- 31.07.2015, 11:37:28
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Kirchen-Appell an Politik: Flüchtlinge besser unterbringen
Präsidentin der Katholischen Aktion fordert Bund, Ländern und Gemeinden Schaffung von Notquartieren - Schaffelhofer: "Hauptverantwortung für Zustände in Traiskirchen trägt die Politik"
Utl.: Präsidentin der Katholischen Aktion fordert Bund, Ländern und
Gemeinden Schaffung von Notquartieren - Schaffelhofer:
"Hauptverantwortung für Zustände in Traiskirchen trägt die
Politik" =
Wien (KAP) - "Gebt den Flüchtlingen endlich ein festes Dach über dem
Kopf!" Mit diesem Appell hat sich die Präsidentin der Katholischen
Aktion Österreich (KAÖ), Gerda Schaffelhofer, am Freitag an die
österreichische Politik gewandt. "Welche Zustände im
Erstaufnahmezentrum Traiskirchen, das nun zu Recht von Amnesty
International geprüft wird, müssen denn noch eintreten, damit sich
die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Gemeinden endlich
zum Handeln entschließen?", fragte die KAÖ-Präsidentin.
Für Schaffelhofer ist klar: "Die Hauptverantwortung dafür, dass im
Wohlstandsland Österreich im Jahr 2015 mehr als 2.000 Asylwerber -
darunter unbegleitete Flüchtlingskinder, Familien mit Kleinkindern
und selbst Mütter mit Neugeborenen - im Freien übernachten müssen,
trägt die Politik." Die Kirchen, die Hilfsorganisationen und viele
engagierte Privatpersonen hätten in den vergangenen Wochen und
Monaten sehr viel unternommen, um Flüchtlinge unterzubringen und zu
betreuen. "Natürlich ist etwa auch bei uns in der Kirche hier noch
Luft nach oben. Aber hätte sich die Politik auf allen Ebenen auch nur
halb so engagiert für die Asylwerber eingesetzt wie die
Nichtregierungsorganisationen und Privatpersonen, hätten wir kein
Unterbringungs- und Versorgungsproblem", betonte Schaffelhofer. "Wenn
in zwei Dritteln der Gemeinden kein einziger Asylwerber untergebracht
ist, hat die Politik über weite Strecken versagt."
Sie forderte die politisch Verantwortlichen auf, endlich die
Kriterien dafür, was eine geeignete Flüchtlingsunterkunft ist, so zu
definieren und anzuwenden, dass zumindest vorübergehend Notquartiere
geschaffen werden können. Von der Kirche seien insgesamt viele
Quartiere angeboten worden, nicht wenige wurden allerdings von den
Behörden als ungeeignet zurückgewiesen - "manche zu Recht, viele
unter mehr als fadenscheinigen Vorwänden, wie wir aus Berichten von
Pfarren und Klöstern wissen. Und warum stehen tausende Betten in
Kasernen und anderen Bundeseinrichtungen nach wie vor leer?"
((ende)) PWU/GUT
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