Nachbaur im ÖSTERREICH-Interview: "Es ist kein Geld geflossen."

Stronachs Ex-Vertraute über ihren Wechsel in den ÖVP-Klub: "Werde nicht ÖVP-Parteimitglied."

Wien (OTS) - Im Interview für die Sonntagsausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH begründet Frank Stronachs ehemalige Vertraute und Parteichefin, Kathrin Nachbaur, ihren Wechsel in den ÖVP-Klub. Nachbaur: "Ich glaube, dass man in Österreich in einer Regierungspartei mehr bewegen kann als in der Opposition. Ganz ehrlich: Ich habe in den letzten Monaten gelernt, dass Opposition frustrierend ist, weil in unserem System alles, was von der Opposiiton kommt, prinzipiell abgeschmettert wird."

Das Argument, sie hätte sich bisher eher als Kritikerin der ÖVP hervorgetan, lässt sie nicht gelten: "Ich habe sowohl die Steuerreform als auch die Griechenhilfe scharf kritisiert und ich werde mich auch in beiden Punkten nicht verbiegen lassen." Sie werde auch weiterhin "niemals für die finanziellen Hilfen für Griechenland stimmen, weil ich das für völlig falsch halte." Und: "Ich werde auch nicht ÖVP-Parteimitglied."

An ihrem zuletzt nicht immer harmonischen Verhältnis zu Stronach sei es nicht gelegen, dass sie den Schritt gesetzt hat. Nachbaur:
"Mit Frank wär's schon gegangen, aber die Umstände haben sich zunehmend schwieriger gestaltet. Mehr will ich dazu nicht sagen."

Auf die Grage, ob für den Wechsel Geld geflossen sei oder ihr ein politisches Amt versprochen wurde, reagiert Nachbaur im Interview emotional: "Wo denken sie hin. Nichts. Kein Versprechen. Kein Geld ... Da ist nix geflossen ... Das war meine freie Entscheidung. Sonst nichts."

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