• 28.07.2015, 12:32:08
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VSStÖ: Uni-Aufnahmeverfahren sind finanzielle und soziale Hürde für angehende Studierende

Untersuchung der Arbeiterkammer macht versteckte Vorbereitungskosten und Anmeldegebühren sichtbar

Utl.: Untersuchung der Arbeiterkammer macht versteckte
Vorbereitungskosten und Anmeldegebühren sichtbar =

Wien (OTS) - "Dass sich die soziale Durchmischung von
zugangsbeschränkten Fächern wie Medizin in den letzten Jahren so
extrem verschlechtert hat, liegt unter anderem auch an den teuren
Vorbereitungskosten, die eine finanzielle und soziale Hürde
darstellen. Aufnahmetests für die Uni muss man nicht nur bestehen,
sondern sich zunächst erst einmal leisten können - das ist alles
andere als gerecht", kommentiert Katrin Walch, Bundesvorsitzende des
Verbands Sozialistischer Student_innen (VSStÖ), die Ergebnisse einer
entsprechenden Untersuchung der Arbeiterkammer.

Diese zeigt, dass sich die Zugangsbeschränkungen an Universitäten zu
einem lukrativen Geschäftsfeld entwickelt haben. Es gibt mittlerweile
kostenpflichtige Vorbereitungskurse für alle Fächer mit Aufnahmetests
und auch Anmeldegebühren und teurer Lernstoff treiben die
Vorbereitungskosten für ein Studium nach oben.

"Wenn angehende Studierende bis zu 2.300 Euro für Vorbereitungskurse
ausgeben müssen um ihre Chancen auf einen Studienplatz zu maximieren,
dann führt dieser Umstand das Gerede von 'fairen Zugangsregeln', das
man immer wieder von Seiten des Wissenschaftsministers Mitterlehner
und seiner ÖVP-Aktionsgemeinschaft hört, ad absurdum. Fakt ist:
Zugangsbeschränkungen sind finanzielle Hürden, die vor allem auf
Personen mit weniger Einkommen abschreckend wirken", so Walch.

"Auch wenn Konservative und Liberale nicht wahrhaben wollen, was
immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, so sind
Aufnahmeverfahren einfach nie fair und sozial gerecht. Sie erhöhen
den Druck auf angehende Studierende hohe Kosten auf sich zu nehmen um
ihre Chancen bei Uni-Aufnahmeprüfungen zu erhöhen - davon profitieren
einzig die Kursanbieter_innen und jene die sich diese 'Vorhilfe'
leisten können", ärgert sich Walch.

"Bildung muss allen Menschen zugänglich sein. Dass die kommende
UG-Novelle kostenloses Lernmaterial für Uni-Aufnahmetests vorsieht
ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Aber nur eine
Abschaffung der bestehenden Zugangsbeschränkungen und ein freier
Hochschulzugang ohne versteckte Kosten wird dem Ziel eines gerechten
Hochschulsystems gerecht", so Walch abschließend.

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