- 10.07.2015, 13:58:19
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„Kulturmontag“ am 13. Juli: Lebendiger Winnetou-Kult, heftiger Asylzwist und wachsender Trend zum Verzicht
Außerdem: Neues Filmporträt zum 80. Geburtstag von Teddy Podgorski im Rahmen eines Programmschwerpunkts
Utl.: Außerdem: Neues Filmporträt zum 80. Geburtstag von Teddy
Podgorski im Rahmen eines Programmschwerpunkts =
Wien (OTS) - Eine spannende Themenpalette präsentiert der von
Clarissa Stadler moderierte "Kulturmontag" am 13. Juli 2015 ab 22.30
Uhr in ORF 2: So hinterfragt das Magazin u. a., warum das gerade so
aktuelle Thema Asyl das Land derart spaltet und stellt
Kulturinitiativen und Sozialprojekte vor, die konstruktive Hilfe und
Lösungsansätze bieten. Die Sendung begibt sich aber auch auf
Winnetous Spuren und beleuchtet, kurz nach dem Tod seines berühmten
filmischen Darstellers Pierre Brice, den ewigen Indianer-Kult, der
nach wie vor lebt. Außerdem Thema: der wachsende Trend zur
Entschleunigung und die Sehnsucht nach einem einfacheren,
bescheidenen Leben.
Im Anschluss an den Magazinteil würdigt der "Kulturmontag" im Rahmen
eines Programmschwerpunkts Teddy Podgorski mit einem neuen
Filmporträt zum runden Geburtstag: "Der Teddy - Eine Fernsehlegende
wird 80" (23.15 Uhr). Im Vorfeld des "Kulturmontag" bringt bereits
die aktuelle Ausgabe von "Thema" (21.05 Uhr) ein ausführliches
Interview mit dem renommierten Journalisten, Radio- und
Fernsehmacher, Autor, Schauspieler und ehemaligen
ORF-Generalintendanten. Im Anschluss an das Filmporträt, gibt es um
0.15 Uhr eine Folge der von Podgorski moderierten Kultreihe
"Seinerzeit" aus dem Jahr 1985 zum Wiedersehen.
Winnetou lebt weiter! Fährtensuche bei den ewigen Fans
Anfang Juni verstarb mit 86 Jahren der berühmteste aller
Winnetou-Darsteller, Pierre Brice. Die imposanten Verfilmungen der
Karl-May-Romane rund um den edlen Apachen-Häuptling hatten großen
Eindruck auf die Nachkriegsgeneration gemacht: Sowohl auf der
Kinoleinwand in den 1960er Jahren als auch später als
Samstagsnachmittagsprogramm im Fernsehen begeisterten die Geschichten
aus dem Wilden Westen die Menschen nachhaltig. Noch heute pilgern
nicht nur eingefleischte Winnetou- und Old-Shatterhand-Fans (Anm.:
ebenfalls legendär gespielt von Lex Barker), sondern auch immer mehr
Touristen zu den Originalschauplätzen von wichtigen Filmszenen, die
aus Budgetgründen nicht in den USA, sondern im kroatischen
Karstgebiet rund um den Nationalpark Starigrad-Paklenica gedreht
wurden. Sogar ein kleines Museum wurde in dem ehemaligen Motel im
Küstenort Starigrad-Paklenica eröffnet, wo Cast und Crew der
insgesamt elf Kinofilme einst untergebracht waren. Mit dem
Winnetou-Experten Herbert Pfaffstätter, der fast jeden Drehort
besucht und dokumentiert hat, folgt der "Kulturmontag" den Fährten
der legendären Filme.
Vom Technik-Überdruss und dem Trend zum Verzicht
Das Leben sei kompliziert genug, finden immer mehr Menschen und die
Sehnsucht nach dem einfachen Leben wird immer größer. Es ist die
freiwillige Beschränkung und der künstliche Verzicht, der unsere
Lebensqualität steigern soll. Das Computerprogramm "Freedom" drosselt
gezielt den Internetzugang, in Fitnessstudios setzt man nicht mehr
auf softwaregesteuerte Maschinen, sondern beschränkt sich auf
Trainingsmethoden mit dem eigenen Körpergewicht ("Crossfit"), und
auch beim Essen entdecken immer mehr Menschen wieder das Simple.
Dass das gute, alte, qualitätsvolle Handwerk boomt, sei ganz klar
eine Gegenbewegung zur digitalen Revolution der vergangenen
Jahrzehnte, der Trend zu einfachen Produkten oder Selbstgemachtem die
Reaktion auf entfremdende Multitasking-Berufe - so der Wiener
Philosoph Robert Pfaller. Für die Münchner Kulturphilosophin Barbara
Vinken ist es kein Zufall, dass auch in der Mode das Einfache und
Schlichte wieder en vogue sind. Der "Kulturmontag" hat mit
Philosophen und Dokumentarfilmern ("Stopping - Wie man die Welt
anhält") über den Kult ums einfache Leben gesprochen.
Flüchtlinge in Not - Warum das Asyl-Thema Österreich spaltet
Kein Tag vergeht ohne neue erschreckende Bilder von Menschen auf der
Flucht vor Krieg, Hunger und Gewalt. Zeltstädte und improvisierte
Matratzenlager, nicht irgendwo auf dem Erdball, sondern in
Österreich, einem der reichsten Länder der Welt - das ist Realität.
Die Stimmung ist angespannt: Die Politik scheint ratlos, mancherorts
wird Hass gesät und Angst geschürt vor "dem Fremden".
Doch es geht auch anders. Das zeigen Initiativen und Projekte wie der
"öffentliche Deutschkurs für Asylwerberinnen", auf Wiener Plätzen,
inszeniert vom Filmemacher Arash T. Riahi, oder wie das Projekt
Purple Eat am Meidlinger Markt im zwölften Wiener Gemeindebezirk -
hier kochen und servieren Flüchtlinge Essen aus ihrer Heimat. Der
"Kulturmontag" begibt sich auf Spurensuche, skizziert die aktuelle
Situation, begleitet Kultur- und Sozialprojekte zum Thema Asyl und
sucht Antworten auf die Frage, warum das Thema Asyl Österreicher so
tief spaltet.
Neue Dokumentation: "Teddy - Eine Fernsehlegende wird 80"
In einem sehr persönlich gestalteten neuen Porträt zu seinem 80.
Geburtstag am 19. Juli begibt sich Teddy Podgorski an jene Orte, die
für sein Leben prägend waren. Vom Gemeindebau in Wien Simmering über
das Stiftsgymnasium Admont und das legendäre Wiener Lokal Gutruf bis
in das ORF-Zentrum am Wiener Küniglberg. Er erzählt seinen Lebensweg
anhand zahlloser Erlebnisse und Begegnungen samt privatem Foto- und
Videomaterial und spart dabei nicht mit Anekdoten aus seinem
vielfältigen Schaffen. Der Film von Teddy Podgorski junior ist
außerdem am Sonntag, dem 19. Juli, im Rahmen der "matinee" um 9.05
Uhr in ORF 2 sowie um 12.20 Uhr in ORF III zu sehen.
Der "Kulturmontag" wird als Live-Stream sowie nach der
TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.
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