• 02.07.2015, 12:00:17
  • /
  • OTS0122 OTW0122

AIT bilanziert positiv mit stark steigendem Auftragsstand

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6859 Im Namen
des Präsidenten des Aufsichtsrates, Dr. Hannes Androsch und der
Geschäftsführung des AIT Austrian Institute of Technology lud das
AIT zur Bilanzpressekonferenz über das Geschäftsjahr 2014, den
Ausblick auf 2015 sowie aktuelle Schwerpunkte aus der
Infrastrukturforschung ein.

Wien (OTS) - Mit dem Jahresabschluss 2014 legt das AIT bereits zum
siebten Mal in Folge eine Bilanz mit positivem Ergebnis vor. Auf
Basis einer guten Erlösentwicklung konnte ein EGT in Höhe von 3,3
Mio. EUR erwirtschaftet werden. Auch die Auftragssituation gestaltete
sich mit einem Wachstum von 15 Prozent positiv.

Das Bilanzjahr 2014 zeichnet sich für das AIT durch ein markantes
Wachstum in allen wesentlichen Bereichen aus. Die Einnahmenstruktur
besteht zu zwei Drittel aus externen Erlösen. Für 2015 erwartet AIT
Geschäftsführer Anton Plimon für Österreichs größte Research and
Technology Organisation (RTO) von europäischem Format eine
Fortsetzung des Wachstumskurses des AIT.

Die Basis für das im Vergleich zu den Vorjahren deutlich bessere
Jahresergebnis in Höhe von 3,3 Mio. EUR waren eine hohe Produktivität
und zahlreiche Projektabschlüsse im Berichtsjahr. Auch die
Auftragsstände konnten um 15 Prozent auf 163,3 Mio. EUR (im Vergleich
zu 2013: 141,4 Mio. EUR) gesteigert werden. Anton Plimon: "Daraus
legitimiert sich der Anspruch, eine Research and Technology
Organisation von europäischem Format zu sein. Mit unserer Performance
spielen wir in der vergleichbaren Top Liga Europas."

Effizienzsteigerung bei den Verwaltungsabläufen

CFO Alexander Svejkovsky berichtet über die gelungene
Effizienzsteigerung bei den Verwaltungsabläufen: "Trotz deutlich
gestiegenen Compliance-Anforderungen, welche zu einer Steigerung von
240% - verglichen mit 2009 - bei den externen Prüfungshandlungen
geführt hat, konnte eine Senkung der Verwaltungskosten in der Höhe
von 3% erreicht werden. Damit ist AIT mehr als konkurrenzfähig im
Vergleich mit den europäischen Peers."

Androsch: Mit überschaubaren Mitteln eine Menge erreicht

AIT Aufsichtsratspräsident Hannes Androsch: "Das AIT hat in den
vergangenen Jahren bewiesen, dass man auch mit überschaubaren Mitteln
national und international eine Menge erreichen kann. Basis dafür
ist, dass man die Experten in Ruhe arbeiten lässt. Die
Forschungsthemen des AIT sind die richtigen und werden am Markt
nachgefragt, laufende Anpassungen an geänderte Situationen werden
rasch umgesetzt. Das Ergebnis ist eine starke Leistungsbilanz - das
AIT ist wissenschaftlich sichtbar, wirtschaftlich erfolgreich,
finanziell fit und damit gut vorbereitet für die Zukunft."

Starke Eigentümervertreter

Voraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung und den Wachstumskurs
des Unternehmens sind starke Eigentümervertreter, die entschlossen
und engagiert hinter dem AIT stehen.

Aufsichtsratspräsident Hannes Androsch: "Großer Dank gebührt dem
Technologie- und Innovationsminister Alois Stöger (BMVIT) und der
Österreichischen Industriellenvereinigung (IV) mit Präsident Georg
Kapsch, die durch den Verein zur Förderung von Forschung und
Innovation (VFFI) unter Vorsitz von Peter Koren den zweiten
Eigentümervertreter des AIT stellen. Gemeinsam mit dem
Forschungsstrategischen Beirat, der mit international renommierten
Vertretern besetzt ist und die strategische Entwicklung des AIT
begleitet, geben die Eigentümervertreter dem AIT den notwendigen
Rückhalt", betont Hannes Androsch.

