- 22.07.2015, 12:28:54
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Nessun dorma! ORF überträgt „Turandot“ aus Bregenz am 24. Juli in zwei Live-Versionen
Oper pur in 3sat, als spannendes Dreiländer-Backstageprojekt in ORF 2
Utl.: Oper pur in 3sat, als spannendes Dreiländer-Backstageprojekt
in ORF 2 =
Wien (OTS) - "Nessun dorma" - "Keiner schlafe"! - ist der Titel der
bekanntesten Arie in Puccinis letzter Oper "Turandot", die heute als
Neuinszenierung der 70. Bregenzer Festspiele unter der neuen
Intendanz von Elisabeth Sobotka auf der beeindruckenden Seebühne
Premiere feiert. Marco Arturo Marellis Interpretation des
dramatischen und rätselhaften Spiels der chinesischen Prinzessin
Turandot um Liebe und Tod präsentiert der ORF seinem Publikum am
Freitag, dem 24. Juli 2015, als Live-Opernevent der Extraklasse - und
zwar in zweifacher Ausführung. Schlafen ist dabei keinesfalls
angesagt!
Dort, wo das Publikum nicht hinkommt
Während 3sat die Oper ab 21.15 Uhr vollständig überträgt (Bildregie:
Felix Breisach), zeigen ORF 2, das SWR Fernsehen und das Schweizer
Radio und Fernsehen via SRF die Produktion in einer außergewöhnlichen
Backstage-Version (Bildregie: Torben Schmidt Jacobsen) mit den
schönsten Momenten auf und den spannendsten Ereignissen abseits der
Bühne. Barbara Rett (ORF), Max Moor (SWR) und Nicole Salathé (SRF)
moderieren aus zahlreichen Perspektiven: Immer wieder verlassen sie
das Bühnengeschehen, um dem TV-Publikum zu zeigen, wie das
"Präzisionswerk" Oper hinter den Kulissen funktioniert. In Echtzeit
führen sie an Plätze, die den Zuschauerinnen und Zuschauern sonst
verborgen bleiben, so u. a. zum Orchester, das vor "Geisterpublikum"
im Festspielhaus spielt (die Wiener Symphoniker unter der
musikalischen Leitung von Paolo Carignani), weiters in die
Requisitenkammer oder in die Wetterküche. Sie sprechen mit
Protagonisten und Machern, befragen das Publikum, führen ein und
durch die Handlung, sind live dabei, wenn sich Sängerinnen und Sänger
auf ihren Auftritt vorbereiten oder Bühnentechniker Effekte
einrichten.
ORF III zeigt die integrale 3sat-Fassung von "Turandot" am Sonntag,
dem 26. Juli, um 20.15 Uhr.
Die ORF-TVthek stellt beide TV-Versionen der Opernproduktion - ebenso
wie die Live-Eröffnung und die neue Haus-Oper "Hoffmanns Erzählungen"
(in ORF III am 26. Juli um 22.45 Uhr zu sehen) - als Live-Stream
sowie als Video-on-Demand bereit.
ORF-Bildregisseur Breisach: "Das Wichtigste ist das Erlebnis
Seebühne!"
Insgesamt 21 Kameras kommen bei der Live-Übertragung zum Einsatz: Elf
davon dirigiert Bildregisseur und Bregenzer-Festspiel-Spezialist
Felix Breisach, der 1995 erstmals für den ORF am Bodensee - damals
"Fidelio" in der Regie des späteren Intendanten David Pountney -
verantwortlich zeichnete. Zehn weitere Kameras befehligt sein für die
Subregie - die Backstage-Fassung - zuständiger Kollege Torben Schmidt
Jacobsen.
In Lauf seiner Karriere hat der gebürtige Grazer Breisach schon sehr
viel gemacht, Opernübertragungen hat er im kleinen Finger. Doch: "Die
Neugier noch eins draufzusetzen ist schon da." Dabei gehe es aber
nicht darum, Marellis Arbeit zu interpretieren, sondern "zu zeigen,
was auf der Bühne passiert. Dabei darf man sich nicht in Details
verlieren. Das Wichtigste für das TV-Publikum ist das Erlebnis
Seebühne", so Breisach. Die größte Herausforderung: "Das Wetter, das
ist die große Unbekannte. Eine Sendung zu fahren, das ist unser
Beruf, das können wir - gefährlich werden kann uns nur das Wetter."
335 Tonnen schwer, 72 Meter breit und bis zu 27 Meter hoch: die Große
Mauer am Bodensee
Puccinis "Turandot" ist im wahrsten Wortsinn große Oper, ein
chinesisches Epos und bestens geeignet für die spektakuläre Bregenzer
Seebühne, die tatsächlich ein Erlebnis ist und bereits im
James-Bond-Film "Ein Quantum Trost" internationale Größe gezeigt hat.
Für das herausragende Bühnenbild - eine mehrfach geschwungene 72
Meter breite, bis zu 27 Meter hohe, rund 335 Tonnen schwere Mauer,
die sich wie ein chinesischer Drache über die Bühne schlängelt -
zeichnet Regisseur Marco Arturo Marelli persönlich verantwortlich.
Darin sind insgesamt 205 der berühmten Terrakotta-Armee
nachempfundene Soldatenfiguren montiert - 61 davon, sogenannte
Wasserkrieger mit fast 600 Kilogramm Gewicht pro Exemplar, ragen aus
dem Bodensee und befestigen die Bühne gegen die Kraft der Wellen. Die
restlichen 144 "Luftkrieger" sind federleicht und dennoch so
konstruiert, dass sie einer Windgeschwindigkeit von 140 km/h oder
einer Last von 70 Kilo pro Figur standhalten können.
Die ORF-Live-Übertragung - in ORF 2 unter dem Titel "Turandot auf der
Seebühne - Ein Opern-Event von den Bregenzer Festspielen" - ist eine
Koproduktion von ORF, SWR, SRF, TPC und UNITEL Classica in
Zusammenarbeit mit den Bregenzer Festspielen.
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