeller Künstler, ein
wacher Geist und ein prophetischer Mensch, der viel von dem Übel des
Zweiten Weltkriegs vorausgesehen hat. Das alles geht aus seinen
Tagebüchern hervor, aus denen Thomas Macho die Dramaturgie des Films
ausgearbeitet hat." Und weiter: "Es war überraschend, in welcher
zeitgemäßen Form die musikalischen Werke, die von Thomas Rabitsch neu
arrangiert wurden, auch heute herüberkommen."

Thomas Macho: ",Benatzky‘ ist eine Mischung aus Dokumentar- und
Musikfilm. Ich lasse ihn darin sein Leben selbst erzählen - und zwar
durch seine Tagebücher, die von ganz hervorragenden Schauspielern
interpretiert werden. Die Musik, die Benatzky geschrieben hat, passt
sehr gut zu seiner jeweiligen Lebenssituation - darüber hinaus sind
seine Lieder von zeitloser Qualität mit Ohrwurmpotenzial."

Erwin Steinhauer: "Mich hat die Tragik seines Lebens fasziniert -
dass er mit dem ,weißen Rössl‘ für eine Form berühmt wurde und ist,
die ihm gar nicht so nahe lag. Es hat mich persönlich berührt, dass
er nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Exil in Amerika nicht mehr an
seine Erfolge anschließen konnte und alles verloren hat."

Katharina Straßer: "Durch seine Flucht nach New York wurde ihm seine
Sprache abgeschnitten und seine Arbeitsgrundlage entzogen - ein
Thema, das gerade heute leider aktueller denn je ist. Und auch mir
als Schauspielerin würde es genauso gehen, wenn ich flüchten müsste,
würde ich auch meine Arbeitsgrundlage verlieren - auch deshalb ging
mir sein Schicksal sehr nahe." Und zu seinem Werk weiter: "Besonders
überrascht hat mich, dass er auch so tolle Chansons geschrieben hat."

Florian Teichtmeister: "Ralph Benatzkys Texte, in denen so viel Witz,
Intelligenz und Schmerz stecken, haben mich fasziniert."

Ralph Benatzkys Tagebücher, die er von 1919 bis zu seinem Todesjahr
1957 regelmäßig führte, sind das Herzstück der Filmproduktion
"Benatzky!". Sie stellen ein dichtes, spannendes und enorm
facettenreiches Zeitdokument dar, das von Wien nach Berlin, von
Zürich nach Hollywood und von New York an den Wolfgangsee führt.

Neben den Tagebüchern bilden Benatzkys Musik, weiters ein Gespräch
mit seiner mittlerweile 90-jährigen Nichte Helga Benatzky, die den
Nachlass verwaltet und über ihren Onkel erzählt, sowie
zeitgenössisches Archivmaterial, das die Tagebucheintragungen optisch
unterstreicht, die Grundlagen zum Film.

Da es - abgesehen von "Im weißen Rößl" - so gut wie keine zeitgemäßen
Film- oder TV-Aufnahmen mit Benatzkys Kompositionen gibt, wurden für
den Film sämtliche Musiktitel unter der Ägide von Thomas Rabitsch neu
arrangiert und aufgenommen. Als Interpreten der musikalisch ein wenig
gegen den Strich gebürsteten Nummern stehen nicht Operettenstars,
sondern singende Schauspieler im Vordergrund: Erwin Steinhauer,
Dietrich Siegl, Katharina Straßer und Florian Teichtmeister - und,
quasi als Gegenentwurf, die österreichische Popgruppe Playbackdolls.
Sie alle geben der spannenden, schillernden wie zwiespältigen
Persönlichkeit Ralph Benatzkys Gestalt: weltmännisch mit
provinziellem Hintergrund, großspurig und voller Selbstzweifel,
abergläubisch und politisch weitblickend, genial und kleinlich.

Weitere Details zum Film sind unter http:/presse.ORF.at abrufbar.

"Benatzky!" ist in der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) sowohl als
Live-Stream als auch sieben Tage lang nach der TV-Ausstrahlung als
Video-on-Demand abrufbar.

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