Unterstützung für die, die Unterstützung brauchen

Tätigkeitsbericht des Vorarlberger Sozialfonds vorgestellt

Bregenz (OTS) - (VLK) - Rund 350 Leistungspakete, von Schwangerschafts- und Säuglingsdiensten bis zur Altenbetreuung, werden über den Vorarlberger Sozialfonds verwaltet. Der Tätigkeitsbericht 2014, den Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser, Landesrätin Katharina Wiesflecker und Landesrat Christian Bernhard im Pressefoyer am Dienstag, 14. Juli 2015, präsentierten, belegt erneut die hohe Effektivität dieses Instrumentes, aber auch die steigenden Kosten im Sozialbereich. Erstmals wurde auch ein Bericht zu den Sozialindikatoren vorgelegt, in dem die Landesstelle für Statistik die wesentlichen Basisdaten für eine gezielte Sozialplanung zusammengetragen hat.

"Vorarlberg ist ein Land mit ausgeprägter sozialer Gesinnung. Zentrales Anliegen ist es, hilfs- und pflegebedürftigen Menschen entsprechend ihrer Lebenssituation die nötige Unterstützung und Betreuung anzubieten mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe dort wo es möglich ist", sagte LSth. Rüdisser. Im Jahr 2014 betrugen die Gesamtausgaben aus dem Vorarlberger Sozialfonds 292,1 Millionen Euro. Zur Deckung leistete das Land einen Beitrag in Höhe von 133 Millionen Euro, die Gemeinden steuerten 89 Millionen Euro bei. Dazu kamen Einnahmen von rund 70 Millionen Euro.

Die Ausgaben des Sozialfonds unterliegen zahlreichen gesellschaftlichen Einflussfaktoren - von der Bevölkerungszunahme und der Arbeitsmarktentwicklung bis zu steigenden Bedarfszahlen wegen der wachsenden Flüchtlingszahl, des höheren Anteils älterer Menschen und mehr bzw. längerer Krankenstände aufgrund psychischer Erkrankungen, so Rüdisser. Rund zwei Drittel der zusätzlichen Ausgaben im Vergleich zum Rechnungsabschluss 2013 sind auf den neuen Kollektivvertrag für Gesundheits- und Sozialorganisationen in Vorarlberg zurückzuführen.

Landesrätin Wiesflecker und Landesrat Bernhard erläuterten die Schwerpunkte und Zukunftsperspektiven in den Bereichen Sozialhilfe, Pflege, Kinder- und Jugendhilfe, Integrationshilfe und Sozialpsychiatrie/Sucht. Wiesflecker wies unter anderem darauf hin, dass es in Vorarlberg gelungen ist, bei der Mindestsicherung eine durchschnittliche Bezugsdauer von sechs Monaten zu halten. Im Österreich-Schnitt sind es acht Monate. Im Pflegebereich werde weiter auf das Motto "so viel wie möglich ambulant, so viel wie nötig stationär" gesetzt.

Landesrat Bernhard hob das in den letzten Jahren vollzogene Umdenken in der Behindertenhilfe in Richtung Integration und gesellschaftliche Teilhabe hervor. Ambulant unterstützte Wohnformen und Beschäftigungsmöglichkeiten am offenen Arbeitsmarkt tragen dazu bei, dass das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung zur Selbstverständlichkeit werden kann. Und angesichts der großen Bedeutung psychischer Erkrankungen habe das Land Vorarlberg mit dem Psychiatriekonzept 2015-2025 einen wichtigen Schritt gesetzt, um erkrankte Menschen bedarfsgerecht und wohnortnah bestmöglich zu unterstützen.

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