• 21.07.2015, 10:54:43
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Animal Hoarding-Fall Ebendorf - Staatsanwaltschaft Korneuburg: "Eine Hand weiß nicht, was die andere tut!"

Verfahren vorerst eingestellt? „Untätiger Amtstierarzt kann nicht die Lösung sein!“

Utl.: Verfahren vorerst eingestellt? „Untätiger Amtstierarzt kann
nicht die Lösung sein!“ =

Laaben (OTS) - "In der Staatsanwaltschaft Korneuburg, die den letzte
Woche bekannt gewordenen und von der Tierschutzorganisation ANIMAL
SPIRIT angezeigten Animal Hoarding-Fall in Ebendorf, NÖ untersucht,
weiß offenbar die eine Hand nicht, was die andere macht", konstatiert
Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT. "Am letzten
Mittwoch, 15. Juli, hatte ich ja bereits - wie berichtet - meine
ausführliche Einvernahme als Zeuge zu diesem Fall auf der
Polizeidienststelle Altlengbach, und am GLEICHEN Tag hat die
Staatsanwaltschaft Korneuburg in einem lapidaren Schreiben die
Einstellung des Verfahrens verkündet! Auf Rückfrage wurde bekannt,
daß die zuständige Bezirksanwältin, die diese Benachrichtigung
unterfertigt hatte, zu dieser Zeit auf Urlaub war, also gar nichts
davon wußte. Dennoch hat sie aber vom angeblich so objektiven
'Vier-Augen-Prinzip' in ihrer Behörde geredet. Ist damit etwa der
morgendliche Blick in den Spiegel vonseiten des Staatsanwalts
gemeint?"

Auch der mit der Untersuchung des Falls betraute Polizeibeamte in
Mistelbach, der bereits diverse Zeugeneinvernahmen in Auftrag gegeben
hatte, wußte nichts von dieser Einstellung bzw. meinte am Telefon,
daß das nicht das Ende der Geschichte sein könne und er davon
ausgehe, daß das Verfahren fortgesetzt wird. Die überschnelle
(vorläufige?) Einstellung soll lediglich aufgrund einer Aussage des
für Mistelbach zuständigen Amtstierarztes Mag. Christoph Cenker
erfolgt sein, der diesen Betrieb - wieder einmal - als völlig in
Ordnung betrachtet. Und das, obwohl ihm dieser Fall schon seit fast
10 Jahren bekannt ist und in den früheren Lokalitäten der
Pferdesammlerin - z. B. in Steinebrunn oder Gaubitsch, ebenfalls
Bezirk Mistelbach - laut diversen Zeugenaussagen noch viel schlimmere
Zustände geherrscht haben sollen als es derzeit in Ebendorf der Fall
ist. Das hat auch der Österreichische Pferdeschutzverband mehrmals
festgestellt und angezeigt. Geschehen ist jedenfalls nie etwas, die
Frau konnte somit all die Jahre ungehindert weiter ihre Tiere
vermehren bzw. leiden und sterben lassen.

Dr. Plank weiter: "Wir lassen nicht locker und unser Anwalt
verschickt heute eine weitere Eingabe an die Staatsanwaltschaft mit
der Anfrage, ob dies nur eine vorläufige Einstellung war, da ja
gleichzeitig noch einige - von derselben Staatsanwaltschaft
beauftragte - Einvernahmen von Zeugen ausständig sind, welche in den
letzten Jahren viele konkrete tierquälerische Handlungen beobachtet
haben. Ich habe außerdem noch jede Menge weiterer Zeugen benannt -
insgesamt sind es mittlerweile ca. 20 -, die sich erst später
gemeldet hatten und ebenfalls der Behörde übermittelt worden sind.
Zudem erwägen wir eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen diesen - als
einen der untätigsten bekannten - Amtstierarzt Mag. Cenker. Auch dem
Wiener Tierschutzverein unter Dr. Madeleine Petrovic haben wir die
Unterlagen weitergeleitet und dieser wird sich nach Prüfung dem Fall
anschließen. Nicht zuletzt ist eine von uns eingebrachte Zivilklage
gegen diese Pferdesammlerin anhängig, da sie in sieben Fällen gegen
die jeweils von ihr unterschriebenen Pferde-Überlassungsverträge
verstoßen hat."

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