Forschungseinrichtung von europäischem Format

Das Ziel des AIT ist ein hohes wissenschaftliches Profil, um
international wettbewerbsfähig zu sein und so für seine Kunden einen
maximalen Mehrwert zu erreichen. Das AIT - als Forschungseinrichtung
von europäischem Format - setzt daher weiterhin auf Wachstum.
Androsch: "Ein Wachstumskurs braucht vor allem bestens qualifizierte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mittelmäßigkeit können wir uns
nicht leisten. In der Wissenschaft gibt es einen besonderen
Magnetismus: Talente ziehen Talente an. Langfristig wird das AIT von
dieser Strategie profitieren."
Im vergangenen Jahr konnte der Mitarbeiterstand des AIT auf 1.260
Personen inklusive Freelancer anwachsen. "Das AIT ist eine Research
and Technology Organisation mit bestens qualifizierten Expertinnen
und Experten aus der ganzen Welt. Alleine 2014 konnten wir rd. 50
neue ForscherInnen aus dem In- und Ausland für das AIT gewinnen",
sagt der wissenschaftliche Geschäftsführer des AIT Wolfgang Knoll.

Scientific & Performance Indicators

Die für die Basisförderung des BMVIT an das AIT wichtigen Scientific
& Performance Indicators zeigen ebenfalls eine sehr positive
Entwicklung. So konnten 2014 die Gesamtanzahl an Publikationen weiter
gesteigert werden. Ebenso ist die Anzahl an Vorlesungen und Invited
Lectures gestiegen. Knoll: "Wissenschaft ist international. Im Jahr
2014 konnte die Zahl der DissertantInnen von 191 auf 206 erhöht
werden, wobei der Anteil aus internationalem Raum auf 39 Prozent
ausgebaut werden konnte. Im Berichtsjahr wurden am AIT 18
Dissertationen und 63 Diplomarbeiten abgeschlossen. Unsere
WissenschafterInnen haben insgesamt 178 Vorlesungen und 284
Fachvorträgen auf nationalen und internationalen Konferenzen und
Symposien gehalten."

AIT Erfolgsstrategie: Systemkompetenz und Business Cases
Das AIT forscht an den relevanten Infrastrukturthemen von morgen. Der
Output ist ein Bündel an Forschungsleistungen für klar umrissene
Kundengruppen aus der Wirtschaft.

Plimon: "Unsere erfolgreiche Strategie basiert auf Systemkompetenz
und Einzeltechnologien, aus denen Geschäftsmodelle entstehen. Im
Wesentlichen arbeiten wir an drei großen Business Cases: Enabling
Innovative Services, R&D for next Generation Goods und Advanced
Technologies and Processes."

Enabling Innovative Services

Ein Beispiel aus dem Business Case ‘Enabling Innovative Services‘
sind etwa die Entwicklung und Bereitstellung von zukunftsweisenden
Technologien im Bereich von Öffentlicher Verwaltung (eHealth,
eGovernment, eEnvironment), Telekommunikation, Stromversorgung und
Verkehr. Diese Technologien werden vom AIT zur Sicherstellung von
operativer Effizienz und Zuverlässigkeit kritischer Infrastrukturen
entwickelt. Gleichzeitig müssen diese Technologien auch vom Nutzer
akzeptiert werden, um optimal angewendet werden zu können. Das AIT
legt darauf besonderes Augenmerk und hat seit 2014 mit ‘Technology
Experience‘ unter Manfred Tscheligli von der Universität Salzburg
eine eigene Unit im AIT Innovation Systems Department etabliert.

R&D for next Generation Goods

Ein Beispiel aus dem Business Case R&D for next Generation Goods,
sind die innovativen Entwicklungen von neuen Produkten im Bereich der
Assistenzsysteme und AAL-Technologien, die ein Leben in
Selbständigkeit und Sicherheit in den eigenen vier Wänden bis ins
hohe Alter ermöglichen. Next Generation Goods sind dabei etwa Smart
Home Sensoren mit Alarmauslösung, die Anbindung an einen Pflege- bzw.
Notrufprovider oder Personen-Tracking und die intelligente
Produktverpackung, die Plimon anhand einer Medikamentenverpackung mit
NFC-Technologie veranschaulichte. Diese Anwendung stellt durch die
Kommunikation zwischen Medikamentenverpackung und Mobiltelefon einen
wichtigen Beitrag für die richtige und zuverlässige
Medikamenteneinnahme dar.

Advanced Technologies and Processes

Der dritte große Business Case ‘Advanced Technologies and Processes‘
wird beim AIT zum Beispiel in der Forschung auf dem Sektor der Bild-
und Videoverarbeitung realisiert. Dabei wird u.a. 3D-Vision als,
robuste, visuelle Sensortechnologie für industrielle, autonome und
Assistenzsysteme weiterentwickelt. Als Forschungsergebnis werden z.B.
Straßenbahnen sehend gemacht. Eine neue am AIT entwickelte
Technologie wurde auf der Weltleitmesse für Bildverarbeitung
präsentiert und ermöglicht Straßenbahnen verschiedene Objekte, wie
z.B. Fahrzeuge und Personen auf Schienen und Umgebung, selbständig zu
erkennen.

