• 17.07.2015, 14:07:46
  • /
  • OTS0136 OTW0136

Schultes: 2014 brachte 5% Minus bei Bauerneinkommen

Stark unterschiedliche Ergebnisse in den einzelnen Betriebsformen

Utl.: Stark unterschiedliche Ergebnisse in den einzelnen
Betriebsformen =

Wien (OTS) - "Die Bauerneinkommen haben sich auch 2014 nicht erholt
und weisen mit einem Durchschnitt von 23.370 Euro pro Betrieb ein
Minus von 5% auf. Bereits 2013 mussten Österreich Bäuerinnen und
Bauern einen Einkommensrückgang von 6% verkraften. Die Ursachen für
den weiteren Rückgang waren die sinkenden Preise bei Getreide, Öl-
und Hackfrüchten sowie die geringeren Erträge aus der Schweinehaltung
wie auch der Preisverfall bei Tafeläpfeln. Verschärft wurde die
angespannte Einkommenssituation in der Landwirtschaft im Vorjahr
durch die europaweite Marktkrise, ausgelöst durch das russische
Einfuhrverbot", betonte Hermann Schultes, Präsident der LK
Österreich, nach Vorlage des "Grünen Berichts 2015".

Ursachen für das Minus 2014

Für die geringeren Einkünfte bei den bäuerlichen Betrieben waren
die niedrigeren Erträge in der Schweinehaltung durch gesunkene
Mastschweine- und Ferkelpreise ausschlaggebend. Weiters niedrigere
Erzeugerpreise für Erdäpfel und Zuckerrübe, eine geringere Weinernte
auf Grund der feuchten Witterungsbedingungen (Fäulnis) als auch
deutlich niedrigere Erzeugerpreise für Tafeläpfel, die zum
Ertragsrückgang im Obstbau beitrugen. Hinzu kamen noch höhere
Aufwendungen für Personal, Pacht und Mieten sowie Abschreibungen.

Im Milchbereich haben 2014 gestiegene Erzeugerpreise und
niedrigere Aufwendungen für Futtermittel die negative
Einkommensentwicklung etwas dämpfen können. "Bei Österreichs
Bergbauern hat sich die Situation 2014 etwas verbessert und die
Einnahmen sind gegenüber 2013 um 3% gestiegen", so Schultes.

"Wie schon in den Jahren zuvor, haben auch 2014 intensive
Wetterkapriolen das bäuerliche Einkommen durch Ernteausfälle und
Mindererträge spürbar nach unten gedrückt. So weist der Grüne Bericht
2015 für das Jahr 2014 durchschnittliche Einkünfte aus Land- und
Forstwirtschaft je Arbeitskraft in der Höhe von 18.941 Euro aus, was
einem Minus gegenüber 2013 von 5% je Arbeitskraft gleichkommt",
unterstrich der LKÖ-Präsident.

Um die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft realistisch
einschätzen zu können, ist die Betrachtung einzelner Jahre nicht
ausreichend, da jährliche Schwankungen das Ergebnis beeinflussen. Im
Vergleich zum Dreijahresmittel (2012 bis 2014) war ein Minus von 7%
festzustellen. Vergleicht man das Einkommen eines Landwirts mit dem
eines unselbständig Erwerbstätigen, so zeigt sich, dass der Landwirt
mit 23.370 Euro unter dem Einkommensniveau des Erwerbstätigen mit
rund 25.000 Euro Bruttojahreseinkommen liegt.

"Angesichts dieser negativen Einkommensergebnisse und der
angespannten Lage auf den internationalen Märkten sowie starke
Marktverwerfungen aus politischen Gründen steht fest, dass wir unsere
Zukunft nur gemeinsam mit unseren Kunden, Partnern und Konsumenten
sichern können. Österreichs Bäuerinnen und Bauern erzeugen
hochqualitative Lebensmittel, die von der Gesellschaft gewünscht und
gefragt sind. Um diese Qualitätslebensmittel erzeugen zu können,
braucht man Wissen, Kompetenz und Leistungsfähigkeit sowie
öffentliche Gelder. Der Anteil der öffentlichen Mittel liegt bei
durchschnittlich 17.006 Euro je Betrieb. Mit diesen Zahlungen können
Österreichs Bauernfamilien die vielfältigen Leistungen für die
Gesellschaft erbringen", stellte Schultes abschließend fest.
(Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AIM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel