• 23.07.2015, 16:25:41
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Mitterlehner will politische und wirtschaftliche Beziehungen mit dem Iran ausbauen

Vizekanzler traf iranischen Industrie- und Handelsminister - Engere Handelsbeziehungen wirken vertrauensbildend und unterstützen weitere Fortschritte - Österreich gut positioniert

Utl.: Vizekanzler traf iranischen Industrie- und Handelsminister -
Engere Handelsbeziehungen wirken vertrauensbildend und
unterstützen weitere Fortschritte - Österreich gut
positioniert =

Wien (OTS/BMWFW) - Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold
Mitterlehner hat am Donnerstag in Wien den iranischen Industrie- und
Handelsminister Mohammed Reza Nematzadeh sowie den Vizepräsidenten
für Wissenschaft und Technologie, Sorena Sattari, zu einem
Arbeitsgespräch getroffen. "Die historische Einigung im Atomstreit
stärkt Frieden und Sicherheit in der Welt und eröffnet zugleich neue
wirtschaftliche Chancen. Engere Handelsbeziehungen wirken in diesem
Zusammenhang vertrauensbildend und unterstützen weitere
Fortschritte", sagt Mitterlehner. "Öffnung ist besser als Isolation,
das gilt für Politik und Wirtschaft", so Mitterlehner. In diesem
Sinne waren sich beide Minister im Anschluss an ihr Treffen einig,
dass zur Stärkung der bilateralen Beziehungen die gemeinsame
Wirtschaftskommission wiederbelebt werden soll.

Bei dem Treffen im Wirtschaftsministerium ging es um die Folgen des
Wiener Abkommens und das schrittweise, an Bedingungen geknüpfte
Auslaufen der Wirtschaftssanktionen sowie um das Ausloten neuer
Marktchancen. "Der Iran hat einen großen Nachholbedarf und ist mit 77
Millionen Einwohnern ein bedeutender Markt mit einer stark wachsenden
Mittelschicht", betont Mitterlehner. Besonders große Chancen sieht
Mitterlehner bei Öko-Innovationen (Ausbau Erneuerbarer Energien,
Recycling), beim Ausbau der Infrastruktur, bei Konsumgütern sowie im
Maschinenbau, wo es etwa um die Modernisierung der Ölindustrie geht.

"Wir haben historisch gewachsene Beziehungen mit dem Iran, der auch
schon früher auf unser Know-how, unsere Waren und Dienstleistungen
gesetzt hat. Daher sind unsere Unternehmen bereits im Markt
positioniert und genießen dort einen guten Ruf", betont Mitterlehner,
der im September auch am Arbeitsbesuch von Bundespräsident Heinz
Fischer im Iran teilnehmen wird. Auf Basis von Schätzungen der
Wirtschaftskammer Österreich könnte sich das bilaterale
Handelsvolumen mit dem Iran deutlich erhöhen, bis 2020 sei ein
Verfünffachen des derzeitigen Volumens auf rund eine Milliarde
möglich. Neue Möglichkeiten ergeben sich zudem für Wissenschaft und
Forschung, zum Beispiel durch Austauschprogramme und Kooperationen
von Universitäten.

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