• 25.08.2015, 12:00:37
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Wien investiert in Bildung: Neue Campus-Standorte fixiert

Neue Lernformen und flexible Räume, über 700 Mio Euro an Investitionen

Utl.: Neue Lernformen und flexible Räume, über 700 Mio Euro an
Investitionen =

Wien (OTS) - "Wir möchten Wiens Kindern die besten Rahmenbedingungen
für ihre Ausbildung bieten, deshalb bauen wir in ganz Wien neue
topmoderne Schulen und Kindergärten", betonten heute Bürgermeister
Michael Häupl und Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch im
wöchentlichen Bürgermeister-Mediengespräch. In den nächsten Jahren
konzentriert sich Wien vor allem auf den Bau von neuen
Campus-Standorten: Seit 2009 konnten insgesamt fünf Einrichtungen
fertig gestellt werden, bis 2023 sollen weitere neun hinzukommen. Die
konkreten Standorte konnten nun zum Teil fixiert werden.

Zweiter Bildungscampus für die Leopoldstadt

Am ehemaligen Nordbahnhofgelände in Wien-Leopoldstadt wird bis
zum Schul- und Kindergartenjahr 2020/21 ein neuer Bildungscampus
entstehen, die Flächenwidmung dafür ist bereits abgeschlossen. Damit
erhält das Gebiet, in dem in den letzten Jahren viele neue Wohnbauten
entstanden sind und bis 2025 weitere 4000 Wohnungen entstehen werden,
seinen bereits zweiten Bildungscampus - der Campus Gertrude
Fröhlich-Sandner ist seit dem Jahr 2011 in Betrieb.

Auf einer Grundfläche von 2,3 Hektar soll im Bereich
Schweidlgasse/ Bruno-Marek-Allee/ Leystraße/Verlängerung
Ernst-Melchior-Gasse ein Bildungscampus mit Kindergarten,
Ganztags-Volksschule und Mittelschule für rund 1.600 Kinder
entstehen. "Geplant sind hier 16 Kindergartengruppen, 22
Volksschulklassen, 20 Klassen Neue Mittelschule, zwei Klassen
Polytechnikum, zwei Förderklassen, zwei basale Klassen für
körperbehinderte Kinder und auch eine Musikschule", betont Stadtrat
Christian Oxonitsch. "Alle Freiflächen, Bildungsräume sowie die drei
Turn- und zwei Gymnastiksäle sollen dabei möglichst flexibel von
allen genutzt werden können."

Wie alle nun neu hinzu kommenden Campus-Standorte wird auch am
Nordbahnhofgelände ein sogenannter "Campus plus" in die Tat
umgesetzt: Das heißt, dass jeweils vier Schulklassen und zwei
Kindergartengruppen zusammenrücken und auf einer Ebene zu sogenannten
"Bildungsbereichen" zusammengefasst werden. Angeschlossen sind dabei
auch Räume, die von allen flexibel genutzt werden können. Die Kinder
halten sich dabei nicht ausschließlich in "ihrem" Klassen- oder
Gruppenraum auf, sondern können sich frei bewegen und beispielsweise
selbständig eine andere Gruppe besuchen oder das Angebot des
multifunktionalen Bereiches nutzen. "Wesentlich ist, dass in einem
Bildungsbereich Kinder im Alter von null bis zehn Jahren miteinander
den Tag verbringen", betont Christian Oxonitsch. Die ersten beiden
Standorte, die nach dem Campus plus-Konzept realisiert werden,
entstehen gerade in der Donaustadt: in der Attemsgasse
(Fertigstellung 2017) und in der Berresgasse (Fertigstellung 2019).

