Wiener Tierschutzverein: Fiaker müssen auch am „Tropenwochenende“ leiden

Keine Gnade für Wiens Fiaker: Auch bei Bruthitze werden die Tiere in der Wiener Innenstadt vor den Karren gespannt. WTV fordert umgehend Maßnahmen.

Vösendorf (OTS) - Aus aktuellem Anlass: Am Freitagmittag erreichte den Wiener Tierschutzverein (WTV) in Vösendorf ein Notruf einer Tierschützerin. Am Stephansplatz in der Wiener Innenstadt müssen allem Anschein wird auch an diesem extrem heißen Sommertag dutzenden Fiakerpferden keine Pause gegönnt. Der Platz soll mit Gespannen regelrecht überfüllt sein. Die Tiere müssen in der Bruthitze ausharren und das obwohl sogar die meisten Touristen Wiens klug genug sind, sich bei dieser sengenden Hitze nicht mit einem Pferdegespann durch die Stadt kutschieren zu lassen. Dabei stellt der heutige Freitag erst den Anfang der Hitzewelle dar. Das Thermometer für die Innere Stadt Wiens zeigt aktuell bereits 34 Grad, eine Steigerung deutlich nach oben ist heute sicherlich noch zu erwarten, der morgige Samstag wird laut Prognosen gar 39 Grad bringen.

Der WTV sowie viele andere Tierschutzorganisationen fordern seit Jahren vehement ein Verbot der Fiaker für die Wiener Innenstadt. "Wir bemühen uns seit Jahren um ein Verbot oder zumindest um einen vernünftigen Kompromiss, wie etwa die Fiakerstrecken auf verkehrsberuhigtere und im Sommer auch kühlere Strecken zu verlegen, wie etwa den Wienerwald. Das aktuelle Beispiel ist jedenfalls der Beweis, dass die freiwilligen Appelle der Stadt Wien an die Fiakerbetreiber und die Ankündigungen über eine Prüfung des Fiakerwesens nichts nützen. Es kann nicht sein, dass nicht einmal an derart heißen Tagen ein Kompromiss zum Wohle der Tiere, der für uns Tierschützerinnen und Tierschützer ohnehin nur eine Notlösung bedeutet, gefunden werden kann. Man könnte zumindest ein Fahrverbot bis zu den etwas kühleren Abendstunden verhängen", sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic. Jede "freiwillige" Lösung sei -wie dieser Fall zeige - zum Scheitern verurteilt. "Denn keine Fiakerfirma weiß, ob die anderen sich auch daran halten. Genauso gut könnte man bei Tempo-Beschränkungen im Straßenverkehr auf Freiwilligkeit setzen und auf Radar und Polizei verzichten", so Petrovic.

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