• 31.07.2015, 13:11:06
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Asyl: Kirche begrüßt Maßnahmen der Regierung

Caritas und "Katholische Aktion" sehen in Maßnahmen "wichtige Signale" und "Schritte in die richtige Richtung"

Utl.: Caritas und "Katholische Aktion" sehen in Maßnahmen "wichtige
Signale" und "Schritte in die richtige Richtung" =

Wien (KAP) - Die Caritas und die "Katholische Aktion Österreich"
(KAÖ) begrüßen die am Ffreitag von der Regierung bekannt gegebenen
Reformpläne für die Flüchtlingspolitik. Die Wertanpassung der
Tagsätze bei der Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge
und eine geplante Verfassungsbestimmung, die es dem Bund ermöglicht,
künftig einfacher zusätzliche Quartiere in den Ländern zu schaffen,
sind für Caritas-Präsident Michael Landau "wichtige Signale" und für
KAÖ-Präsidentin Gerda Schaffelhofer "Schritte in die richtige
Richtung".

Geht es nach den kirchlichen Organisationen, soll die dafür
notwendige Sondersitzung des Nationalrates besser heute als morgen
einberufen werden. Denn, beide Maßnahmen könnten zu einer wichtigen
und längst überfälligen Entlastung des Erstaufnahmezentrums
Traiskirchen führen. Dass in einer Bundesbetreuungseinrichtung
derzeit hunderte Mütter und ihre Kinder zur Obdachlosigkeit
verurteilt sind, "ist ein absolut untragbarer Zustand", so Landau.

Schaffelhofer appelliert an die Regierung, bereits vor
Gesetzesbeschluss mögliche neue Unterkünfte in den Bundesländern zu
planen, damit "dann ab dem ersten Tag nach Inkfrafttreten der
Verfassungsänderung die Bundesunterkünfte auch genutzt werden
können". Längst überfällig sei auch die Festlegung einer
Unterbringungsquote von ein bis zwei Prozent der Einwohner pro
Gemeinde. "Nun sind die Landeshauptleute und Bürgermeister am Zug und
müssen zeigen, wie ernst sie es mit der innerösterreichischen
Solidarität und gerechten Lastenverteilung tatsächlich meinen", so
die KAÖ-Präsidentin.

Zur angekündigten "Taskforce" Asyl sagte Schaffelhofer, "wenn dieser
- wie angekündigt - vor allem Regierungsmitglieder angehören sollen,
stellt man sich die Frage, was dieses Gremium besser schaffen soll
als die Regierung selbst. Wir werden sehen, ob es tatsächlich eine
'Taskforce' wird oder lediglich eine, 'Taskfarce'."

Landau dankt für gute Zusammenarbeit mit Bürgermeistern

Caritas-Präsident Landau bedankte sich in der Aussendung für die gute
Zusammenarbeit mit vielen Bürgermeistern. Die vergangenen Monate
hätten gezeigt, dass zahlreiche Bürgermeister unterstützt von der
Bevölkerung in ganz Österreich Verantwortung für schutzsuchende
Menschen übernehmen wollen und dabei von Hilfsorganisationen wie der
Caritas unterstützt werden.

Landau appellierte an die Bundesregierung, möglichst viele
Bürgermeister dabei zu helfen, ihrer "humanitären Verantwortung"
gerecht zu werden. "Eine langfristige Lösung im Sinne der
Menschlichkeit kann es ohne die Bereitschaft der Gemeinden nicht
geben." Unabdingbar sei ein "breiter Schulterschluss" von Bund,
Ländern und Gemeinden. "Denn neben einer notwendigen europäischen
Lösung wird es in den kommenden Monaten und Jahren vor allem auch
darum gehen, geflüchteten Menschen ein Ankommen in Österreich zu
ermöglichen." Es gehe um Integrationsmaßnahmen vom ersten Tag an.

Die Caritas betreut heute mehr als 4.400 Asylwerber im Rahmen der
Grundversorgung - knapp die Hälfte davon in Klöstern und pfarrlichen
Einrichtungen. Zusätzlich werden 10.500 Menschen mobil betreut. In
den letzten Monaten konnte die Organisation 1.700 zusätzliche Plätze
für schutzsuchende Menschen schaffen. In der mobilen Betreuung werden
heute, verglichen mit Juli 2014, doppelt so viele Menschen versorgt.
Landau: "Wir stehen weiter bereit, um zusätzliche Quartiere zu
schaffen."

((ende)) JMO/PWU
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