Animal Hoarding-Fall Ebendorf - Staatsanwaltschaft Korneuburg: "Eine Hand weiß nicht, was die andere tut!"

Verfahren vorerst eingestellt? „Untätiger Amtstierarzt kann nicht die Lösung sein!“

Laaben (OTS) - "In der Staatsanwaltschaft Korneuburg, die den letzte Woche bekannt gewordenen und von der Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT angezeigten Animal Hoarding-Fall in Ebendorf, NÖ untersucht, weiß offenbar die eine Hand nicht, was die andere macht", konstatiert Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT. "Am letzten Mittwoch, 15. Juli, hatte ich ja bereits - wie berichtet - meine ausführliche Einvernahme als Zeuge zu diesem Fall auf der Polizeidienststelle Altlengbach, und am GLEICHEN Tag hat die Staatsanwaltschaft Korneuburg in einem lapidaren Schreiben die Einstellung des Verfahrens verkündet! Auf Rückfrage wurde bekannt, daß die zuständige Bezirksanwältin, die diese Benachrichtigung unterfertigt hatte, zu dieser Zeit auf Urlaub war, also gar nichts davon wußte. Dennoch hat sie aber vom angeblich so objektiven 'Vier-Augen-Prinzip' in ihrer Behörde geredet. Ist damit etwa der morgendliche Blick in den Spiegel vonseiten des Staatsanwalts gemeint?"

Auch der mit der Untersuchung des Falls betraute Polizeibeamte in Mistelbach, der bereits diverse Zeugeneinvernahmen in Auftrag gegeben hatte, wußte nichts von dieser Einstellung bzw. meinte am Telefon, daß das nicht das Ende der Geschichte sein könne und er davon ausgehe, daß das Verfahren fortgesetzt wird. Die überschnelle (vorläufige?) Einstellung soll lediglich aufgrund einer Aussage des für Mistelbach zuständigen Amtstierarztes Mag. Christoph Cenker erfolgt sein, der diesen Betrieb - wieder einmal - als völlig in Ordnung betrachtet. Und das, obwohl ihm dieser Fall schon seit fast 10 Jahren bekannt ist und in den früheren Lokalitäten der Pferdesammlerin - z. B. in Steinebrunn oder Gaubitsch, ebenfalls Bezirk Mistelbach - laut diversen Zeugenaussagen noch viel schlimmere Zustände geherrscht haben sollen als es derzeit in Ebendorf der Fall ist. Das hat auch der Österreichische Pferdeschutzverband mehrmals festgestellt und angezeigt. Geschehen ist jedenfalls nie etwas, die Frau konnte somit all die Jahre ungehindert weiter ihre Tiere vermehren bzw. leiden und sterben lassen.

Dr. Plank weiter: "Wir lassen nicht locker und unser Anwalt verschickt heute eine weitere Eingabe an die Staatsanwaltschaft mit der Anfrage, ob dies nur eine vorläufige Einstellung war, da ja gleichzeitig noch einige - von derselben Staatsanwaltschaft beauftragte - Einvernahmen von Zeugen ausständig sind, welche in den letzten Jahren viele konkrete tierquälerische Handlungen beobachtet haben. Ich habe außerdem noch jede Menge weiterer Zeugen benannt -insgesamt sind es mittlerweile ca. 20 -, die sich erst später gemeldet hatten und ebenfalls der Behörde übermittelt worden sind. Zudem erwägen wir eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen diesen - als einen der untätigsten bekannten - Amtstierarzt Mag. Cenker. Auch dem Wiener Tierschutzverein unter Dr. Madeleine Petrovic haben wir die Unterlagen weitergeleitet und dieser wird sich nach Prüfung dem Fall anschließen. Nicht zuletzt ist eine von uns eingebrachte Zivilklage gegen diese Pferdesammlerin anhängig, da sie in sieben Fällen gegen die jeweils von ihr unterschriebenen Pferde-Überlassungsverträge verstoßen hat."

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