- 30.06.2015, 09:19:28
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Wr. Rechnungsabschluss 2014: SP-Wagner/Klicka: Stadt Wien investiert jährlich rund 3 Mrd. Euro in Gesundheit und Soziales
Wien (OTS/SPW-K) - "Die Lebensqualität einer Stadt wird auch an der
sozialen Sicherheit gemessen. Wir nehmen diese Verantwortung wahr und
stehen gerade in Krisenzeiten an der Seite der Wienerinnen und
Wiener", sagt Marianne Klicka, dritte Wiener Landtagspräsidentin, in
ihrer heutigen Rede im Zuge des Rechnungsabschlusses. Das Budget der
Geschäftsgruppe Gesundheit und Soziales betrug 2014 rund Euro 3 Mrd.
- das entspricht in etwa einem Viertel des Gesamtbudgets der Stadt.
Die Wienerinnen und Wiener können sich auf das
Gesundheitssystem verlassen
"Die Wienerinnen und Wiener können sicher sein: die Gemeindespitäler
bleiben in öffentlicher Hand. Das ‚Wiener Spitalskonzept 2030‘
garantiert die bestmögliche Versorgung für alle WienerInnen,
unabhängig von Alter, Herkunft, Einkommen oder Geschlecht und
verhindert Privatisierungen im Gesundheitswesen", so Gemeinderat Kurt
Wagner. Nicht nur die Zahlen für 2014, sondern auch die gesamte
Legislaturperiode zeigen, dass Wien konsequent an einem modernen
Gesundheitssystem arbeitet.
In Zukunft werden sieben Schwerpunktspitäler eng aufeinander
abgestimmt die medizinische Versorgung übernehmen. Für die
Modernisierung der Gemeindespitäler werden bis zum Jahr 2030 rund
Euro 3,5 Mrd. investiert. "Damit machen wir Wiens Gemeindespitäler
zukunftsfit", so Wagner.
Ausgewogener Mix aus Geld- und Sachleistungen
"Wien bekämpft die Armut, nicht die Armen. Die Stadt Wien setzt bei
der Bekämpfung von Armut auf einen ausgewogenen Mix aus Sach- und
Geldleistungen", so Marianne Klicka. Das dichte Netz an sozialen
Einrichtungen sorgt dafür, dass niemand im Stich gelassen wird.
Die bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) mit den höchsten
Kinderrichtsätzen, "Hilfen in besonderen Lebenslagen" sowie die
"Wiener Energieunterstützung" bietet Wienerinnen und Wienern in den
schwierigsten Situationen eine individuelle und verlässliche
Absicherung.
"Für rund 160.000 Menschen ist die BMS eine wichtige Unterstützung in
schwierigen Zeiten, aber nur neun Prozent leben vollständig von ihr",
so Klicka, die auf die bevorstehenden Änderungen verweist: "Gerade
bei jungen Menschen bauen wir das Angebot für den Wiedereinstieg in
den Arbeitsmarkt aus. Werden diese Angebote allerdings nicht
angenommen, soll es in Zukunft auch bei jungen BMS-BezieherInnen
Sanktionen geben. Sachleistungen sollen Vorrang vor Geldleistungen
haben."
Seit 2013 hilft Die Wiener Energieunterstützung zudem
einkommensschwachen Menschen unbürokratisch und das ganze Jahr über.
Dafür stellt die Stadt Wien jährlich Euro 6 Mio. zur Verfügung.
Wien bietet Hilfe und Unterstützung in Notsituationen
"Die Stadt Wien wendet jährlich für die Wohnungslosenhilfe rund Euro
54 Mio. auf", so Klicka. Insgesamt stellt die Wiener
Wohnungslosenhilfe mit über 90 Einrichtungen rund 5.200 Wohn- und
Schlafplätze zur Verfügung. Die Angebotspalette umfasst kurz- und
langfristige Wohnmöglichkeiten, aber auch eine Vielzahl an ambulanten
Angeboten wie Tageszentren, Angebote zur medizinischen Versorgung und
Beratungsstellen.
Stadt Wien steht auf der Seite der SeniorInnen
Wien wächst und wird nicht nur jünger, sondern auch älter. Vor dem
Hintergrund der steigenden Lebenserwartung - 2030 werden in Wien
119.000 Menschen 80 Jahre oder älter sein - steigt der Bedarf an
Pflege- und Betreuungsleistungen. Wien hat 2014 Euro 901 Mio. in den
Bereich Pflege und Betreuung investiert, seit 2010 wurden insgesamt
Euro 3,84 Mrd. dafür zur Verfügung gestellt.
"Pflege und Betreuung muss auch in Zukunft flexibel, individuell und
leistbar sein", bekräftigt Klicka. Damit die Wienerinnen und Wiener
auch im Alter rundum gut versorgt sind, hat die Stadt Wien wie 2007
versprochen bis 2015 36 Pflegewohnhäuser und
PensionistInnenwohnhäuser neu errichtet, saniert oder modernisiert.
Damit gehören die alten, großen Pflegeheime der Vergangenheit an.
Bis zu 18.000 WienerInnen finden nun in 90 verschiedenen Häusern ein
neues und modernes Zuhause sowie beste Pflege und Betreuung. "Die
Seniorinnen und Senioren können sich auf ihre Stadt verlassen", so
Klicka. Für das Geriatriekonzept hat die Stadt Wien knappe Euro 920
Mio. in Bauvorhaben investiert, die wiederum die Wirtschaft der Stadt
ankurbelten.
Wien bietet Schutz und Sicherheit
Die Stadt hat die bundesweite Quote für die Betreuung von
Flüchtlingen zwischen 2009 und 2014 stets übererfüllt. Im Jahr 2010
wurden gemeinsam mit den zwölf Partnerorganisationen 5.320
Flüchtlinge in der Grundversorgung betreut, 2014 waren es 6.740 im
Monatsdurchschnitt bzw. 10.510 unterschiedliche Personen übers Jahr.
Aktuell sind über 9.200 Menschen in der Grundversorgung, Wien
übererfüllt seine Quote mit 109%. Unbegleitete minderjährige
Flüchtlinge brauchen besondere Unterstützung und Perspektiven für ihr
Leben. "Solidarität mit Flüchtlingen wird in Wien tagtäglich
gelebt", so Klicka.
Krankenanstaltenverbund investiert in die medizinische
Top-Versorgung
Zwischen 2010 und 2014 hat der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV)
rund Euro 1,3 Mrd. Euro in Bauprojekte wie das Krankenhaus Nord, das
Mutter-Kind- und OP-Zentrum am Kaiser-Franz-Josef Spital, die
Psychiatrie in der Juchgasse 22 bei der Rudolfstiftung oder den Umbau
des Wilhelminenspitals investiert, um nur einige zu nennen. "Die
Investitionen schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern sorgen für
medizinische Versorgung auf Top-Niveau", hält Wagner fest.
30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KAV für die
WienerInnen im Einsatz
Der Wiener Krankenanstaltenverbund beschäftigt mit rund 30.000
Personen gut die Hälfte aller MitarbeiterInnen der Stadt Wien. Er ist
somit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und der größte Ausbildner für
Gesundheits- und Krankenpflegeberufe. Alleine die Spitäler
verzeichnen pro Jahr rund 400.000 stationär aufgenommene Patientinnen
und Patienten und etwa 3,5 Millionen Ambulanzbesuche. "Heute ist ein
guter Anlass um auch in diesem Rahmen Danke zu sagen. Die 30.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass Wien auch in
Zukunft eines der besten Gesundheitssysteme der Welt hat!" so Wagner
abschließend.
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