- 10.07.2015, 09:46:38
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Prodinger Check gegen Zweitwohnungen
Orte brauchen echte und strukturierte Tourismusbetriebe statt noch mehr "kalter Betten"
Utl.: Orte brauchen echte und strukturierte Tourismusbetriebe statt
noch mehr "kalter Betten" =
Wien/Zell am See (TP/OTS) - Prodinger|GFB Tourismusberatung überprüft
für Landesregierungen und Gemeinden "Buy to let" - Projekte. Es geht
um die sinnvolle Stärkung von Hotels, ohne neue Zweitwohnungen zu
schaffen. Die Grenzen zwischen Bauträgermodell und Hotelfinanzierung
verschwimmen.
Zweitwohnsitze in angesagten Tourismusregionen sind nach wie vor heiß
begehrt, doch ist in vielen Orten das zulässige Limit bereits
erreicht wenn nicht schon überschritten. Daher wird immer öfter
versucht, Ferienwohnsitze in aufgelassenen oder wenig genutzten
Hotels zu errichten. Viele Orte haben jedoch berechtigte Angst, dass
aus diesen Projekten wieder nur Zweitwohnungen und letztlich "kalte
Betten" werden, sagt Thomas Reisenzahn von der Prodinger|GFB
Tourismusberatung.
"Buy-to-let" Modelle erhöhen die Finanzkraft der Hotels
Die Verbindung von Hotellerie und speziellen Wohnungseinheiten, die
das Hotel zur Vermietung anbietet, ist von der Grundidee her durchaus
sinnvoll. Der Lebenszyklus wird verlängert, Übergaben können
durchgeführt werden und das notwendige Kapital für Investitionen
sichert die Marktfähigkeit. Diese regulierten "Buy-to-let" Modelle
könnten eine interessante Alternative darstellen. Buy-to-let bedeutet
einfach, dass Hotelappartements mit der Absicht erworben werden,
diese durch den angegliederten Hotelbetrieb zu vermieten, erklärt
Mag. Stefan Rohrmoser, Geschäftsführer der Prodinger Steuerberatung,
das zugrunde liegende Konzept.
Prodinger Test unterscheidet touristische Projekte von
Zweitwohnungen
Die Prodinger|GFB Gruppe, die sich seit Jahren intensiv mit dieser
Problematik befasst, hat nun eine Hilfestellung für betroffene
Gemeinden und Landesregierungen erarbeitet. Anhand eines
Schnelltestes können diese rasch feststellen, ob das in Frage
kommende Vorhaben einen "touristischen Kern" enthält, demzufolge die
geplanten Appartements tatsächlich für touristische Zwecke
weitervermietet werden.
Wie Prodinger-Experte Stefan Rohrmoser unterstreicht, haben die
bisherigen Erfahrungen gezeigt, dass das Raumkonzept allein nicht
ausreicht, um Missbräuche zu verhindern. Es müsse vielmehr das
Betriebskonzept überprüft werden. Warme Betten werden in Form
"strukturierter Beherbergung" geschaffen. Darunter fallen Zimmer und
Wohnungen, die primär drittvermietet werden und einem kommerziellen
Ziel dienen. Wichtig ist dabei das Vorliegen eines einheitlichen
Betriebskonzepts. Die Käufer der Einheiten lukrieren Mieteinnahmen
und erzielen eine höhere Rendite, gleichzeitig nützen sie vorhandene
Vertriebskanäle, das Betreiber-Know How und finanzielle Mittel zur
Marktbearbeitung.
Der Investor muss sich dem operativen Geschäft des Hotelbetreibers
unterordnen und kann die Einheit nur nach dessen Zustimmung selber
nutzen. Der Schlüssel bleibt beim Hotelier, der auch für die
Auslastung verantwortlich ist.
Im Einzelnen führt die Prodinger|GFB Tourismusberatung zehn Punkte
an, die es den verantwortlichen politischen Entscheidungsträgern
ermöglichen, touristische Projekte rasch von Zweitwohnungsvorhaben zu
unterscheiden. Die dargestellten Sachverhalte reichen von der
Bewertung der Betreiberverträge über Marketing, den Angeboten für
Gäste, Konzessionen und Hausverwaltung bis zur Schlüsselgewalt der
Investoren, der Erlösabrechnung, der technischen Ausgestaltung und
der Vorsteuerrückvergütung beim Finanzamt. Die Prodinger|GFB
Tourismusberatung hat mit dieser Dienstleistung, so Rohrmoser, die
Palette ihrer praktischen Hilfestellungen für Tourismusorte weiter
ausgebaut.
PRODINGER|GFB TOURISMUSBERATUNG
Die PRODINGER|GFB Gruppe, ist eine der führenden
Wirtschaftsberatungsgruppen in Österreich. Sie unterstützt ihre
Kunden in den Haupt-Geschäftsfeldern Steuerberatung,
Unternehmensberatung, Marketing und Tourismus. Investment- und
Finanzierungskonzepte, sowie Green Business Solutions erweitern das
Leistungsspektrum. Die Unternehmensgruppe hat Standorte in
Altenmarkt, Bad Hofgastein, Bozen, Innsbruck, Lech, Mittersill,
München, Saalfelden, Salzburg, St. Johann in Pongau, Velden, Wien
und Zagreb. Die Gruppe betreut u.a. aktuell mehr als 500
Hotelbetriebe in ganz Österreich. Derzeit sind 300 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter an 13 Standorten tätig.
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