• 02.07.2015, 11:32:28
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LR Schwarz und Landesschulrats-Präsident Helm zum Schulschluss

Großer Dank an unsere engagierten Pädagoginnen und Pädagogen

Utl.: Großer Dank an unsere engagierten Pädagoginnen und Pädagogen =

St. Pölten (OTS/NLK) - "Wir beenden morgen ein längst mögliches
Schuljahr", so Bildungs-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz im Rahmen
einer Pressekonferenz, bei der sie gemeinsam mit Hermann Helm, dem
Amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates für Niederösterreich,
zum Schulschluss informierte. Gestartet wurde in das Schuljahr
2014/15 am 1. September vergangenen Jahres, beendet wird es morgen,
am 3. Juli. Schwarz bedankte sich bei allen Pädagoginnen und
Pädagogen, "die die Schüler gut durch dieses Jahr begleitet haben".

Es sei das erste Schuljahr mit verpflichtender Zentralmatura gewesen,
so Landesrätin Schwarz. Aus Gesprächen wisse sie, dass es für die
Pädagoginnen und Pädagogen eine "große Kraftanstrengung" gewesen sei,
"die Kinder auf die neue Art der Fragenstellung vorzubereiten", dafür
bedankte sie sich bei diesen. Es hätte "mehr Zeit und eine bessere
Vorbereitung" gebraucht, so sei etwa zu spät damit begonnen worden,
Übungsbeispiele weiterzugeben. "Ich wünsche mir für nächstes Jahr
eine bessere Vorbereitung seitens des Ministeriums", so Schwarz.

Eine zweite wesentliche Neuerung im morgen abgeschlossenen Schuljahr
sei, dass man mit diesem nun die Neue Mittelschule in
Niederösterreich flächendeckend anbiete. In den kommenden Jahren
werden die Hauptschulklassen, die als solche begonnen worden seien,
auslaufen. "Niederösterreich ist das einzige Bundesland, das mit
Prof. Hopmann die Umstellung auf die Neue Mittelschule
wissenschaftlich begleitet und evaluiert hat", betonte die
Bildungs-Landesrätin. Die ersten Neuen Mittelschulen hätten in
Niederösterreich gut umgestellt, bei der Erhebung der
Bildungsstandards sei bisher aufgrund der Kürze der Dauer noch keine
Verbesserung zu sehen, die Werte seien jedoch stabil geblieben.
Dennoch betonte Schwarz, dass "eine Umstellung eines Schulsystems
professioneller geplant werden" und auch in der Ausbildung begleitet
werden müsse. Man müsse auch den Lehrern freie Hand bei der
Gestaltung geben. "Die Lehrer vor Ort wissen am besten, was für ihre
Schüler gut ist", so Schwarz.

"Große Erfolge" habe man in dem Schuljahr an den Berufs- und
Landwirtschaftlichen Fachschulen feiern dürfen, hob Schwarz die
Bergbauernschule Hohenlehen, die bei der Alpe-Adria-Waldolympiade in
Feltre (Norditalien) im Teambewerb Gold und Silber sowie bei den
Einzelbewerben drei Goldmedaillen, zweimal Silber und einmal Bronze
erreichen konnte, sowie die Landwirtschaftliche Fachschule Pyhra, die
mit ihrem Käse bei der Genusskrone Österreich zur besten Schule
gewählt wurde, und die Gartenbauschule Langenlois mit der besten
Junggärtnerin hervor. Erfreulich sei, dass auch immer mehr Mädchen
Landwirtschaftliche Fachschulen besuchen, so seien von 3.083 Schülern
1.409 Mädchen, so die Landesrätin.

