- 30.08.2015, 08:00:01
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Peter Oswald im "trend": „Wir brauchen radikale Innovation“
Peter Oswald, CEO des Verpackungsriesen Mondi, kritisiert im "trend"-Interview die heimische Förderpolitik.
Utl.: Peter Oswald, CEO des Verpackungsriesen Mondi, kritisiert im
"trend"-Interview die heimische Förderpolitik. =
Wien (OTS) - "Es stört mich wahnsinnig, dass wir in Österreich über
650 Millionen Euro pro Jahr für erneuerbare Energien ausgeben,
anstatt Geld in die Innovation zu pushen und Grundlagenforschung zu
betreiben", sagt Mondi-CEO Peter Oswald im Gespräch mit dem kommenden
Montag erscheinenden Wirtschaftsmagazin "trend". Der neue
OMV-Aufsichtsratspräsident wehrt sich dagegen, dass große
Biomasse-Kraftwerke, die "relativ ineffizient" seien, stärker
subventioniert werden als jede andere Energieform "und das ohne
Ressourcenprüfung".
Abgesehen davon hält Oswald das existierende Arbeitszeitgesetz für
eine "Absurdität". "Maximal zehn Stunden Arbeit pro Tag, das passt
überhaupt nicht mehr in unsere Zeit", sagt der Manager zum Magazin
"trend". Eine allgemeine Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem
Lohnausgleich, wie sie zuletzt ÖBB-Boss Christian Kern im "trend"
gefordert hatte, hielte er für "desaströs": "Das bedeutet
Kostenerhöhung, Marktanteilsverluste und Verlust von Arbeitsplätzen."
Wirkliche Sorgen mache Oswald die allgemeine Instabilität Europas als
Folge zu hoher Schulden, wobei er sowohl die "öffentlichen, als auch
die privaten Haushalte, Unternehmen und Banken" meint. Um die
Schulden von Unternehmen "zurückzudrehen", würde er "die
Abzugsfähigkeit von Schulden für die Gewinnermittlung auslaufen
lassen", denn das sei "eine klare Bevorzugung von Fremdkapital", so
Oswald im "trend".
Über strategische Pläne der OMV hüllt sich Oswald noch in Schweigen,
fix sei nur, dass nun die Regeln für Vorstandmitglieder geändert
würden: "Es soll die Firma nur mehr die Hälfte kosten, wenn man sich
vor Vertragsende trennt."
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