Herr/Koch: Leerstandsabgabe statt leererer Wohnungen!

SJ und JUSOS Salzburg fordern ein Ende der Spekulation und ein neues Mietrecht

Wien (OTS) - "Salzburg ist Spitzenreiter bei Mietpreisen! Angesichts von 3.500 ungenutzten Wohnungen zeigt sich einmal mehr, dass nicht nur eine zu geringe Wohnbauaktivität, sondern auch Spekulation Ursachen dafür sind", kritisiert Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich, die aktuelle Situation in der Stadt Salzburg. "Wenn gleichzeitig 4.000 Menschen auf eine Wohnung warten, muss dieser Missstand mittels Leerstandsabgabe so schnell wie möglich behoben werden", fordert Herr und hält fest, dass Wohnraum kein Spekulationsobjekt sein darf.

"Durch eine Leerstandsabgabe sind EigentümerInnen motivierter leerstehende Flächen zu vermarkten oder umzunutzen, statt sie als Anlageobjekt zu betrachten", unterstützt Florian Koch, Vorsitzender der Jungen SozialdemokratInnen und SozialistInnen Salzburg, die Forderung. "Mehr Rechte für VermieterInnen sind jedoch kein Teil der Lösung", meint Koch und hält auch das geplante Anreizsystem der Stadt Salzburg für unzureichend: "Wer mit Eigentum und höheren Mieten spekuliert, wird sich mittels Anreizen nicht einfach umstimmen lassen."

Mit Blick auf die aktuelle Situation in Salzburg, aber auch auf ähnliche Probleme in anderen Städten, erneuern beide VertreterInnen den Ruf nach einem neuen Mietrecht: "Neben einer Leerstandsabgabe braucht es klare und nachvollziehbare Mietobergrenzen, mehr unbefristete Verträge und Startwohnungen für junge Menschen." Weiters fordern Herr und Koch die Wiedereinführung der Zweckwidmung der Wohnbauförderung sowie mehr öffentlichen und gemeinnützigen Wohnbau. Auch der Zweckentfremdung von Wohnraum als Ferienwohnung oder Vermietung mittels Airbnb - wie in Salzburg weit verbreitet - möchten sie einen Riegel vorschieben. "Die Regierung muss hier endlich aktiv werden und mit einem neuen Mietrecht echte Verbesserungen schaffen, statt es weiterhin auf die lange Bank zu schieben", fordern Herr und Koch unisono.

Rückfragen & Kontakt:

Sozialistische Jugend Österreich
Roland Plachy
SJ-Pressesprecher
+43 664 / 450 12 58
office@sjoe.at
www.sjoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0001