- 13.08.2015, 13:31:09
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AUVA: Schulweg üben, Wegunfälle vermeiden

Wien (OTS) - Mit dem bevorstehenden Schulstart stehen viele
Kinder vor der Herausforderung, sich erstmals ohne Begleitung im
Straßenverkehr sicher bewegen zu müssen. Die AUVA empfiehlt daher,
schon jetzt mit dem Schulwegtraining zu beginnen.
Auch in diesem Jahr beginnen tausende Kinder im September mit der
Schule. Kurz vor dem Schulstart stellt sich für viele Eltern daher
die Frage: Wie kommt mein Kind am sichersten in die Schule? Die AUVA
empfiehlt, den Schulweg - wenn möglich - zu Fuß oder mit öffentlichen
Verkehrsmitteln zu bestreiten. Vor allem die Eltern müssen mit ihren
Kindern die selbständige Bewältigung des Schulweges trainieren und
erarbeiten. Um die Kinder langsam auf den kommenden Schulstart
vorzubereiten, empfiehlt die AUVA bereits jetzt mit dem
Schulwegtraining zu beginnen. "Die Kinder mit dem Auto in die Schule
zu bringen, ist bei weitem nicht die sicherste Variante", so Mag.
Joachim Rauch, AUVA-Präventionsexperte. "Die Kinder haben so nicht
die Möglichkeit, das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu erlernen
und notwendige Verkehrskompetenzen zu erwerben. Außerdem produzieren
Eltern ein erhöhtes Verkehrsaufkommen vor der Schule und steigern das
Gefahrenpotenzial für alle Kinder."
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen
Wichtig ist, die Wahrnehmung von Kindern nicht zu überschätzen: Das
kindliche Gehirn kann periphere Sinneseindrücke noch nicht zu Gänze
verarbeiten bzw. sind Kinder nicht in der Lage mehrere Informationen
gleichzeitig zu verarbeiten, etwa mit einem Freund sprechen und auf
ein herannahendes Fahrzeug achten. Außerdem können Kinder allein
durch ihre Größe den Verkehr nicht überblicken. Je besser die Kinder
ihren Schulweg kennen, desto geringer ist das Risiko Opfer eines
Schulwegunfalls zu werden. Denn jeder Wegunfall einer Schülerin oder
eines Schülers ist einer zu viel!
Gemeinsam den Schulweg üben
Eltern und Kinder sollten gemeinsam die sicherste Route für den
zukünftigen Schulweg festlegen und abgehen. Dabei sollte
berücksichtigt werden, dass je nach Verkehrskomplexität das Training
unterschiedlich häufig wiederholt werden muss. Muss eine Straße
überquert werden, so sollten vor allem Querungen mit Ampelregelung
bzw. Absicherung durch einen Schülerlotsen gewählt werden. Je mehr
Wiederholungen, desto sicherer wird sich das Kind im Straßenverkehr
bewegen, daher: üben, üben, üben … Und: das Üben des Schulweges ist
nicht nur mit Erstklasslern notwendig.
Vertauschte Rollen
Um den Übungsfortschritt des Kindes abzuprüfen, können auch die
Rollen getauscht werden: So kann es zum Beispiel Aufgabe des Kindes
sein, die eigene Mutter zur Schule zu führen. Eltern erkennen dabei,
an welchen Punkten Kinder noch unsicher sind. Auf diese kann in Folge
konkret eingegangen werden.
AUVA-Tipps für den Schulweg
• Rechtzeitig vor Schulbeginn die sicherste Route festlegen (Sicherheit vor Kürze!) und häufig an verschiedenen Tagen üben. • Das Training auch in den ersten Schulwochen fortsetzen, auch mit Zweit- und Drittklasslern üben! • Gefahren aufzeigen und richtige Verhaltensweisen erklären. • Kinder sollten lernen, vor der Überquerung einer Straße zuerst nach links, dann nach rechts und dann abermals nach links zu blicken, um sich einen Überblick über die Verkehrssituation zu verschaffen. • Benutzen Kinder auf ihrem Schulweg öffentliche Verkehrsmittel, ist es wichtig, den Umgang mit diesen zu üben. Kinder sollten nicht drängeln und immer genug Sicherheitsabstand zur Straße oder zum Gleiskörperhalten. • Alle erwachsenen Personen werden von Kindern kopiert - daher seien Sie immer Vorbild! • Schulwegpläne unterstützen Eltern beim Erarbeiten und Trainieren des sicheren Schulweges . Weitere Informationen dazu unter : www.auva.at/schulwegplan
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