- 09.07.2015, 11:59:03
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Herr/Koch: Leerstandsabgabe statt leererer Wohnungen!
SJ und JUSOS Salzburg fordern ein Ende der Spekulation und ein neues Mietrecht
Utl.: SJ und JUSOS Salzburg fordern ein Ende der Spekulation und ein
neues Mietrecht =
Wien (OTS) - "Salzburg ist Spitzenreiter bei Mietpreisen! Angesichts
von 3.500 ungenutzten Wohnungen zeigt sich einmal mehr, dass nicht
nur eine zu geringe Wohnbauaktivität, sondern auch Spekulation
Ursachen dafür sind", kritisiert Julia Herr, Vorsitzende der
Sozialistischen Jugend Österreich, die aktuelle Situation in der
Stadt Salzburg. "Wenn gleichzeitig 4.000 Menschen auf eine Wohnung
warten, muss dieser Missstand mittels Leerstandsabgabe so schnell wie
möglich behoben werden", fordert Herr und hält fest, dass Wohnraum
kein Spekulationsobjekt sein darf.
"Durch eine Leerstandsabgabe sind EigentümerInnen motivierter
leerstehende Flächen zu vermarkten oder umzunutzen, statt sie als
Anlageobjekt zu betrachten", unterstützt Florian Koch, Vorsitzender
der Jungen SozialdemokratInnen und SozialistInnen Salzburg, die
Forderung. "Mehr Rechte für VermieterInnen sind jedoch kein Teil der
Lösung", meint Koch und hält auch das geplante Anreizsystem der Stadt
Salzburg für unzureichend: "Wer mit Eigentum und höheren Mieten
spekuliert, wird sich mittels Anreizen nicht einfach umstimmen
lassen."
Mit Blick auf die aktuelle Situation in Salzburg, aber auch auf
ähnliche Probleme in anderen Städten, erneuern beide VertreterInnen
den Ruf nach einem neuen Mietrecht: "Neben einer Leerstandsabgabe
braucht es klare und nachvollziehbare Mietobergrenzen, mehr
unbefristete Verträge und Startwohnungen für junge Menschen." Weiters
fordern Herr und Koch die Wiedereinführung der Zweckwidmung der
Wohnbauförderung sowie mehr öffentlichen und gemeinnützigen Wohnbau.
Auch der Zweckentfremdung von Wohnraum als Ferienwohnung oder
Vermietung mittels Airbnb - wie in Salzburg weit verbreitet - möchten
sie einen Riegel vorschieben. "Die Regierung muss hier endlich aktiv
werden und mit einem neuen Mietrecht echte Verbesserungen schaffen,
statt es weiterhin auf die lange Bank zu schieben", fordern Herr und
Koch unisono.
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