• 25.08.2015, 10:20:09
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Neu im MQ: Live erleben, wie Ideen entstehen

Die Projektemacher*innen: Neu im MQ - Live erleben,
wie Ideen entstehen

Wien (OTS) - Normalerweise wird auf Bühnen nur das Endprodukt eines
kreativen Prozesses gezeigt. Im MuseumsQuartier Wien ist nun erstmals
der Anfang von Projekten live zu erleben - in der neuen
Veranstaltungsreihe "Die Projektemacher*innen" - Szenen des
Entwerfens". Eröffnet wird das neue Kulturformat am Samstag, 05.
September, 20.30h von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny sowie MQ
Direktor Christian Strasser.

In Kooperation zwischen dem MuseumsQuartier Wien, der Stadt Wien und
dem Verein "Science Communications Research" sind die BesucherInnen
erstmals an der Entstehung eines künstlerischen oder
wissenschaftlichen Projekts live vor Ort dabei. Die Arbeitsgespräche
finden bei freiem Eintritt im MQ Haupthof statt. Den Auftakt machen
am Samstag, den 5. September der designierte neue Intendant der
Wiener Festwochen Tomas Zierhofer-Kin und seine Dramaturgin Nadine
Jessen (Kampnagel Hamburg) sowie der Regisseur und Dramaturg Johannes
Maile (u. a. WUK, donaufestival).

Schulterblicke beim Prozess des Entwerfens

Im Regelfall werden "nur" die Resultate kreativer Prozesse gezeigt.
Die neue Veranstaltungsreihe "Die Projektemacher*innen" stellt dieses
Prinzip auf den Kopf - und das kreative Denken und Entwerfen in den
Mittelpunkt. An vier Abenden finden hier "Arbeitsgespräche" von
internationalen DenkerInnen, PlanerInnen, Kulturschaffenden und
WissenschafterInnen live auf einer Bühne im MQ Haupthof statt.
Interessierten wird damit die Möglichkeit geboten, bei der Planung
von künstlerischen und wissenschaftlichen Projekten von Beginn an
live vor Ort dabei zu sein, mit zu diskutieren und Fragen zu stellen.

Im Vordergrund steht der Prozess des Denkens und des
Gedankenaustauschs: Die jeweiligen ProtagonistInnen planen ein
gemeinsames Projekt und notieren erste Skizzen. Dabei treffen
Forschung und Kunst aufeinander und Ideen aus unterschiedlichen
Bereichen werden zu neuen künstlerischen oder kulturellen Strategien
weiterverarbeitet.

"Interessante Persönlichkeiten, die auf einer Bühne dialogische
Konzeptionsgespräche führen - das ermöglicht spannende Blicke hinter
den Forschungs- und Kreativprozess. Alle Talks werden zudem auf Video
und Audio aufgezeichnet, um sie einem internationalen, interessierten
Publikum auch im Internet zugänglich zu machen", so Kulturstadtrat
Andreas Mailath-Pokorny.

Direktor Christian Strasser vom MuseumsQuartier ergänzt: "Diese neue
Programmreihe im MQ zeigt Kunstprojekte aus einer völlig neuen
Perspektive: nicht die Performance oder das finale Event stehen im
Vordergrund, sondern der Entstehungsprozess. Damit bieten wir unseren
Gästen erstmals die seltene Möglichkeit, Projekte von der ersten Idee
bis zum Ergebnis zu begleiten".

Kuratiert werden die Diskussionen von Alexander Martos vom Verein
"Science Communications Research": "Forschung und Kunst beeinflussen
einander auf verschlungenen Pfaden. Die Veranstaltungsreihe ‚Die
Projektemacher*innen‘ möchte diese feinen Verbindungen freilegen. Das
Projektemachen war einst verpönt und mit Luftschlössern und
Hochstapelei verbunden. Heute ist es Realität in den Arbeitsweisen
von Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft und hat dem Werk den Rang
abgelaufen."

Visual Artists mit Live-Projektionen

An vier Abenden im September geben jeweils vier Gesprächspaare
Einblicke in ihre Arbeit und Arbeitsweisen. Die VertreterInnen kommen
aus so unterschiedlichen Feldern wie bildende und darstellende Kunst,
Mode, Musik, Film, Neue Medien oder Architektur im Austausch mit
einzelnen Feldern der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften
ebenso wie der Natur- und Technikwissenschaften. Alle Veranstaltungen
beginnen mit den Aufzeichnungen eines Vorgesprächs, das die
ProtagonistInnen im Vorfeld geführt haben. Begleitet werden die
Gespräche von Visual Artists, die das Gesprochene zeichnerisch
übersetzen, kommentieren und in Live-Projektionen sichtbar machen.

Den Auftakt machen am 5. September der designierte neue Intendant der
Wiener Festwochen Tomas Zierhofer-Kin, seine Dramaturgin Nadine
Jessen (Kampnagel Hamburg) sowie der Regisseur und Dramaturg Johannes
Maile (u. a. WUK, donaufestival) mit dem Projekt "Akademie des
Verlernens". Tag darauf, am 6. September, konzipieren Jérôme Segal
und Nathalie Borgers den Anti-Heimatfilm "Schwarzes Gold und Gelber
Stern", der sich mit jüdischer Identität abseits des Glaubens
beschäftigt. Begleitet werden die Gespräche an beiden Tagen von
Visual Artist Nikolaus Gansterer.
Zwei Wochen später werden Philipp Ekardt & Barbara Vinken zu "Denken
am Rande des Laufstegs" (19.09.) sowie Ralph und Stefan Heidenreich
zu "Welt ohne Geld" (20.09.) diskutieren. Visual Artist an beiden
Tagen ist Andreas Töpfer.

Die Projektemacher*innen - Szenen des Entwerfens

Projekt 1: Neue Wiener Festwochen
"Akademie des Verlernens"
Projektemacher*innen: Nadine Jessen, Johannes Maile und Tomas
Zierhofer-Kin
Herr Projektor: Nikolaus Gansterer
Sa 05.09., Beginn: 20.30h
MQ Haupthof

Projekt 2: Ein Anti-Heimatfilm
"Schwarzes Gold und Gelber Stern"
Projektemacher*innen: Jérôme Segal und Nathalie Borgers
Herr Projektor: Nikolaus Gansterer
So 06.09., 20.30h
MQ Haupthof

Projekt 3: Die kommende Mode anschauen
"Denken am Rande des Laufstegs"
Projektemacher*innen: Philipp Ekardt & Barbara Vinken
Herr Projektor: Andreas Töpfer
Sa 19.09., 20.30h
MQ Haupthof

Projekt 4: Postmonetäre Ökonomie
"Welt ohne Geld"
Projektemacher*innen: Ralph und Stefan Heidenreich
Herr Projektor: Andreas Töpfer
So 20.09., 20.30h
MQ Haupthof

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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