KURIER: Mohamed Mahmoud schrieb Entschuldigungsmail

"Bitte sei mir nicht böse", schrieb der Austro-Dschihadist kurz vor Veröffentlichung des Tötungsvideos an seinen Vater.

Wien (OTS/Kurier) - Zumindest seinem Vater gegenüber scheint der Austro-Dschihadist Mohamed Mahmoud (30) so etwas wie Reue für die Tötung zweier Geisel im Namen des Islamischen Staates zu empfinden. Vor rund vier Wochen, zur Zeit des Fastenmonats Ramadan, verfasste er laut dem am Sonntag erscheinenden KURIER ein eMail an seinen Vater. "Bitte sei mir nicht böse und verzeihe mir", schrieb ihm Mohamed nur ganz kurz. Offenbar ist das Schreiben kurz vor dem (mutmaßlichen) Mord verfasst worden.

Sein Vater Sami Mahmoud vertraute dies dem KURIER an, dem er als einziges Medium überhaupt ein Interview gab, wie er betonte. In dem eineinhalbstündigen Gespräch schildert er ausführlich, wie sich sein Sohn "in mehreren Stufen" radikalisierte. Er habe Osama bin Laden verehrt und darüber hatten Vater und Sohn auch oft diskutiert. "Bin Laden hat ihn sehr fasziniert, vor allem dass er reich war, aber trotzdem wie ein armer Mensch lebte", schildert sein Vater.

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