Asyldebatte: lieber tote als homosexuelle Flüchtlinge

Austrian gay professionals (agpro) kritisieren die Haltung der FPÖ, die Menschenrechtskonvention hinsichtlich Asylgründen zu ändern.

Wien (OTS) - Während tausende Menschen ihre Solidarität mit den Flüchtlingen zum Ausdruck bringen, kritisiert die FPÖ erneut, dass Homosexualität als Asylgrund gilt.

Für Herbert Kickl von der FPÖ ist Homosexualität eine Krankheit. Da ist es nur logisch, wenn er es ablehnt, dass Flüchtlinge hierzulande auch deshalb um Asyl ansuchen können, weil sie wegen ihrer Homosexualität in ihren Heimatländern um ihre Freiheit und ihr Leben fürchten müssten.

Die FPÖ stelle die Menschenrechtskonvention als überaltet hin und sei ihrer Ansicht nach nicht mehr für die heutige Situation gültig. Sie geht aber noch einen Schritt weiter und fordert eine Österreichische Menschenrechtskonvention, in der - wenig überraschend - Homosexualiät wahrscheinlich nicht als Asylgrund aufscheinen wird.

"Homosexualität tut niemandem weh. Außer denen, die deswegen verfolgt, ausgegrenzt oder gar ermordet werden. Möge Herbert Kickl nie in die Lage kommen, wegen seiner unverschuldeten Heterosexualität als Teil seiner Identität verfolgt zu werden", sagt Andreas Hiermayer, Präsident der agpro - austrian gay professionals. "Seine sexuelle Neigung sucht man sich eben nicht aus. Genauso wenig wie das Land, in dem man geboren wird, sein Geschlecht, seine Hautfarbe und vieles mehr, weshalb Menschen weltweit verfolgt und gedemütigt werden."

Mit dieser menschenverachtenden Ansicht verhöhnt die FPÖ nicht nur jene hunderte Homosexuelle, die in ihren Heimatländern gehängt, gesteinigt und ermordet werden. Sie tritt auch geltendes Völkerrecht mit Füßen: die Menschenrechtskonvention und auch die Europäische Grundrechtecharta. Menschlichkeit bedeutet nichts anderes, als zu fragen: WIE kann ich helfen? Und nicht WEM.

Über die agpro:

agpro - austrian gay professionals - ist das Netzwerk schwuler und bisexueller Unternehmer, Fach- & Führungskräfte. Es wurde gegründet, um die Akzeptanz und Gleichstellung gleichgeschlechtlich liebender Menschen speziell im beruflichen Umfeld zu erhöhen. Die agpro existiert seit 1998 und ist überparteilich, aber politisch engagiert.

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