Hubschrauberstützpunkt Vomp: STETS BEREIT statt STETS GESCHLOSSEN – Minister Klug zieht Heeresauftrag ins Lächerliche.

Skurrile Vorstellungen von Katastropheneinsätzen von Kasernen, Fußballplätzen, Parkplätzen etc..

Vomp, Innsbruck, Wien (OTS) - Mit mehr als skurrilen Vorschlägen versucht Verteidigungsminister Mag. Gerald Klug nun den Katastrophenschutz für Westösterreich ins Lächerliche zu ziehen, indem er der Irrmeinung folgt, der Regierungsauftrag nach "Schutz und Hilfe in Katastrophenfällen" könne in Zukunft mit einer auf ein Drittel zusammengeschrumpften Hubschrauberflotte von Fußball- und Parkplätzen aus effizient gewährleistet werden.

Natürlich können Hubschrauber in Kasernen, auf Fußballplätzen, Parkplätzen etc. "landen" - aber um das "Landen" allein ist es nie gegangen. Er dürfte vergessen haben, dass die meisten Kasernen bereits geschlossen - statt STETS BEREIT - sind oder anderweitig genutzt werden (von Obstlagern bis zu Unterkünften von Asylwerbern etc.). Ebenso übersieht er (samt seinen seltsamen Einflüsterern, die ihn in seine eigene "systemelastische Falle" gelockt haben), dass keine Tiroler Kaserne, kein Tiroler Fußballplatz und kein Tiroler Parkplatz - ebenso wie im gesamten Bundesgebiet - dafür geeignet sind, effektiven Katastropheneinsatz über mehrere Tage oder Wochen abzuwickeln.

Außer, er und seine Einflüsterer und damit "Totengräber des Heeresauftrags nach Schutz und Hilfe im Katastrophenfall" meinen, die Betankung der Hubschrauber erfolgt von Sportkantinen aus, die notwendige Wartung von angemieteten Reinigungs- und Wartungsfirmen, während die seit Jahren erprobten Stützpunktmitarbeiter und vor allem erprobten Kenner des Katastrophenschutzes in Gebirgsländern irgendwo im Osten versauern. Prinzip: Im Osten die letzten Reste stationieren, den Westen aushungern und sich selbst überlassen.

Vollkommen skurril auch die Idee, nun im Herbst im Rahmen einer eigenen Übung den Beweis antreten zu wollen, dass die "Schließorgie" ein taugliches "Konzept" sei. In welchen Kasernen, auf welchen Fußballfeldern und Parkplätzen wird dann wohl "gelandet"? Daher aus jahrzehntelanger Erfahrung: Katastrophenschutz lässt sich nicht monatelang wie Übungen vorausplanen. Katastrophenschutz und Assistenzeinsatz (mit lokalen Organisationen wie Rettung, Feuerwehr etc.) im Gebirge brauchen Stützpunkt, Hangar, Piloten und Wartungsmannschaft vor Ort. Denn es nützt der schnellste Hubschrauber aus Langenlebarn oder Linz nichts, wenn er nicht einmal einfliegen kann. Wir sehen allerdings ein ganz anderes Problem: Dem Herrn Bundesminister fehlt die Wertigkeit für dieses für ganz Westösterreich wichtige Anliegen. Wie sonst ist es zu erklären, dass er sich bei den letzten Katastrophen Sellrain oder See/Paznaun nicht selbst ein Bild von der erfolgreichen Arbeit vor Ort und am Stützpunkt Vomp gemacht, sondern sich stattdessen in der Steiermark als Landeshauptmann angebiedert hat?

Deshalb wird diese Unabhängige Initiativen zum Erhalt des Hubschrauberstützpunktes Vomp als wesentlicher Teil des Regierungsauftrages nach "Schutz und Hilfe im Katastrophenfall" weitergeführt, wir erwarten Antworten auf unsere Anfragen nach dem Bundesauskunftspflichtgesetz (siehe Website www.gurgiser-team.at - Ja zur Sicherheit … Schreiben vom 19. und 29.06.2015) und vor allem nun auch ein weit stärkeres Engagement der Tiroler Landes- und Gemeindepolitik.

Denn für den Tiroler Landtag (einstimmige Entschließung für den Erhalt vom 2. Juli 2015), die mit der Umsetzung betraute Tiroler Landesregierung und auch die Gemeinden gilt ab sofort "Schweigen bedeutet Zustimmung", wenn diese skurrilen Vorschläge nicht rasch entsorgt werden. Diese Vorschläge sind zudem die Missachtung einer breiten Mehrheit in der österreichischen Bevölkerung, die dem österreichischen Bundesheer für aktiven Katastrophenschutz, Sanität, Assistenz und Hilfeleistung hohen Respekt entgegenbringt.

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