- 28.07.2015, 10:37:32
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LR Anschober: Als Antwort auf alarmierende Klimastudie verstärkt OÖ Offensive für Klimaschutz
Initiative für Weltklimakonferenz in Paris - Beschleunigung der Energiewende - Erweiterung der Anpassungsmaßnahmen - Klimaszenarien für ganz OÖ für jeden Ort individuell zugängig
Utl.: Initiative für Weltklimakonferenz in Paris - Beschleunigung
der Energiewende - Erweiterung der Anpassungsmaßnahmen -
Klimaszenarien für ganz OÖ für jeden Ort individuell zugängig =
Linz (OTS) - Oberösterreichs Umwelt- und Energielandesrat Rudi
Anschober hatte gestern alarmierende Szenarien der Klimaentwicklung
für Oberösterreich, die von Prof. Dr. Herbert Formayer von der BOKU
Wien erstellt wurden, präsentiert. Darin wird dokumentiert, dass eine
deutliche Erhöhung der Temperaturen um rund zwei Grad selbst dann
nicht mehr vermeidbar ist, wenn die CO2-Emissionen drastisch
verringert werden. Dies ist aber in Oberösterreich bei starken
Anpassungsmaßnahmen weitgehend verkraftbar. Sollte jedoch
international der Klimaschutz weiterhin nicht angegangen werden und
die Emissionen weiter steigen, dann zeigt das worst case-Szenario
eine Temperaturerhöhung um bis zu 6,5 Grad bis Ende des Jahrhunderts
und eine bis zu Verzehnfachung der Hitzetage in Linz. Anschober: "Es
wäre völlig verantwortungslos den nächsten Generationen gegenüber,
ihnen ein solches Land zu hinterlassen."
Als Konsequenz will Anschober Oberösterreichs Offensive für den
Klimaschutz verstärken und ab sofort sind die Klimaszenarien für
jeden Ort in Oberösterreich zugängig.
1. Anschober plant mit anderen Regionen eine Initiative für die
Weltklimakonferenz in Paris im November/Dezember, "die letzte Chance
für einen Weltklimavertrag mit drastischen Absenkungen der
CO2-Emmissionen": Wir wollen offensiv dokumentieren, dass
wirtschaftlich erfolgreiche Regionen wie Oberösterreich bereits
erfolgreich Klimaschutz betreiben - Oberösterreich konnte seine
Emissionen bereits um 8 Millionen Tonnen pro Jahr verringern und
spektakuläre Erfolge für den Klimaschutz bei Raumwärme und
Energieerzeugung erzielen - und dabei und damit auch wirtschaftlich
erfolgreich sind.
2. Anschober will Oberösterreichs Energiewende beschleunigen: Die
Energieumstellung befindet mit dem Ziel 100 Prozent Erneuerbare bis
2030 bei Raumwärme und Strom erfolgreich in Umsetzung . Jedes Jahr
steigt die Menge der Erneuerbaren Energieträger am
Gesamtenergieverbrauch erfolgreich an und hat nun bereits 40%
erreicht, bei der Raumwärme sind es bereits 60% und beim Strom
deutlich über 80%. Kernpunkte der Beschleunigung und Verstärkung der
Energiewende sind die Verstärkung der Energieeffizienz, der forcierte
Ausbau und die Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs und vor
allem die Verzehnfachung der Sonnenstromerzeugung bis 2020
(Trendfortsetzung der Entwicklung der letzten Jahre) mit dem Ziel,
Ende 2020 zehn Prozent der Stromerzeugung durch Sonnenstrom zu
erreichen.
3. Anschober will aber auch mit der oö. Anpassungsstrategie den nicht
mehr zu verhindernden Teil der Klimaveränderung an die neuen
Szenarien anpassen - mit den Schwerpunkten Hochwasserschutz,
Wasserversorgung und Wohnen. Gerade der Wohnbau muss auf die bis zu
Verzehnfachung der Hitzetage rasch reagieren - energieeffiziente
Gebäude sparen nicht nur Energie und Betriebskosten, sondern schützen
auch vor Hitze.
Als besonderes Service und als Maßnahme zur verstärkten
Bewusstseinsbildung bietet das Umweltressort ab sofort einen direkten
Zugang zu den Klimaszenarien für das eigene Wohnumfeld:
https://doris.ooe.gv.at/themen/umwelt/clairisa.aspx
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