- 28.07.2015, 10:05:37
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AK 2: Drogeriewaren-Hersteller und Ketten unter die Lupe nehmen!
Wien (OTS) - Ein und dasselbe Drogerieprodukt schlägt sich in Wien um
die Hälfte teurer zu Buche als in München. Das zeigen AK
Preismonitorings seit Jahren. "Der Wettbewerb hinkt. Es gibt bei uns
nur zwei Platzhirsche im Drogeriemarkt, sie wiederum stehen im
Eigentum der großen Lebensmittelketten", weiß AK Experte Helmut
Gahleitner. Bei Haushalts- und Körperpflegeprodukten gibt’s daher
kaum einen Konkurrenzkampf. Die AK verlangt, dass den Herstellern von
Drogeriewaren, aber auch den Ketten auf die Finger geschaut wird - so
wie in Deutschland.
Umso weniger Anbieter es gibt, umso weniger Wettbewerb gibt es.
Bei den Drogerie-waren ist die Marktaufteilung ähnlich wie im
Lebensmitteleinzelhandel. Nach dem Markt-austritt von daily (vormals
Schlecker) hat sich die Konzentration in Österreich weiter er-höht.
Hinzu kommt, dass Bipa eine Tochtergesellschaft des Rewe-Konzerns ist
und Spar bei dm Drogeriemarkt mit rund 32 Prozent beteiligt ist. Das
heißt, die dominanten Marktführer im Lebensmitteleinzelhandel sind
gleichzeitig die dominanten Marktführer im Drogeriefachhandel. Es
gibt daher kaum einen Konkurrenzkampf zwischen
Lebensmittelein-zelhandel und Drogeriefachhandel bei Haushalts- und
Körperpflegeprodukten.
Immer wieder zeigen AK Preisvergleiche einen saftigen
"Österreich-Aufschlag" bei Drogerieprodukten. Es müssen die
Drogerieketten, aber auch die Hersteller kontrolliert werden, fordert
die AK.
Konkret verlangt die AK:
+ Behörde muss weiter prüfen: Die Bundeswettbewerbsbehörde muss
weiter dran bleiben und rigoros gegen Wettbewerbsverstöße vorgehen.
Dazu braucht es aber Geld und Personal - der Wirtschaftsminister ist
dringend zum Handeln aufgefordert.
+ Wettbewerbsmonitoring starten: Die Wettbewerbsbehörde muss endlich
ein laufendes Wettbewerbsmonitoring starten. In der letzten
Wettbewerbsgesetznovelle wurde ihr dieses Instrument in die Hand
gegeben.
+ Geld für KonsumentInnen: Teile der vom Kartellgericht verhängten
Geldbußen müssen in den Konsumentenschutz investiert werden. Das
Regierungsprogramm muss rasch umgesetzt werden.
+ Mehr Transparenz: Bei den Kartellverfahren müssen die Beteiligten,
die betroffenen Produkte und das Ausmaß des Preisaufschlags
veröffentlicht werden.
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