Nessun dorma! ORF überträgt „Turandot“ aus Bregenz am 24. Juli in zwei Live-Versionen

Oper pur in 3sat, als spannendes Dreiländer-Backstageprojekt in ORF 2

Wien (OTS) - "Nessun dorma" - "Keiner schlafe"! - ist der Titel der bekanntesten Arie in Puccinis letzter Oper "Turandot", die heute als Neuinszenierung der 70. Bregenzer Festspiele unter der neuen Intendanz von Elisabeth Sobotka auf der beeindruckenden Seebühne Premiere feiert. Marco Arturo Marellis Interpretation des dramatischen und rätselhaften Spiels der chinesischen Prinzessin Turandot um Liebe und Tod präsentiert der ORF seinem Publikum am Freitag, dem 24. Juli 2015, als Live-Opernevent der Extraklasse - und zwar in zweifacher Ausführung. Schlafen ist dabei keinesfalls angesagt!

Dort, wo das Publikum nicht hinkommt

Während 3sat die Oper ab 21.15 Uhr vollständig überträgt (Bildregie:
Felix Breisach), zeigen ORF 2, das SWR Fernsehen und das Schweizer Radio und Fernsehen via SRF die Produktion in einer außergewöhnlichen Backstage-Version (Bildregie: Torben Schmidt Jacobsen) mit den schönsten Momenten auf und den spannendsten Ereignissen abseits der Bühne. Barbara Rett (ORF), Max Moor (SWR) und Nicole Salathé (SRF) moderieren aus zahlreichen Perspektiven: Immer wieder verlassen sie das Bühnengeschehen, um dem TV-Publikum zu zeigen, wie das "Präzisionswerk" Oper hinter den Kulissen funktioniert. In Echtzeit führen sie an Plätze, die den Zuschauerinnen und Zuschauern sonst verborgen bleiben, so u. a. zum Orchester, das vor "Geisterpublikum" im Festspielhaus spielt (die Wiener Symphoniker unter der musikalischen Leitung von Paolo Carignani), weiters in die Requisitenkammer oder in die Wetterküche. Sie sprechen mit Protagonisten und Machern, befragen das Publikum, führen ein und durch die Handlung, sind live dabei, wenn sich Sängerinnen und Sänger auf ihren Auftritt vorbereiten oder Bühnentechniker Effekte einrichten.
ORF III zeigt die integrale 3sat-Fassung von "Turandot" am Sonntag, dem 26. Juli, um 20.15 Uhr.
Die ORF-TVthek stellt beide TV-Versionen der Opernproduktion - ebenso wie die Live-Eröffnung und die neue Haus-Oper "Hoffmanns Erzählungen" (in ORF III am 26. Juli um 22.45 Uhr zu sehen) - als Live-Stream sowie als Video-on-Demand bereit.

ORF-Bildregisseur Breisach: "Das Wichtigste ist das Erlebnis Seebühne!"

Insgesamt 21 Kameras kommen bei der Live-Übertragung zum Einsatz: Elf davon dirigiert Bildregisseur und Bregenzer-Festspiel-Spezialist Felix Breisach, der 1995 erstmals für den ORF am Bodensee - damals "Fidelio" in der Regie des späteren Intendanten David Pountney -verantwortlich zeichnete. Zehn weitere Kameras befehligt sein für die Subregie - die Backstage-Fassung - zuständiger Kollege Torben Schmidt Jacobsen.
In Lauf seiner Karriere hat der gebürtige Grazer Breisach schon sehr viel gemacht, Opernübertragungen hat er im kleinen Finger. Doch: "Die Neugier noch eins draufzusetzen ist schon da." Dabei gehe es aber nicht darum, Marellis Arbeit zu interpretieren, sondern "zu zeigen, was auf der Bühne passiert. Dabei darf man sich nicht in Details verlieren. Das Wichtigste für das TV-Publikum ist das Erlebnis Seebühne", so Breisach. Die größte Herausforderung: "Das Wetter, das ist die große Unbekannte. Eine Sendung zu fahren, das ist unser Beruf, das können wir - gefährlich werden kann uns nur das Wetter."

335 Tonnen schwer, 72 Meter breit und bis zu 27 Meter hoch: die Große Mauer am Bodensee

Puccinis "Turandot" ist im wahrsten Wortsinn große Oper, ein chinesisches Epos und bestens geeignet für die spektakuläre Bregenzer Seebühne, die tatsächlich ein Erlebnis ist und bereits im James-Bond-Film "Ein Quantum Trost" internationale Größe gezeigt hat. Für das herausragende Bühnenbild - eine mehrfach geschwungene 72 Meter breite, bis zu 27 Meter hohe, rund 335 Tonnen schwere Mauer, die sich wie ein chinesischer Drache über die Bühne schlängelt -zeichnet Regisseur Marco Arturo Marelli persönlich verantwortlich. Darin sind insgesamt 205 der berühmten Terrakotta-Armee nachempfundene Soldatenfiguren montiert - 61 davon, sogenannte Wasserkrieger mit fast 600 Kilogramm Gewicht pro Exemplar, ragen aus dem Bodensee und befestigen die Bühne gegen die Kraft der Wellen. Die restlichen 144 "Luftkrieger" sind federleicht und dennoch so konstruiert, dass sie einer Windgeschwindigkeit von 140 km/h oder einer Last von 70 Kilo pro Figur standhalten können.

Die ORF-Live-Übertragung - in ORF 2 unter dem Titel "Turandot auf der Seebühne - Ein Opern-Event von den Bregenzer Festspielen" - ist eine Koproduktion von ORF, SWR, SRF, TPC und UNITEL Classica in Zusammenarbeit mit den Bregenzer Festspielen.

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