Attemsgasse vor Spatenstich, Berresgasse in Vorbereitung

Während für den Campus Attemsgasse (12 Kindergartengruppen, 17
Klassen Ganztagsvolksschule) derzeit die Detailplanungen
abgeschlossen werden und im Winter der Spatenstich erfolgt, läuft für
den Campus Berresgasse gerade der Architekturwettbewerb. Geplant ist
ein Bildungscampus mit einem 12-gruppigen Kindergarten, einer
17-klassigen Ganztagsvolksschule, einer 12-klassigen ganztägigen
Neuen Mittelschule sowie Förderklassen und zwei Basale Klassen samt
Therapiebereich, Dreifachturnhalle und Gymnastiksaal. Im
städtebaulichen Konzept sind insgesamt 19.600 Quadratmeter für den
Campus und die Freiflächen reserviert. "Damit schaffen wir die
notwendigen Schul- und Kindergartenplätze für ein Gebiet, in dem bis
2022 rund 3.500 Wohnungen geplant sind", betont Bildungsstadtrat
Christian Oxonitsch.

Ein neuer Campus für den Westen Wiens

Doch auch im Westen Wiens soll bis zum Jahr 2022 ein neuer
Bildungscampus entstehen: Als Standort ist die Deutschordenstraße
südlich der Westbahn vorgesehen, das Grundstück dafür soll von den
ÖBB übernommen werden. Vorgesehen sind auch hier ein 12-gruppiger
Kindergarten, eine 17-klassige Ganztagsvolksschule und wenn baulich
möglich eine 12-klassige Neue Mittelschule sowie Förder- und basale
Klassen nach dem "Campus plus"-Konzept. "Gerade der Westen Wiens, wo
auch viele junge Familien zu Hause sind, benötigt in den nächsten
Jahren neue Kindergarten- und Schulplätze", betont Christian
Oxonitsch.

Fünf weitere Standorte

Für weitere fünf Campus-Standorte werden derzeit noch in Frage
kommende Grundstücke geprüft: Geplant sind neue Bildungsbauten in den
Gebieten Eurogate in Wien-Landstraße, Inner-Favoriten,
Gasometer-Umfeld in Wien-Simmering, Jedlesee in Wien-Floridsdorf und
Atzgersdorf in Wien-Liesing. Alle diese Campus-Bauten sollen bis zum
Jahr 2023 realisiert werden.

Insgesamt sind für die weiteren neun Campus-Standorte
Investitionen von über 700 Mio Euro vorgesehen, die Projekte sollen
gemeinsam mit privaten Partnern realisiert werden. "Das ist viel
Geld, das wir für die Zukunft unserer Kinder in die Hand nehmen
müssen", so Bürgermeister Michael Häupl und Stadtrat Christian
Oxonitsch. "Deshalb wäre es uns wichtig, dass man werteschaffende
Investitionen, wie den Bau von Schulen und Kindergärten, aus
Maastricht und dem Stabilitätspakt herausnimmt!"

Neue Lernformen und "Bildungspartner"

"Wesentlich bei all diesen Projekten ist uns, dass sie neue
Lernformen ermöglichen", betont Oxonitsch. "Das Raumangebot muss
verschiedenste Arten des Lernens - in kleinen und größeren Gruppen -
sowie der Freizeitgestaltung ermöglichen." Fix eingeplant sind auch
dezentrale Teamräume für PädagogInnen- und Elterngespräche.

Neu ist auch die verstärkte Einbindung von "externen"
Bildungspartnern: So werden vor allem die Musikschulen der Stadt
Wien, Breitensportanbieter und Jugendzentren in den neuen Campus
integriert und stehen mit ihren Angeboten auch AnrainerInnen offen.
"Damit übernimmt der Bildungscampus auch eine verbindende Funktion
innerhalb eines neuen Stadtteiles", so Christian Oxonitsch.

Neue Bundesschulen

Doch auch der Bund errichtet derzeit neue Schulen in Wien:
Angrenzend an den Campus Aspern entstehen bis 2017 eine AHS und eine
Berufsbildende Höhere Schule. So bekommen die SchülerInnen die
Möglichkeit nach Abschluss der Unterstufe, die Oberstufe in der AHS
oder wahlweise in der BHS zu absolvieren. Weiters errichtet die BIG
in der Steinbruchstraße in Wien-Penzing auf einem ehemaligen
Kasernenareal im Auftrag des Bildungsministeriums eine AHS.

Infografik sowie Pressebilder demnächst unter
http://www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar.

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