• 16.07.2015, 10:01:35
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  • OTS0035 OTW0035

ANIMAL SPIRIT zeigt neuen Fall von schwerem Animal Hoarding in NÖ an

"Werden Gericht und Behörden diesmal aktiv und beenden Tierquälerei?"

Eines von vielen toten Fohlen im Dreck in Ebendorf

Utl.: "Werden Gericht und Behörden diesmal aktiv und beenden
Tierquälerei?" =

Laaben/Ebendorf (OTS) - Vor drei Wochen hat der Tierschutzverein
ANIMAL SPIRIT neuerlich einen eklatanten Fall von "Animal Hoarding"
in Niederösterreich zur Anzeige gebracht, u.z. sowohl bei der
zuständigen BH Mistelbach als auch bei der Staatsanwaltschaft
Korneuburg. Es handelt sich um eine Frau, die dzt. in Ebendorf,
Bezirk Mistelbach, an die 120 Huftiere hortet und wahllos
weiterzüchtet, dazu noch Schweine, Schafe, Hunde und Katzen, die tlw.
unter erbärmlichen, jedenfalls tierschutzwidrigen Umständen
dahinvegetieren müssen, wie mittlerweile zig Zeugen - darunter auch
einige TierärztInnen - bestätigen können. Während der zuständige
Amtstierarzt von Mistelbach, Mag. Christoph Cenker, seit Jahren über
diesen Fall informiert ist und auch etliche entsprechende Anzeigen
bei ihm eingelangt sind, derzeit "keinen unmittelbaren
Handlungsbedarf" sieht, ist zumindest die StA Korneuburg bereits
aktiv geworden und hat mit den Zeugeneinvernahmen begonnen.

Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT:
"Endlich scheint in diese Angelegenheit, die sich nun schon über mehr
als ein Jahrzehnt an verschiedensten Standorten hinzieht, etwas
Bewegung zu geraten. Gestern hatte ich die erste Einvernahme als
Zeuge im Auftrag der StA Korneuburg (54 BAZ 417/15x) bei meiner
zuständigen Polizeidienststelle und habe dabei sowohl meine
persönlichen Wahrnehmungen als auch die der mir berichtenden
Augenzeugen dargelegt. Zudem haben wir heute noch weiteres
Beweismaterial, Zeugenadressen und Fotos nachgereicht, die uns erst
vor kurzem zugeschickt worden sind. Wir beobachten diese Frau, die
ganz offensichtlich an einer krankhaften Pferdesammelsucht,
möglicherweise auch falsch verstandenem Helfersyndrom und damit
verbundenem Messietum und starker Vernachlässigung ihrer Tiere
leidet, bereits seit mehr als 10 Jahren. Die Zeugen sprechen fast
unisono von viel zu vielen Tieren mit viel zu wenigen Unterständen,
Futter- und Wasserstellen, Ungeziefer, Parasiten, Dreck und Mist
überall, der nur gelegentlich zu `Kotbergen` zusammengeschoben wird,
sowie allgemein zu wenig Futter, v.a. für ältere und schwächere
Tiere. Dazu kommt unkontrolliertes und wahlloses Vermehren, da
unkastrierte Hengste und Stuten permanent zusammen sind bzw. waren,
wobei auch riesige Norikerhengste kleine bzw. viel zu junge Stuten
decken; als Folge davon kommt es nicht nur zu Inzucht mit allen
Folgekrankheiten, sondern auch zu jeder Menge Fehl- oder Totgeburten,
die dann heimlich durch die SARIA entsorgt werden müssen."(Siehe auch
beiliegende Fotos, weitere können auf Anfrage zugesandt werden).

Außerdem soll - aus genannten Gründen - kein lokal ansässiger
Tierarzt mehr den Hof betreten, auch weil diese Person kaum
Rechnungen bezahlt, überall nur Schuldenberge hinterläßt und zudem
ein Insolvenzverfahren anhängig ist. Also bemüht sie einen
tschechischen Tierarzt, dessen Berufsausübungslizenz in Österreich
ebenfalls noch zu hinterfragen ist und von dem sie Medikamente
bezieht bzw. diese auch - gesetzeswidrig - selbst verabreichen soll,
inklusive Antibiotika und Narkotika. Aus diesen unsachgemäßen bzw.
gar nicht oder viel zu spät erfolgten "Behandlungen" ergeben sich
zwangsläufig viele tierschutzrelevante Schmerzen und Leiden, auf die
sich u.a. die Anklage stützt. Auch für diese Beobachtungen gibt es
etliche Zeugen, die bereit sind, dies auch vor Gericht auszusagen.
Ebenso wären die durch die Kotberge auf unbefestigtem Untergrund sich
ergebenden wasserschutzrechtlichen Folgen, aber auch die möglichen
gewerberechtlichen Belange zu überprüfen, da sie ja über ihren
vorgeschobenen Verein keinerlei Steuern bezahlt, obwohl sie auch
Einstellbetrieb ist bzw. gewerbliche Verköstigungen anbietet.

Dr. Plank abschließend: "Wir kennen diese Person nun schon mehr als
10 Jahre, uns wurden immer wieder schwerste Mißstände aus ihren
diversen Lokalitäten zugetragen und sie wurde auch mehrmals angezeigt
- u.a. vom Österr. Pferdeschutzverband. Es wäre jetzt hoch an der
Zeit, daß die zuständigen Verwaltungs-Behörden und Gerichte endlich
tätig werden, um weiteres unnötiges Tierleid zu verhindern. Die Sorge
der Behörden, daß sie nicht wissen, was dann mit all den Tieren
passieren soll, wenn sie beschlagnahmt werden sollten, ist nur
teilweise begründet; denn erstens kann man diesen Zuständen nicht
noch weitere 10 Jahre zuschauen und zweitens finden sich im Falle
eines Falles immer sehr viele Tierfreunde und/oder in- und
ausländische Tierschutz-Organisationen, die bereit sind zu helfen und
möglichst viele Tiere auf gute neue Plätze zu vermitteln. Es wäre
also höchste Zeit für die Behörden, hier endlich tätig zu werden und
dieser Pferdesammelwut und Tierquälerei ein Ende zu bereiten!"

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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