VP-Feldmann: Die Frauencharta für Wien

Wien (OTS) - "Um in Wien Fairness für Frauen jeden Alters zu erreichen und auch international wieder in den oberen Rängen der diversen Rankings zu sein, braucht Wien ein umfassendes Programm, welches ich in Form einer Charta für Frauen zusammengefasst habe. Die Ausgangslage ist dass wir bei den Frauen in Wien eine Arbeitslosigkeit von 11 Prozent haben. 26 Prozent der Frauen sind armutsgefährdet. Im Vergleich dazu sind es in Niederösterreich 15 Prozent, in Oberösterreich 16 Prozent. Und das Budget liegt lediglich bei 8 Millionen Euro, bei einem Gesamtbudget von 11 Milliarden Euro also sehr gering. Daher ist der Handlungsspielraum für Frauenpolitik natürlich sehr eingeschränkt", so ÖVP Wien Frauensprecherin Gemeinderätin Barbara Feldmann in der Diskussion zum Rechungsabschluss.

"Die ÖVP Wien hat daher folgende Frauencharta entworfen. Die Stadtregierung ist angehalten, sich diesen Forderungen anzuschließen und auch endlich umzusetzen", so Feldmann abschließend.

- Bildungsoffensive für Frauen in Wien: In Wien steigt derzeit die Arbeitslosenquote von Frauen. Zwei Drittel der Arbeit suchenden Frauen in der Bundeshauptstadt haben keinen Schulabschluss. Eine Verbesserung der Qualifikation ist daher das Gebot der Stunde.

- Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen: Die Engpässe bei den Einrichtungen der Kinderbetreuung in Wien müssen beseitigt werden. Wien braucht hier eine nachhaltige Ausweitung der Angebote.

- Das Angebot an Ganztagsbetreuungen an den Wiener Schulen ist spürbar zu erhöhen: derzeit haben nur ein Drittel der Wiener Pflichtschüler/innen die Möglichkeit auf Nachmittagsbetreuung.

- Erleichterung des Wiedereinstiegs nach der Karenz: Österreich hat in punkto Gleichstellung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt deutliche Schwächen. Es braucht einen umfassenden Wiener Maßnahmenkatalog, um den Wiedereinstieg von Frauen in Wien wirkungsvoll zu unterstützen.

- Die Weiterbildung im Rahmen des AMS muss sich am Bedarf des Arbeitsmarktes orientieren und darf nicht zur "Beschäftigungstherapie" ohne konkrete Jobchancen verkommen.

- Schaffung eines Einkommensanwaltes. Bei gleicher Qualifikation für eine bestimmte berufliche Aufgabe sind die Einkommen der Frauen endlich jenen der männlichen Kollegen anzugleichen. Die geschlechterbedingte Einkommensschere muss endlich geschlossen werden.

- Beratung und Information für Migrantinnen über die Rechtslage und Hilfsangebote sollen sicherstellen, dass die Frauen die Schritte zur Integration in Gesellschaft und Berufswelt eigenständig und in Eigenverantwortung treffen können. Forciert werden muss insbesondere das Erlernen der deutschen Sprache.

- Imageaufwertung des Pflegeberufs: Die überwiegend von Frauen ausgeübten Berufe im Gesundheits- und Pflegedienst brauchen wesentlich mehr gesellschaftliche Anerkennung und eine klare öffentliche Darstellung ihrer Bedeutung für Soziales und Gemeinwesen insgesamt. Dringend erforderlich ist eine bessere Bezahlung.

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