- 06.08.2015, 12:12:19
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VP Malle/VP Schabus: Gesundheit ist höchstes Gut!
RSG 2020 ist erster Schritt in die richtige Richtung. Gesundheitswesen Kärntens Thema im heutigen Kärntner Landtag
Utl.: RSG 2020 ist erster Schritt in die richtige Richtung.
Gesundheitswesen Kärntens Thema im heutigen Kärntner Landtag =
Klagenfurt (OTS) - "Gesundheit ist unbezahlbar, aber wir müssen ein
bezahlbares Gesundheitssystem erhalten", fasst heute VP-CO-Stv. Mag.
Markus Malle den Debattenbeitrag der Kärntner Volkspartei im Rahmen
der Aktuellen Stunde zusammen. Der Regionale Strukturplan Gesundheit
Kärnten (RSG) bestätigt die überproportionale Bürokratie bei
unterdurchschnittlicher Effizienz in Kärntens Spitälern. "Kärntens
Gesundheitswesen ist nicht nur eines der besten, sondern im
internationalen Vergleich auch eines der teuersten. Mit 6,2 Betten
pro 1000 Einwohner liegt Kärnten mit 13% jedoch über dem Durchschnitt
zu allen anderen Bundesländern. Mehr Betten garantieren aber keine
bessere Leistung", so Malle. Die umfassenden Evaluierungen und die
Leistungsbeschreibungen der Landesspitäler bestätigten den
überdimensionalen Personalaufwand und die Spitalslastigkeit des
Kärntner Gesundheitswesens, die dem Land jährlich 249 Millionen Euro
an Abgangsdeckungen zusätzlich kosten. "Laut dem Rechnungsabschluss
verzeichnet die Kabeg bereits 1,3 Milliarden Euro Schulden, zu denen
jährlich 242 Millionen Euro hinzukommen. Der RSG schlägt daher vor,
266 Betten (8%) in den elf Landesspitälern zu reduzieren, drei
Abteilungen zu schließen und gleichzeitig die Verlagerung auf
Ambulanzen und Tageskliniken zu forcieren. Dringend abgebaut werden
müsse aber die überproportionale Bürokratie, denn unter den 3488
Mitarbeitern in der Kabeg befinden sich lediglich 868 Ärzte. 1866
Personen sind ausschließlich in der Verwaltung tätig. "30% der
Angestellten sind also reines Verwaltungspersonal und nicht im
medizinisch-pflegenden Bereich tätig. Verglichen mit den privaten und
geistlichen Krankenhäusern ist dieser Anteil um 40% höher. Hier
werden Gelder aufgewendet die nie direkt am Patienten ankommen," so
VP LAbg. Karin Schabus und fordert ein auf den Patienten abgestimmtes
Versorgungssystem. "Nicht jedes Krankenhaus muss alles anbieten", so
Schabus. Neben einer volkswirtschaftlichen Betrachtung muss jeder
Standort außerdem einem betriebswirtschaftlichen Vergleich
standhalten.
Die Standortfrage ist letzten Endes auch von
regional-wirtschaftlichen Gedanken begleitet. "Bei den exorbitanten
Kosten, müssen wir heute reformbereit und verantwortungsvoll handeln.
Die Menschen müssen auch zukünftig zeit - und raumnah die beste
Versorgung erhalten, wenn sie es brauchen, denn Gesundheit ist das
höchste Gut", so Schabus.
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