- 19.07.2015, 11:31:50
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Brasilianischer Abend in der Kunsthalle Krems im Kontext der Ausstellungen von Ernesto Neto und Inés Lombardi

Krems (OTS) - Zahlreiche Gäste waren am Samstag, 18. Juli 2015, zur
Ausstellungseröffnung von Ernesto Neto und Inés Lombardi in die
Kunsthalle Krems gekommen und feierten bei bestem Wetter im Rahmen
des Sommerfestes einen wunderbaren Abend, der von der brasilianischen
Sängerin Célia Mara musikalisch begleitet wurde.
"Nach der so erfolgreichen und überaus sinnlichen Retrospektive der
Künstlerin Pipilotti Rist präsentiert die Kunsthalle Krems mit
Ernesto Neto und Inés Lombardi zwei weitere bedeutende Positionen,
die unserer Wahrnehmung neue Felder eröffnen. Während bei Ernesto
Neto neben der visuellen und taktilen Komponente seiner Skulpturen
über die Verwendung von Gewürzen auch der Geruchssinn miteinbezogen
wird, reflektiert das Werk von Inés Lombardi explizit auf die
Prozesse von Wahrnehmung und Zeitlichkeit", so Hans-Peter Wipplinger,
Direktor der Kunsthalle Krems.
Die Kunsthalle Krems widmet dem brasilianischen Bildhauer Ernesto
Neto (* 1964) - der für seine oft biomorph anmutenden, raumgreifenden
Skulpturen internationale Anerkennung genießt - eine retrospektiv
angelegte Schau. Erstmals in Österreich bietet diese einen
umfassenden Einblick in Netos bioskulpturalen Kosmos, der sich aus
Sinnlichkeit, Düften, Intimität und Beziehungen konstruiert. Mit
Skulpturen aus elastischen Nylonschläuchen, gefüllt mit Sand,
Gewürzen, Glasperlen, Blei- und Styroporkugeln, Wandreliefs aus
buntfarbigen Textilien oder ausufernden Bodenarbeiten steht sein Werk
für einen erweiterten körperhaften Skulpturenbegriff. Gleichzeitig
sind Netos Arbeiten Ausdruck seines ganzheitlichen
Weltverständnisses, verfolgt der Künstler doch das durchaus politisch
zu verstehende Ziel, in einer universellen, sinnlich erfahrbaren
Sprache ein kollektives Bewusstsein für das fragile Gleichgewicht der
Welt und der bewohnten Umwelt zu schaffen. Dieses Bestreben lässt
seine Verwurzelung in der Kunstgeschichte Brasiliens erkennen,
offenbart sich in seiner Auseinandersetzung mit indigenen Mythen und
Traditionen und resultiert in Arbeiten, die alle Sinne ansprechen.
Parallel dazu präsentiert die Kunsthalle Krems die 1958 in São Paulo
geborene, seit 1980 in Wien lebende Künstlerin Inés Lombardi. In
ihrem sich ständig erweiternden und verdichtenden Werkkosmos stehen
Wahrnehmung, Repräsentation und Zeitlichkeit als zentrale Aspekte im
Vordergrund. "In komplexen, miteinander kommunizierenden Werkserien
setzt Lombardi die Medien Fotografie, Video, Collage und Installation
in Beziehung zueinander und kreiert im Zusammenspiel von Raum, Objekt
und Betrachter(in) Situationen, in deren Zentrum Reflexionen über den
prozesshaften Charakter und die Kontextabhängigkeit der Wahrnehmung
sowie die Vielschichtigkeit medialer Präsentations- und
Repräsentationsformen stehen", erläuterte Kuratorin Verena Gamper in
ihren Eröffnungsworten.
Landesrätin Barbara Schwarz war fasziniert von beiden Präsentationen
und unterstrich die "verschiedenartigen sinnlichen Ebenen, die unsere
Wahrnehmung nicht nur auf visueller, sondern auch auf olfaktorischer
und taktiler Ebene herausfordern".
Neben Ernesto Neto und Inés Lombardi waren auch Künstlerinnen und
Künstler wie Martha Jungwirth, Franz Graf, Andreas Fogarasi, Gunter
Damisch, Walter Vopava, Manfred Wakolbinger, Anna Heindl, Bernhard
Leitner, Thomas Palme, Franko Kappl, Markus Schinwald, Claudia
Schuhmann, Leo Zogmayr, Iris Andraschek, Svenja Deininger, Beatrice
Dreux, Ingo Nussbaumer, Alois Mosbacher, Peter Sandbichler, Christine
und Irene Hohenbüchler, Stefan Sandner, Frenzi Riegling, Guilherme
Mata, Marcio Joao Guimares und Angelika Krinzinger unter den Gästen.
Ebenso gesehen wurden der Schweizer Botschafter in Den Haag Urs
Breiter, der Schweizer Botschafter in Österreich Christoph Bubb, die
brasilianische Kulturattachée in Österreich Miriam Leitao, der
ehemalige Direktor des Mumok Edelbert Köb, Gabriele Langer,
kaufmännische Direktorin des Leopold Museum, die Leiterin des
Spoerri-Museums Barbara Räderscheidt, die Leiterin der Sammlung
Verbund Gabriele Schor sowie die Leiterin der evn sammlung Heike
Maier-Rieper sowie die Galerist(inn)en Georg Kargl, Elisabeth und
Klaus Thoman, Christian Mayer, Gabi Senn, Amer Abbas, Ursula
Krinzinger und der Direktor der Galerie Max Hetzler, Florian Rehn.
Angereist sind die Kurator(inn)en Daniela Zyman (TBA21), Florian
Steininger (Kunstforum Bank Austria), Elsy Lahner (Albertina), Günter
Oberhollenzer (Essl Museum), Silvia Eiblmayr, Edek Bartz und Thomas
Mießgang, der Bühnenbildner Christof Cremer, der Psychoanalytiker und
Psychologe August Ruhs sowie der Architekt Lukas Göbel und die
Sammler Thomas Angermair, Bernhard Hainz, Toni Schmölzer, Ivo Moser
und Thomas Haffner.
Auch den Geschäftsführer der Niederösterreichischen Kulturwirtschaft
Paul Gessl, den Generaldirektor der Niederösterreichischen
Versicherung Hubert Schultes, Markus Pichler (Red Bull), Heinz Schmid
von der Verbund AG sowie Olga Okunev vom Bundeskanzleramt fand man
unter den zahlreichen Gästen.
Die Eröffnungsreden mit anschließenden Führungen durch die
Ausstellungen boten den Besucher(inne)n spannende Einblicke in das
Werk von Ernesto Neto und Inés Lombardi. Im Anschluss luden
vielfältige kulinarische Köstlichkeiten vom Restaurant Kunst.Spiel
und Weine aus der Region zum Verweilen bis in die späten Nachtstunden
ein.
Weitere Bilder unter:
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6895
KUNSTHALLE KREMS
Pressetext und -bilder zur Ausstellung "Ernesto Neto":
https://celum.noeku.at/pindownload/login.do?pin=0N9CX
Pressetext und -bilder zur Ausstellung "Inés Lombardi.
Retroprospective":
https://celum.noeku.at/pindownload/login.do?pin=N8SGB
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