„Die größte Katastrophe ist das Vergessen“: Diakonie macht auf die Situation der Menschen in Syrien und im Irak aufmerksam

15 Millionen Menschen sind im Nahen Osten auf der Flucht: Diakonie Katastrophenhilfe sammelt Spenden für internationale Hilfsprojekte

Wien (OTS) - Mit der Aktion "Die größte Katastrophe ist das Vergessen" rückt die Diakonie Katastrophenhilfe jedes Jahr humanitäre Krisen in den Vordergrund, die wenig bis gar keine Beachtung mehr in der Öffentlichkeit finden. Dieses Jahr widmet sich die Aktion den Menschen in Syrien und im Irak. Die gesammelten Spenden unterstützen Flüchtlinge in Syrien, in der Türkei, im Irak, in Jordanien und im Libanon.

"Der Krieg in Syrien und die gewaltsamen Auseinandersetzungen im Irak haben 15 Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Das ist die größte Flüchtlingskatastrophe unserer Zeit", sagt Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich.

"Viele Millionen Unschuldige werden aus ihrer Heimat vertrieben, geraten zwischen Fronten, verlieren all ihr Hab und Gut, ihre Angehörigen, ihre Lebensgrundlage. Betroffen sind alle: Jung und Alt, Frauen und Männer, Kinder und Kranke", schildert Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe, die Lage in der Region.

Hilfsprogramme der Diakonie Katastrophenhilfe in Syrien und im Irak

Im Frühjahr 2012 - wenige Monate nach Beginn des Krieges in Syrien -startete die Diakonie Katastrophenhilfe ihr Hilfsprogramm für Menschen, die aufgrund der schweren Kämpfe innerhalb des Landes vertrieben wurden oder in den Nachbarstaaten Jordanien, Libanon, Türkei und Irak Schutz suchen.

"Die Lage der Flüchtlinge, Vertriebenen und Gewaltopfer ist im fünften Jahr des syrischen Bürgerkrieges so verzweifelt wie nie zuvor", betont Dagmar Lassmann. Lebenswichtige Infrastruktur wie die Wasserversorgung, Stromnetze und Krankenhäuser sind zerstört.

Als humanitäre Hilfsorganisation hilft die Diakonie Katastrophenhilfe, ohne bei den Betroffenen nach Religion oder Herkunft zu unterscheiden. "Es geht darum, den Menschen in der Krisenregion gemeinsam mit unseren lokalen Partnern das Überleben zu sichern und das friedvolle Zusammenleben zu unterstützen. Schon mit einfachen Mitteln können wir viel erreichen: einerseits Soforthilfe mittels lebensnotwendiger Hilfsmittel und Hilfe bei der Suche nach einer Unterkunft, andererseits Beistand mittels psychosozialer Arbeit", betont Dagmar Lassmann.

Um unsere Arbeit zu ermöglichen, brauchen wir Ihre Hilfe

Um noch mehr Menschen zu erreichen, ist die Diakonie Katastrophenhilfe zusammen mit ihren Partnerorganisationen auf Spenden angewiesen. "Mit zusätzlichen Mitteln können die laufenden Maßnahmen weiter unterstützt und ausgebaut werden", betont Dagmar Lassmann. Längerfristig gehört dazu die Sicherung des Lebensunterhalts in Form von Einkommen schaffenden Maßnahmen und beruflicher Aus- und Weiterbildung, die Förderung von Schulkindern, Gesundheits- und Ernährungsberatungen.

Aktuelle Zahlen zur Krise (Juni 2015)

  • 7,6 Millionen Menschen sind innerhalb Syriens auf der Flucht.
  • 12,2 Millionen Menschen sind in Syrien insgesamt auf humanitäre Hilfe angewiesen.
  • 4 Millionen Syrerinnen und Syrer flohen Richtung Jordanien, Libanon, Türkei, Irak und Nordafrika.
  • 2,7 Millionen Irakerinnen und Iraker sind innerhalb ihres Landes auf der Flucht.
  • 5,2 Millionen Menschen im Irak sind insgesamt auf humanitäre Hilfe angewiesen.
  • 500.000 Menschen sind Schätzungen zufolge 2014 aus dem Irak geflohen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für die "Vergessene Katastrophe" in Syrien und dem Irak:

IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333 (Erste Bank)
BIC: GIBAATWWXXX
Spenden-Kennwort: "Syrien/Irak Nothilfe"

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Mag.a (FH) Margit Kubala
Diakonie Österreich
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