- 12.08.2015, 10:56:15
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Oberhauser: Frühe Hilfen sichern guten Start ins Leben
Das vom Bundesministerium für Gesundheit initiierte Projekt „Frühe Hilfen“ unterstützt Schwangere und junge Familien in belastenden Situationen
Utl.: Das vom Bundesministerium für Gesundheit initiierte Projekt
„Frühe Hilfen“ unterstützt Schwangere und junge Familien in
belastenden Situationen =
Wien (OTS) - Frühe Hilfen sollen gesundheitliche Probleme von
Familien und Kindern frühzeitig erkennen und rechtzeitig
gegensteuern. "Nach intensiven Vorarbeiten ist es 2015 gelungen, dass
alle Bundesländer bei der Umsetzung der Frühe Hilfen an Bord sind",
freut sich Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser. "Nun müssen wir
diesen Weg zügig voranschreiten, denn je früher Familien mit
Belastungen unterstützt werden, umso größer ist die Chance, dass ihre
Kinder gesund aufwachsen," so Oberhauser weiter.
Präventionsmaßnahmen in der frühen Kindheit sind besonders effizient.
Sie wirken sich langfristig positiv auf die Gesundheit aus und sind
ein wirksamer Beitrag zur gesundheitlichen Chancengerechtigkeit, zur
Armutsbekämpfung und zur Senkung späterer gesundheitlicher Risiken.
Auch der ökonomische Nutzen ist nachweislich bei Maßnahmen in der
frühen Kindheit am größten. Das trifft insbesondere auf Kinder aus
sozial benachteiligten Familien zu.
Frühe-Hilfen-Netzwerke
Im Mittelpunkt der Frühen Hilfen stehen die Frühe-Hilfen-Netzwerke.
Sie stellen als regionales, multiprofessionelles Unterstützungssystem
die Angebote für die Familien zur Verfügung. Kern der Unterstützung
ist die Familienbegleitung über einen längeren Zeitraum, die eine
Beziehungs- und Vertrauensbasis mit den Familien herstellt und die
adäquaten Angebote vermittelt. Die Frühe-Hilfe-Netzwerke gehen aktiv
auf belastete Familien - idealerweise bereits während der
Schwangerschaft - zu und stellen so sicher, dass die Angebote
frühzeitig jene erreichen, für die sie gedacht sind.
Am Beginn steht der persönliche Erstkontakt durch die
Familienbegleiter/innen in Form eines Hausbesuchs. Nach der Abklärung
der familiären und persönlichen Situation der Schwangeren bzw. Eltern
und Kinder erfolgt eine gemeinsame Abstimmung der benötigten
Unterstützungs-leistungen. Die Begleitung erfolgt so lange, bis die
Familie in der Lage ist, ohne Familienbegleitung die Kinder gut zu
versorgen, zu unterstützen und zu fördern.
Ausbau der Frühen Hilfen
Im Rahmen der Umsetzung der Rahmen-Gesundheitsziele und der Kinder-
und Jugendgesund-heitsstrategie treibt das Gesundheitsministerium die
Etablierung und den Ausbau von Frühen Hilfen in Österreich zügig
voran. So wurde bereits im Auftrag des BMG ein einheitliches
Grundmodell von Frühen Hilfen und ein Leitfaden zur Unterstützung
beim Aufbau von regionalen Frühe-Hilfen-Netzwerken durch ExpertInnen
der Gesundheit Österreich erarbeitet.
In weiterer Folge ist es gelungen, in allen Bundesländern regionale
Frühe-Hilfen-Netzwerke im Einklang mit dem Grundmodell auf- und
auszubauen. Bis Mitte 2017 soll - neben Voralrberg - auch in den
Bundesländern Burgenland und Salzburg ein flächendeckendes Angebot
entstehen. In den übrigen Bundesländern werden jeweils ein bis drei
regionale Netzwerke aufgebaut. Insgesamt sollen ab Mitte 2016 in rund
45 Prozent aller österreichischen Bezirke Frühe-Hilfen-Netzwerke zur
Verfügung stehen.
Nationales Zentrum Frühe Hilfen
Zur Umsetzung der Maßnahmen hat das Gesundheitsministerium an der
Gesundheit Österreich ein Nationales Zentrum Frühe Hilfen
eingerichtet. Zu seinen Aufgaben gehören die bundesweite Vernetzung
aller Partner/innen, die Sicherstellung hoher Qualität in der
Umsetzung sowie der Wissenstransfer. Weiters führt es Schulungen und
eine überregionale Evaluation durch und sorgt für ein einheitliches
Dokumentationssystem. "Indem das Gesundheitsministerium zentrale
Aufgaben wie Schulungen, Dokumentation und Evaluation übernimmt,
bleibt in den einzelnen Netzwerken mehr Geld für die Arbeit mit den
Familien", betont Ministerin Oberhauser. "Damit sorgen wir für einen
effizienten Mitteleinsatz und eine einheitliche und
qualitätsgesicherte Umsetzung in ganz Österreich," hält Oberhauser
abschließend fest.
Aus den Vorsorgemitteln der Bundesgesundheitsagentur werden bis
Frühjahr 2017 rund 5 Mio. Euro für den Ausbau der Frühen Hilfen
aufgewendet.
Umfassende Informationen sind auf der Website www.fruehehilfen.at zu
finden.
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