- 29.07.2015, 09:00:18
- /
- OTS0014 OTW0014
VKI: Feta und andere Salzlakenkäse im Produkttest
Gute Ergebnisse im Labor, Mängel bei der Kennzeichnung
Utl.: Gute Ergebnisse im Labor, Mängel bei der Kennzeichnung =
Wien (OTS/VKI) - Nicht jeder Käse, der in Salzlake gereift ist,
darf sich "Feta" nennen. Eine EU-Verordnung von 2002 regelt, dass nur
Käse, der vom griechischen Festland bzw. der Insel Lesbos stammt und
ausschließlich aus Schaf- oder Ziegenmilch besteht, als "Feta"
verkauft werden darf. Ob sich die Hersteller daran halten, hat der
Verein für Konsumenteninformation (VKI) anhand von 14 ausgewählten
Produkten nachgeprüft - mit positivem Resultat: Kuhmilchbestandteile
wurden nur dort gefunden, wo sie auch auf der Zutatenliste angeführt
waren. Anlass zu Kritik gab es dagegen beim Salzgehalt, der bei
einigen Käsen deutlich höher ausfiel, als auf der Verpackung
angegeben. Wegen dieser und anderer Mängel bei der Kennzeichnung
wurden am Ende nur drei der 14 Produkte als "gut" bewertet, alle
anderen erhielten ein "durchschnittlich." Sämtliche Ergebnisse im
Detail gibt es ab 30.07. in der Augustausgabe der VKI-Zeitschrift
KONSUMENT (www.konsument.at).
Während die mikrobiologische Untersuchung im aktuellen Test gut
ausfiel, war die Produktdeklaration bei einem Großteil der
ausgewählten Proben mangelhaft. Insgesamt 11 Produkte verstießen
gegen eine oder mehrere geltende Vorschriften. "Problematisch sind
vor allem Angaben, die bei Konsumentinnen und Konsumenten zu
Missverständnissen führen, wie etwa falsche Angaben zum Salzgehalt",
kritisiert VKI-Ernährungsexpertin Birgit Beck. "Der Gesetzgeber
toleriert hier Abweichungen von bis zu 20 Prozent, dennoch wurden
diese Werte bei sechs Produkten teilweise deutlich über-, manchmal
aber auch unterschritten."
Besonders salzig war der Feta von S-Budget mit rund 4 Gramm Salz
pro 100 Gramm Käse - was bereits zwei Drittel der Tagesdosis
entspricht. Aber auch der Käse von Ja!Natürlich und Salakis wies
einen hohen Salzgehalt auf (3,2 Gramm pro 100 Gramm). Weniger Salz
enthielten der Feta von Lyttos (1,5 Gramm) sowie der "Hirtenkäse" von
Eridanous und der Salzlakenkäse Patros Natur (jeweils 1,9 Gramm).
"Wegen des hohen Salz- und Fettgehalts ist es ratsam,
Salzlakenkäse grundsätzlich eher sparsam zu verwenden", erklärt
VKI-Expertin Beck. "Wer Wert auf echten Feta legt, sollte dabei auf
das g.U.-Zeichen achten, das eine geschützte Ursprungsbezeichnung
anzeigt und garantiert, dass es sich um das Originalprodukt aus
Griechenland handelt." Auf die Packung allein sei dagegen kein
Verlass, so Beck. "Auch Salzlakenkäse aus Kuhmilch, der wenig mit
echtem Feta zu tun hat, wirbt häufig mit blau-weißer
Griechenland-Idylle. Solche Produkte kommen dann als ‚Hirtenkäse’,
‚Käse nach griechischer Art’ oder ‚Balkanart’ in den Handel.
SERVICE: Den ausführlichen Testbericht gibt es ab 30.07. in der
Augustausgabe der VKI-Zeitschrift KONSUMENT und online unter
www.konsument.at.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NKI