• 12.08.2015, 11:30:01
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Schienen-Control Jahresbericht: Wettbewerb nimmt zu

Positive Bilanz über den österreichischen Schienenverkehrsmarkt 2014,5 Neue Eisenbahnunternehmen nahmen den Betrieb auf,Güter- und Personenverkehr entwickeln sich sehr positiv

Utl.: Positive Bilanz über den österreichischen
Schienenverkehrsmarkt 2014,5 Neue Eisenbahnunternehmen nahmen
den Betrieb auf,Güter- und Personenverkehr entwickeln sich
sehr positiv =

Wien (OTS) - Die Bilanz für den österreichischen
Schienenverkehrsmarkt fällt auch für das Jahr 2014 sehr positiv aus.
Neben Rekordzahlen im Personen- und Güterverkehr ist auch der
Wettbewerb auf der Schiene im vergangenen Jahr gewachsen. Fünf neue
Eisenbahnunternehmen haben 2014 im österreichischen Schienennetz den
Betrieb aufgenommen. Damit sind insgesamt 52 Eisenbahnunternehmen in
Österreich aktiv, wie der Jahresbericht der
Eisenbahn-Regulierungsbehörde Schienen-Control ausweist. Neben den 43
österreichischen Eisenbahnunternehmen sind 9 weitere Unternehmen aus
dem EU-Raum registriert. "Mit unseren Investitionen haben wir der
Schiene einen Attraktivitätsschub gegeben. Die Fahrgastzahlen haben
schon in den letzten Jahren gezeigt, dass unser Angebot immer besser
angenommen wird. Jetzt zeigen auch der Zuwachs im Güterverkehr und
der steigende Wettbewerb, dass wir die Schiene zur echten Alternative
gemacht haben", freut sich Infrastrukturminister Alois Stöger über
den positiven Jahresbericht 2014. ****

Österreichs Schienenverkehrsmarkt folgt mit dieser Entwicklung dem
europäischen Trend, wie Schienen-Control Geschäftsführerin
Maria-Theresia Röhsler berichtet: "Der grenzüberschreitende
Bahnverkehr in Europa wird immer attraktiver." Inklusive Tochter- und
Schwestergesellschaften kooperieren bereits 61 ausländische
Eisenbahnverkehrsunternehmen mit österreichischen Unternehmen. "Der
europäische Wettbewerb wächst, das hat die Analyse der
Kooperationspartner im Güterverkehr deutlich gezeigt", erklärt
Röhsler.

Verkehrsleistung im Schienengüterverkehr wächst um 6 Prozent

Die Güterverkehrsleistung hat im Vorjahr mit 22,5 Milliarden
Nettotonnenkilometer und einem Zuwachs von rund sechs Prozent
gegenüber dem Jahr 2013 einen neuen Rekordwert erreicht. Insgesamt
wurden 113 Millionen Tonnen Güter transportiert, wobei auch das
Transportvolumen der Wettbewerbsbahnen, mit einem Zuwachs von acht
Prozent, deutlich gestiegen ist. Neben der Rail Cargo Austria (RCA)
konnten auch fast alle anderen Schienengüterverkehrsunternehmen eine
Steigerung verzeichnen. "Ich will, dass unsere Schienen-Infrastruktur
voll ausgelastet wird. Die Bahn ist das umweltschonendste
Transportmittel das wir haben. Da ist jeder zusätzliche Kilometer der
im Güterverkehr auf der Schiene zurückgelegt wird, sehr willkommen",
betont Stöger.

Größte Wettbewerbsbahn ist weiterhin die Lokomotion mit fünf Prozent
(2013: vier Prozent), gefolgt von der CargoServ mit knappen 3,5
Prozent, die 2014 auch den Güterverkehr der Logserv übernommen hat.
Dahinter folgen die LTE Logistik- und Transport (LTE), die TX
Logistik Austria (TXL) und die Wiener Lokalbahnen Cargo (WLC).

