Walser: Dyskalkulie – Kindern bei Rechenschwäche helfen statt bestrafen

Grüne: Frühförderung und Berücksichtigung bei Leistungsbeurteilung

Wien (OTS) - "Rund sechs Prozent aller SchülerInnen haben Dyskalkulie", zitiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, eine Studie des Osnabrücker Zentrums für mathematisches Lernen. "Das bedeutet, dass in fast jeder Klasse ein Kind mit Rechenschwäche sitzt." Betroffene SchülerInnen verwechseln zum Beispiel die Grundrechenarten, versuchen Multiplikation allein durch Auswendiglernen zu meistern und scheitern an Textaufgaben. "Ohne Frühförderung ist das Versagen fast programmiert", warnt Walser.

Anders als bei der bekannteren Lese- und Rechtschreibschwäche Legasthenie, wird die Dyskalkulie bei der Leistungsbeurteilung oft nicht berücksichtigt. "SchülerInnen mit Rechenschwäche müssen sehr viel Zeit und Energie für Mathematik-Nachhilfe verwenden. Ihnen fehlt oft Zeit, ihre Stärken auszubauen", macht der Grüne Bildungssprecher auf eine Folge der Dyskalkulie aufmerksam und gibt zu bedenken: "So werden Talente zerstört."

"Wir müssen in diesem Bereich endlich aktiv werden. Ich bringe daher einen Antrag im Nationalrat ein, damit Dyskalkulie besser erforscht wird, Förderprogramme entwickelt und Rechenschwäche bei der Leistungsbeurteilung berücksichtigt werden", fasst Walser zusammen.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6735
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001