- 15.07.2015, 09:05:01
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SOS Mitmensch: Flüchtlingsaufnahme in Niederösterreich konzentriert sich auf wenige Bezirke
Traiskirchen nicht länger im Stich lassen
Utl.: Traiskirchen nicht länger im Stich lassen =
Wien (OTS) - SOS Mitmensch appelliert an alle Bundesländer und
insbesondere an die niederösterreichische Landesregierung, mehr als
bisher zu einer besseren Verteilung der Asylsuchenden und damit zu
einer Entschärfung der dramatischen Situation in Traiskirchen
beizutragen.
Datentabellen würden zeigen, dass der Großteil der in
Niederösterreich untergebrachten Asylsuchenden auf einige wenige
Bezirke, allen voran dem Bezirk Baden mit der Asylstelle in
Traiskirchen, konzentriert sei. Für diese Ungleichverteilung sei
Niederösterreich nicht allein verantwortlich, aber das Bundesland
trage eine wesentliche Mitverantwortung, so SOS Mitmensch.
"Die Traiskirchen-Misere im Bezirk Baden in Niederösterreich hängt
ursächlich damit zusammen, dass in anderen Bundesländern, aber auch
in anderen niederösterreichischen Bezirken, nicht genug
Unterbringungsplätze geschaffen wurden. Die diesbezüglichen
Versäumnisse bei der Errichtung neuer Landesquartiere sind in
Niederösterreich besonders groß", erklärt Alexander Pollak, Sprecher
von SOS Mitmensch.
Pollak verweist darauf, dass Niederösterreich ohne dem Bundesquartier
in Traiskirchen seine Unterbringungsquote nur zu 65 Prozent erfüllen
würde. "Wenn das Land Niederösterreich seiner Verantwortung voll
nachkommen will, muss es 2.500 Asylplätze aus Traiskirchen im Bezirk
Baden in jene Bezirke verlagern, die gemessen an ihrer Einwohnerzahl
bisher kaum Asylsuchende aufgenommen haben. Dann wäre ein großer Teil
der Unterbringungsmisere gelöst", so Pollak.
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