Starker Wettbewerb auf den großen Achsen

Auf der Donauachse liegt der Anteil der Wettbewerbsbahnen mit einem
Plus von 3,6 Prozentpunkten bei 29 Prozent. Auf der Brennerachse -
mit einem Zuwachs von 1,8 Prozentpunkten - bei einem Anteil von 41
Prozent. Hier wie auch im gesamten österreichischen Güterverkehr
konnten die Wettbewerbsbahnen ihren Anteil allerdings fast
ausschließlich durch Ganzzugverbindungen ausbauen. Bei Ganzzügen,
also Güterzügen, die vom Start- zum Zielbahnhof als unveränderte
Einheit verkehren, bedienen die Wettbewerbsbahnen bereits ein Drittel
des Marktes in Österreich. Anders bei der Bedienung der Fläche im
Einzelwagenverkehr, dieser erfolgt zu rund 99 Prozent durch den
Marktführer.

Neue Fahrgastrekorde im Personenverkehr

Im Personenverkehr gab es 2014 erneut Zuwächse. Die Zahl der
Reisenden stieg im Jahr 2014 um 1,4 Prozent auf 278 Millionen
Fahrgäste. Die Personenkilometer wuchsen gegenüber dem Vorjahr um 1,6
Prozent auf 12,1 Milliarden an. "Das ist eine positive Entwicklung
für das System Schiene und den Wirtschaftsstandort Österreich. Denn
eine erfolgreiche Bahn ist das Rückgrat für einen umweltfreundlichen
Verkehr der Zukunft", so Röhsler.

Private Eisenbahnverkehrsunternehmen konnten auch im Bereich des
Personenverkehrs Zuwächse erzielen. Ihr Anteil an den Reisenden
erhöhte sich 2014 um 0,9 Prozent, auf insgesamt 15,4 Prozent. Der
Anteil an den Personenkilometern stieg um 1,1 Prozentpunkte an - von
10,7 auf 11,8 Prozent.

Schienen-Control setzt Impulse am Bahnstrommarkt

Auf Anregung der Schienen-Control wurden die Rahmenbedingungen für
den Bahnstrommarkt überarbeitet. Der Strom für die Triebfahrzeuge
wird weiterhin durch das Netz der ÖBB geleitet - bei der Wahl des
Energielieferanten sind die Eisenbahnverkehrsunternehmen aber ab dem
1. Jänner 2016 nicht mehr an das Angebot der ÖBB-Infrastruktur AG
gebunden. Die Bedingungen und die Preise für die Durchleitung von
Bahnstrom von externen Energielieferanten werden von der
Schienen-Control geprüft. "Damit fördern wir den Wettbewerb auch am
Bahnstrommarkt. Von der bevorstehenden Marktöffnung erwarten wir uns
sinkende Bahnstrompreise, was wiederum die Wettbewerbsfähigkeit des
Systems Schiene gegenüber den anderen Verkehrsträgern stärken soll",
so Röhsler.

Über die Schienen-Control:

Die Schienen-Control GmbH ist die Regulierungsbehörde des Bundes für
den Schienenverkehrsmarkt. Zudem ist die Agentur für Passagier und
Fahrgastrechte - kurz "apf" genannt als unabhängige
verkehrsträgerübergreifende Schlichtungsstelle bei der
Schienen-Control GmbH angesiedelt.

Als Regulierungsbehörde kontrolliert die Schienen-Control den
Wettbewerb und den freien Zugang zur Schiene zu angemessenen Preisen.
Damit ermöglicht und unterstützt die Schienen-Control einen fairen
Wettbewerb für eine bessere und erfolgreichere Bahn.

Als unabhängige Schlichtungsstelle verhilft die apf Passagieren und
Fahrgästen von Bahn, Bus, Schiff und Flugzeug kostenlos zu ihrem
Recht. So sorgt die neue Servicestelle des Verkehrsministeriums für
mehr Information und Rechtssicherheit im Öffentlichen Verkehr.

Link zum Jahresbericht:
http://www.schienencontrol.gv.at/de/presse1.html

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