Protest rund um Zugang zu Traiskirchenbesuch / Offener Brief der PULS 4 News Redaktion

Wien (OTS) - Sehr geehrter Herr Bundespräsident, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr geehrter Herr Vizekanzler, sehr geehrte Innenministerin,

dass die Spitze der österreichischen Politik sich selbst ein Bild der katastrophalen Zustände in der Erstaufnahmestelle Traiskirchen macht war höchste Zeit. Dass Privatmedien von diesem Besuch ausgeschlossen wurden halten wir aber für inakzeptabel. Es ist für uns als Journalisten nicht hinnehmbar, dass die politische Führung der Bundesrepublik einen Besuch bei DEM Brennpunkt heimischer Politik macht - und nicht staatliche Medien ausschließt, also nur den ORF als privilegierten Partner bedient und darüberhinaus nur einen APA-Fotografen zulässt. Darüberhinaus dürfte sich auf Regierungsebene offenbar niemand Gedanken über ein weiteres Presse- und Medienmanagement rund um den Besuch gemacht haben. Das wirkt in Zeiten, in denen eine duale Medien- und TV-Landschaft selbverständlich sein sollte und Privat-Medien an Innovationskraft und Engagement das Land in großen Teilen mitgestalten hochgradig konzeptlos und fragwürdig.

PULS 4 berichtet bereits seit Monaten kritisch über die unmenschlichen Zustände in Traiskirchen. Scheinbar ist kritische Berichterstattung jedoch von ihrer Seite nicht gewünscht. Uns wird ebenfalls der Zutritt in die Erstaufnahmestelle seit Monaten nicht gestattet. Im Sinne der Pressefreiheit fordern wir uns in unserer Berichterstattung nicht zu behindern und künftig zu derart wichtigen Terminen eingeladen zu werden.

Die PULS 4 NEWS Redaktion.

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