Start des „Universum History“-Zweiteilers „Rebellion gegen Rom“

Teil 1: „Der Aufstieg des Arminius“ am 14. August in ORF 2

Wien (OTS) - Seit dem Jahr 1875 ragt im Teutoburger Wald im niedersächsischen Bergland das Denkmal eines fast vergessenen Heerführers der deutschen Geschichte in den Himmel - Arminius nannten ihn die Römer, als "Hermann, der Cherusker" wurde er zum deutschen Helden. Auf einem überlebensgroßen Monument richtet er sein Schwert gegen Frankreich, den Erbfeind der Deutschen im 19. Jahrhundert. Doch - wie der erste Teil von "Rebellion gegen Rom" zeigt - kämpfte Arminius gegen Rom, die größte Militärmacht der Antike.

Der erste Teil des "Universum History"-Zweiteilers "Rebellion gegen Rom" von Christian Twente (Bearbeitung: Andrea Lehner) zeigt am Freitag, dem 14. August 2015, um 22.40 Uhr in ORF 2 den Aufstieg des jungen Cheruskers Arminius zu einem angesehenen Bürger Roms und seine Rückkehr in die Heimat an der Seite des römischen Statthalters, wie er nach wissenschaftlichen Erkenntnissen verlaufen ist. Der zweite und letzte Teil zeichnet am Freitag, dem 21. August, um 22.40 Uhr in ORF 2 jene Schlacht nach, die die stärkste Armee der damaligen Welt in die Knie gezwungen und die Geschichte Europas bis in die Neuzeit geprägt hat.

Es war im Herbst des Jahres 9 nach Christus, als die Römer auf ihren Eroberungsfeldzügen in Nordeuropa eine herbe Niederlage einstecken mussten. "Germani" nannte Julius Cäsar die Stämme, die in den unwegsamen Regionen östlich des Rheins lebten. Von einem einheitlichen Volk der Germani konnte allerdings keine Rede sein. Vielmehr waren die Dutzenden Stämme untereinander zerstritten. Sie sollten unter dem römischen Kaiser Augustus (31 vor Chr. bis 14 nach Chr.) unterworfen werden. Einige der Stämme wehrten sich dagegen, andere schlossen ein Bündnis mit Rom - darunter auch die Cherusker. Um den Frieden mit Rom zu wahren, musste jeder cheruskische Clanführer Abkommen erfüllen. So wurden die Söhne hochrangiger Stammesmitglieder als Geiseln nach Rom gebracht. Sie sollten als Römer aufwachsen, um als Repräsentanten des Römischen Imperiums eines Tages wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Einer von ihnen war Arminius. Im Alter von etwa zehn Jahren musste er seine Familie verlassen.

Arminius erwies sich als fähiger Schüler. In der römischen Armee wandelte er sich zu einem waschechten Römer - seinem Dienstgeber so loyal ergeben, dass er von Kaiser Augustus schon bald in den Ritterstand erhoben wurde. Er galt als mutig und diszipliniert und kehrte an der Seite von Varus, dem neuen Statthalter von Germanien, in seine Heimat zurück. Doch dort haben 20 Jahre römischer Herrschaft nicht viel verändert, dürfte Arminius bei der Rückkehr in sein Dorf festgestellt haben. In den Regionen fernab der römischen Siedlungen war der fortschrittliche Lebensstil der Römer mit Wasserleitungen, beheizten Fußböden und ausgebauten Verkehrswegen noch nicht angekommen. Varus, der neue Statthalter, exekutierte römisches Recht an den freiheitsliebenden Germanen und widersetzte sich damit zutiefst ihrem Rechtsempfinden. Als Heimkehrer traf Arminius seine ehemals stolzen Landsleute machtlos und demoralisiert. Sind damit seine patriotischen Gefühle erwacht? Bis heute sind sich Historiker/innen nicht einig, was tatsächlich zu Arminius’ Sinneswandel führte. Fest steht, dass sich Arminius gegen Rom - und gleichzeitig - für seine Heimat entschied.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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