Als künftigen Schwerpunkt nannte Schwarz die Nachmittagsbetreuung für
Kinder mit Behinderung. "Trotz steigender Anzahl von Kindern mit
sonderpädagogischem Förderbedarf sind mehr Kinder in Regelschulen
integriert worden", so Schwarz. 1.187 Kinder seien in Regelschulen
integriert, 3.144 seien in Allgemeinen Sonderschulen (ASO). Man müsse
sich immer anschauen, welche Schulform die richtige sei. Ein weiterer
Schwerpunkt sei, darauf zu schauen, wo Landwirtschaftliche
Fachschulen und Berufsschulen besser zusammenarbeiten können. Man
wolle Schulen "besser vernetzen und besser Synergien nutzen", so
Schwarz. So werde etwa das neue Zentrum für die Fleischerei in
Hollabrunn nahe der Landwirtschaftlichen Fachschule angesiedelt und
die gewerbliche Ausbildung der Gärtner nach Langenlois geholt, um in
Langenlois einen Schwerpunkt der Grünen Berufe zu installieren.

Die Pädagoginnen und Pädagogen haben die Schülerinnen und Schüler
bestmöglich durch das Schuljahr begleitet, so
Landesschulrats-Präsident Helm. "Die Schulerfolge sind gleich wie im
Vorjahr. 58 Prozent der vierten Klasse Volksschule haben den höchsten
Bildungsstandard erreicht", so Helm. Bei den fünf- bis achtjährigen
Schülerinnen und Schülern hätten 97,5 Prozent bestanden, 0,7 Prozent
müssten eine Wiederholungsprüfung machen. Bei den Allgemeinbildenden
Höheren Schulen (AHS) in der Langform hätten 88 Prozent bestanden,
3,2 Prozent nicht und müssten die Klasse wiederholen. Bei den
Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMHS) müssten elf
Prozent eine Wiederholung machen. Hier müsse man mit der
Schullaufbahnberatung ansetzen, denn es werde oft die falsche
Schulwahl getroffen, beispielsweise dass man das neunte Schuljahr in
einer BMS absolviere, damit man der Polytechnischen Schule ausweiche,
so Helm. So verzeichne man bei den Polytechnischen Schulen seit 2007
einen Rückgang an Schülern von 24 Prozent. Man müsse einen stärkeren
Fokus in Richtung Facharbeiter und Berufsschulen legen.

Zur Reifeprüfung sagte der Landesschulrats-Präsident, dass diese
"nicht sensationell Neues gebracht" habe. In den AHS, wo die
Zentralmatura mit dem heurigen Schuljahr flächendeckend eingeführt
worden sei, hätten zwölf Prozent nicht bestanden, im Vorjahr seien es
elf Prozent gewesen. In den BHS, wo die Zentralmatura noch nicht
flächendeckend eingeführt worden sei, sei diese besser ausgefallen:
neun Prozent hätten nicht bestanden, genauso wie im Vorjahr.

Was die Landesschulen betreffe, so habe man das Schuljahr 2015/16
schon vorbereitet, da die Ressourcen vom Land zeitgerecht zur
Verfügung gestellt worden seien, in den Bundesschulen sei man noch
nicht so weit, es werde etwa noch zehn bis zwölf Tage dauern bis die
Einstellungsliste fertig sei, so Landesschulrats-Präsident Helm. Der
Bund stelle 800 Dienstposten zur Verfügung, man bräuchte aber 1.100,
das Land komme dafür auf, um eine Klassenschülerhöchstzahl von 25
sicherzustellen. Was die Personalsituation anbelange habe man im
Landeslehrerbereich 1.254 Bewerbungen, könne jedoch nur 139 davon
anstellen, so Helm.

Der Landesschulrats-Präsident betonte, dass man mit den Rückgängen
der Schülerzahlen stark zu kämpfen habe. "Von 2007 bis heute haben
wir einen starken Rückgang", so Helm. Mit 24 Prozent sei dieser in
den Polytechnischen Schulen am größten, in den Mittelschulen betrage
er 15 Prozent und in der AHS-Unterstufe acht Prozent. Eine Steigerung
gebe es nur in der Oberstufe mit neun Prozent.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus,
Telefon 02742/9005-12655, e-mail [email protected].

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