Talente ziehen Talente an

Wolfgang Knoll: "Der Wachstumskurs des AIT braucht bestens
qualifizierte MitarbeiterInnen. Dabei setzen wir auf den Magnetismus
in der Wissenschaft, Innovation und Forschung: Talente ziehen Talente
an. Hinter jedem Forschungsthema der Infrastrukturen von morgen steht
ein(e) höchstqualifizierte(r) und international vernetzte(r) AIT
MitarbeiterIn. Daher wird auch das internationale Recruiting für das
AIT immer wichtiger."

Drei Beispiele aus den AIT Forschungs-Highlights in
langfristigen Zukunftsthemen

Thomas Pock ist Principal Scientist am AIT im Forschungsbereich
"Intelligent Vision Systems" und Professor für das Spezialgebiet
"Mobile Vision" am Institut für Maschinelles Sehen und Darstellen
(ICG) an der TU Graz. Ihm wurde für seine Arbeit am Projekt HOMOVIS
(High-level Prior Models for Computer Vision) vom European Research
Council der renommierte ERC Starting Grant zuerkannt. HOMOVIS erkennt
in Sekundenbruchteilen abertausende verschiedene Objekte und kann
visuelle Unterscheidungen anhand kleinster Details erkennen. ERC
Starting Grants unterstützen exzellente ForscherInnen in einem frühen
Karrierestadium auf dem Weg in die wissenschaftliche Unabhängigkeit.
Die maximale Förderung beträgt 1,5 Millionen Euro für fünf Jahre.
Thomas Pock nimmt mit seinen Funktionen eine essentielle
Brückenfunktion zwischen außeruniversitärer und universitärer
Forschung ein.

Atanaska Trifonova, Professorin an der Bulgarischen Akademie der
Wissenschaften, ist Themenkoordinatorin für Elektrische
Energiespeicher am AIT Mobility Department. Sie arbeitet an
Batterien, die derzeit der Akzeptanz-Stellhebel für die
Elektromobilität darstellen. Neben Sicherheit, Kosten und Lebensdauer
definiert sich die Qualität einer Batterie vor allem über die
Energiedichte, die ein wichtiges Maß für die erzielbare Reichweite
des Fahrzeugs ist, sowie die Leistungsdichte, von der unter anderem
Beschleunigung, Fahrgeschwindigkeit und Ladezeiten abhängen.
Lithium-Ionen-Akkus punkten mit hoher Energiedichte und langer
Lebensdauer. Alle Anforderungen können aber noch von keiner
Technologie zu 100 Prozent erfüllt werden. Atanaska Trifonova und ihr
Team befassen sich ganzheitlich mit diesem Thema - von der
Entwicklung von Materialien und Batteriemanagementsystemen über
Modellierung, Simulation und Prototyping bis hin zur umfassenden
Validierung und Prüfung von Zellen, Modulen und Systemen nach
industriellen Testprotokollen. Um für die künftigen Entwicklungen auf
dem Batteriesektor gerüstet zu sein, wurden in den letzten Monaten
entscheidende Erweiterungen in der Laborinfrastruktur des AIT
vorgenommen. Damit konnten Voraussetzungen für die Industrie
geschaffen werden, die möglichst früh im Entwicklungsprozess eine
Einschätzung zulassen, ob eingesetzte Materialien für die
Hochspannungszellen der Zukunft geeignet sind.

Angela Sessitsch ist Leiterin des Geschäftsfeldes Bioresources im AIT
Department Health & Environment und eine international renommierte
Expertin im Bereich der Mikrobenforschung. Sie und ihr Team
erforschen die Besiedelung von Pflanzen durch bakterielle Endophyten.
Dabei steht die Frage im Zentrum, wie Pflanzen durch die
Vergesellschaftung mit Endophyten widerstandsfähiger und
ertragsreicher werden. Gemeinsam mit internationalen Kolleginnen und
Kollegen ist es Angela Sessitsch und ihrem Team gelungen, neuen
Konzepten in der Endophytenforschung auf den Grund zu gehen.
Sessitsch ist seit heuer auch Präsidentin der ÖGMBT, der
Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und
Biotechnologie. Die ÖGMBT ist eine der wichtigsten
Biowissenschaftlichen Gesellschaften Österreichs.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6859

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ARC

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel