- 02.07.2015, 09:44:13
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ATV beteiligt sich nicht an gemeinsamer Sendung zur Wien-Wahl
Keine Zusammenarbeit mit ORF Wien und Puls4: ATV produziert eigene Sendung
Utl.: Keine Zusammenarbeit mit ORF Wien und Puls4: ATV produziert
eigene Sendung =
Wien (OTS) - Nach Gesprächen zwischen den TV-Sendern ATV, Puls4 und
ORF Wien über eine gemeinsame Diskussionssendung zur anstehenden
Wien-Wahl, zieht sich ATV nun aus der Kooperation zurück und plant
eine eigene Sendung. Eine gemeinsame TV-Konfrontation sei nur bei
gleichberechtigter Beteiligung aller Sender möglich, so
ATV-Geschäftsführer Martin Gastinger. "ATV war und ist DER
unabhängige TV-Sender Österreichs und lässt sich weder vom ORF noch
von der Politik instrumentalisieren."
Die Idee einer gemeinsamen Debatte, die von allen drei Sendern
ausgestrahlt wird, geht auf den Wunsch des Wiener Bürgermeisters
zurück. "Wir hatten von Anfang an Zweifel, ob eine Sendung mit ORF
und Puls 4 zusammen machbar sei", so Gastinger. "Wir werden aber die
Umsetzung einer so entscheiden Wahldebatte nicht anderen überlassen.
Eine Sendung, bei der der ORF für Gesprächsführung, Regie und
Produktion verantwortlich sein soll, ist für uns unvorstellbar",
begründet Gastinger den Ausstieg seines Sender weiter. ATV wird daher
in gewohnter Weise anlässlich der Wahl ein eigenes innovatives
Sendungskonzept entwickeln. Die Ausstrahlung einer ORF-Produktion
kommt für ATV nicht in Frage: "Wir werden keine von Gebührenzahlern
finanzierte Sendung des ORF auf ATV ausstrahlen." Und Gastinger
weiter: "Wer Sendezeit bei ATV möchte, kann gerne Werbung bei uns
buchen."
ATV-Infochef Alexander Millecker betont: "Eine gemeinsame Sendung ist
nur dann sinnvoll, wenn sie von gleichberechtigten Partnern
produziert wird. Alles andere ist für uns inakzeptabel. Insbesondere,
wenn die politische Unabhängigkeit der Sendung dadurch nicht
gewährleistet wäre. Unsere journalistischen Ansprüche können wir nur
in einer eigenen Sendung wahren. Weichgespülte Interviewfragen oder
gar politische Beißkörbe wird es in einer ATV-Wahlsendung niemals
geben." Dass die Sendung nun nicht in dieser Form stattfindet,
bedeutet für ATV nicht, auf Diskussionen mit den Spitzenkandidaten
und -kandidatinnen zu verzichten. "Das ATV-Publikum hat sich eine
vernünftige Wahlberichterstattung und -konfrontation verdient und die
wird es auch bekommen", bestätigt Millecker. "Und selbstverständlich
laden wir den Listenersten der SPÖ, Michael Häupl, zu dieser
meinungsbildenden Auseinandersetzung ein."
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