Offener Brief an BP Dr. Heinz Fischer

Aufforderung zur Absage der Teilnahme an der Iran Reise

Wien (OTS) - Sehr geehrter Herr Bundespräsident Fischer,

Als österreichische Bürger und Christen an der Seite Israels fordern wir die Absage ihrer Teilnahme an der geplanten Iran-Reise, die vom 7. bis zum 9. September 2015 stattfinden soll.

Dass gerade Sie, Herr Bundespräsident Fischer, das erste Staatsoberhaupt eines EU-Landes sind, das seit einer Dekade die Islamische Republik mit einem Staatsbesuch beehren möchte, erfüllt uns mit tiefer Sorge und Scham, unterstützen Sie damit doch ein Terror-Regime, das permanent gegen Menschenrechte verstößt, Massenhinrichtungen durchführt (allein in den letzten zwei Jahren hat es 1.900 Hinrichtungen gegeben) und den Holocaust leugnet. Sie erweisen damit dem herrschenden iranischen Regime einen Gefallen und legitimieren damit die Ziele, die dieses Regime verfolgt, unter anderem die Auslöschung Israels.

Der umstrittene Atom-Deal kann möglicherweise ein wichtiger Schritt gewesen sein. Tatsache ist jedoch, dass dieses Abkommen dem Iran den Status einer Atommacht und damit die potentielle Fähigkeit zur Auslöschung Israels ausschließlich temporär und keinesfalls dauerhaft verwehrt. Wir teilen die tiefe Sorge der israelischen Regierung, die sich abermals von Europa und in unserem Fall von Österreich im Stich gelassen fühlt.

Noch während der Atom-Verhandlungen in Wien rief Präsident Hassan Rohani am Al-Quds-Tag zur Vernichtung Israels auf. Ende Juli erschien das Buch "Palestine" mit ausgewählten Aussagen des obersten Führers Irans, Ayatollah Ali Khamenei, über Palästina. In diesem Buch macht er keinen Hehl aus seiner Position, dass Israel kein Recht habe, als Staat zu existieren und ruft zur Auslöschung Israels auf! Es ist auch ein Fakt, dass Khamenei seit vielen Jahren die historische Realität des Holocaust in Frage stellt.

Holocaustleugnung ist in Österreich eine Straftat! Was ist das für ein verheerendes Signal an Überlebende in unserem Land, wenn der Bundespräsident Österreichs ausländische Holocaustleugner mit einem Besuch legitimiert! Das "Niemals wieder", beschworen bei Gedenkveranstaltungen, wie beim diesjährigen großen 70-Jahr Gedenken in Auschwitz, wird zu einer hohlen bedeutungslosen Floskel, wenn zum Antisemitismus und der Holocaustleugnung des iranischen Regimes geschwiegen wird!

Gerade Sie, Herr Bundespräsident, betonten immer wieder in Festreden die Wichtigkeit, auch weiterhin an die NS-Zeit und den Holocaust zu erinnern, daran zu forschen, darüber nachzudenken und zu berichten!

Dass die österreichische Wirtschaft bereits in den Startlöchern scharrt, um bei aufgehobenen Sanktionen Geschäfte mit dem antisemitischen iranischen Regime anzubahnen, erfüllt uns mit tiefer Sorge, werden doch mit Handelsverträgen die Vernichtungsdrohungen gegen Israel, den Export des islamischen Terrors und die Unterdrückung der iranischen Bevölkerung finanziert.

Solange aus dem Iran keine klaren Handlungen zur Verbesserung der Menschenrechte erfolgen und das Existenzrechts Israels nicht gewährleistet wird, bitten wir Sie, Herr Bundespräsident Fischer, von einem Staatsbesuch bei dem iranischen Regime abzusehen!

Marie-Louise Weissenböck
Vorsitzende Christen an der Seite Israels - Österreich

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