• 15.07.2015, 07:24:03
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Salzburg und Burgenland sind top

Wien (OTS) - Das Magazin public präsentiert sein alljährliches
Top-250-Ranking zur finanziellen Lage der österreichischen Städte und
Gemeinden. Gemeinden im Burgenland und in Salzburg schneiden dabei am
besten ab.

Die Ergebnisse des public Bonitäts-Rankings 2015 liegen vor. Der
Trend der Vorjahre setzt sich fort. Im Detail zeigen sich aber einige
Verschiebungen. Die Top-Gemeinden sind bunter geworden. Die obersten
Ränge belegen Reith bei Kitzbühel (T), Gresten (NÖ), Langen bei
Bregenz (V), St. Johann i. Pg. (S) und Weinitzen (St). Detaillierte
Hintergrundinformationen zum Abschneiden dieser Gemeinden präsentiert
public in der am 15. Juli erscheinenden Sonderausgabe und auf
www.gemeindemagazin.at.

Alljährlich beauftragt das Magazin public die Experten des KDZ -
Zentrum für Verwaltungsforschung mit der Auswertung der Finanzen
aller österreichischen Städte und Gemeinden. Insgesamt weisen die
Gemeinden im Burgenland und in Salzburg heuer die besten
Bonitätswerte auf. Im obersten Zehntel finden sich besonders viele
burgenländische Gemeinden. Ausschlaggebend für das gute Abschneiden
ist jedoch nicht die Finanzkraft, die im Österreichvergleich gering
ist, sondern die niedrigen laufenden Transferzahlungen an das Land
sowie die niedrigen Personal- und Sachausgaben. Die hohe Bonität der
Salzburger Gemeinden ergibt sich aus den höheren Ertragsanteilen aus
dem Finanzausgleichsystem und dem wesentlich größeren
Abgabenaufkommen. Zudem machen sich die Reformen der letzten Jahre
bezahlt, durch die ein weiterer Anstieg bei den Transferzahlungen
eingebremst werden konnte. Interessant sind hier auch die Details:
Vorne liegen eher größere Gemeinden und starke Wirtschaftsstandorte,
wie die Bezirksstadt St. Johann, aber auch Bischofshofen.

In Summe zeigt sich im Ranking 2015 eine relativ gleichmäßige
Verteilung nach Gemeindegrößenklassen mit zwei Besonderheiten:
Gemeinden zwischen 2.501 und 5.000 EW haben die höchste Bonität. Die
schlechteste Bonität weisen Kleinstgemeinden (bis 1.000 EW) bzw.
Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern auf. Kleinstgemeinden sind
tendenziell finanzschwach, haben jedoch aufgrund struktureller
Probleme hohe Ausgaben je Einwohner. Gemeinden über 10.000 EW sind
grundsätzlich finanzstark, tragen jedoch hohe Transferlasten an die
Länder und indirekt an die kleineren Gemeinden. Sie übernehmen zudem
zahlreiche zentralörtliche Aufgaben, die mit hohen Ausgaben verbunden
sind und im Finanzausgleich nur unzureichend abgegolten werden.

Die erfolgreichsten Gemeinden werden auch dieses Jahr in der public
Sonderausgabe 7/2015 eingehend beleuchtet. Aber nicht nur die Bonität
steht im Fokus der Analysen, sondern auch das Kommunalsteueraufkommen
sowie zahlreiche Standortfaktoren, die sich auf die Geschicke von
Gemeinden auswirken.

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