• 01.09.2015, 19:07:43
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Wien – Simmering: Polizisten retten 24 Menschen aus Schleppertransport

Wien (OTS) - Polizisten der Polizeidiensthundeeinheit beteiligten
sich in der Nacht vom 31.08.2015 auf den 01.09.2015 an einer im
Großraum Wien angelegten Schwerpunktaktion zur Eindämmung der
Schlepperkriminalität. Im Zuge ihres Streifendienstes wurden die
Beamten kurz nach 24:00 Uhr im Bereich der Autobahn A4, kurz nach der
Abfahrt zur S1, auf einen in Richtung stadteinwärts fahrenden weißen
Klein-LKW aufmerksam. Die Beamten folgten dem Fahrzeug, das im
Bereich des Knoten Prater die A4 verließ und seine Fahrt auf der A23
in Richtung Graz fortsetzte. Die Polizisten lotsten das Fahrzeug von
der Autobahn und konnten es schließlich in der Anne - Frank - Gasse
anhalten. Unmittelbar danach sprang der Lenker des Fahrzeuges aus dem
Kastenwagen und ergriff zu Fuß die Flucht. Die Polizisten nahmen die
Verfolgung des Flüchtenden auf, gaben im Zuge der Nacheile in der
Modecenterstraße einen sogenannten Schreckschuss (psychisches
Zwangsmittel) ins Erdreich ab, verloren den Flüchtenden jedoch in
weiterer Folge aus den Augen. Schließlich war es einer von den
Beamten zum Einsatz gebrachter Polizeidiensthund (Iceman), der den
Tatverdächtigen versteckt in einer Gerätehütte auf einem auf der
Fluchtroute gelegen Firmengelände aufspürte. Trotz heftigster
Gegenwehr des 30-Jährigen, wurde dieser um 00.21 Uhr festgenommen.
Zwischenzeitlich waren via Funk alarmierte Einsatzkräfte bei dem noch
immer in der Anne-Frank-Gasse abgestellten LKW eingetroffen. Nachdem
es den Polizisten gelungen war die Hecktüren des Fahrzeuges zu
öffnen, sämtliche Türen des Transportfahrzeuges waren versperrt,
konnten insgesamt 24 Personen aus dem Laderaum des Klein-LKW’s
befreit werden. Die aus Afghanistan stammenden Flüchtlinge, denen es
den Umständen entsprechend gut ging, wurden in das
Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände gebracht und erstversorgt.
Wie gefährlich die Lage für die Flüchtlinge tatsächlich war, zeigte
sich bei einer in weiterer Folge durch das LKA-Wien durchgeführten
Untersuchung des Fahrzeuges. Die seitliche Schiebetür des Fahrzeuges
war von den Schleppern von innen verschweißt worden. Auf der
Außenseite der Hecktüren war ein Riegelschloss angebracht. Sämtliche
Fenster des Fahrzeuges waren von innen vergittert. Zu keinem
Zeitpunkt der Fahrt konnte auf Grund der am Fahrzeug getroffenen
Umbauarbeiten Frischluft in das Innere des Laderaums gelangen oder
hatten die 24 im Laderaum befindlichen Menschen die Möglichkeit sich
selbst zu befreien.
Die derzeit von der Wiener Polizei gewählte Taktik zur Bekämpfung der
Schlepperkriminalität erwies sich im gegenständlichen Fall nicht nur
als zielführend sondern als lebensrettend.
Die Ermittlungen gegen den in Haft befindlichen 30-jährigen Schlepper
wurden vom Landeskriminalamt Wien übernommen.

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