- 29.06.2015, 17:46:00
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VP-Feldmann: Die Frauencharta für Wien
Wien (OTS) - "Um in Wien Fairness für Frauen jeden Alters zu
erreichen und auch international wieder in den oberen Rängen der
diversen Rankings zu sein, braucht Wien ein umfassendes Programm,
welches ich in Form einer Charta für Frauen zusammengefasst habe. Die
Ausgangslage ist dass wir bei den Frauen in Wien eine
Arbeitslosigkeit von 11 Prozent haben. 26 Prozent der Frauen sind
armutsgefährdet. Im Vergleich dazu sind es in Niederösterreich 15
Prozent, in Oberösterreich 16 Prozent. Und das Budget liegt lediglich
bei 8 Millionen Euro, bei einem Gesamtbudget von 11 Milliarden Euro
also sehr gering. Daher ist der Handlungsspielraum für Frauenpolitik
natürlich sehr eingeschränkt", so ÖVP Wien Frauensprecherin
Gemeinderätin Barbara Feldmann in der Diskussion zum
Rechungsabschluss.
"Die ÖVP Wien hat daher folgende Frauencharta entworfen. Die
Stadtregierung ist angehalten, sich diesen Forderungen anzuschließen
und auch endlich umzusetzen", so Feldmann abschließend.
- Bildungsoffensive für Frauen in Wien: In Wien steigt derzeit die
Arbeitslosenquote von Frauen. Zwei Drittel der Arbeit suchenden
Frauen in der Bundeshauptstadt haben keinen Schulabschluss. Eine
Verbesserung der Qualifikation ist daher das Gebot der Stunde.
- Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen: Die Engpässe bei den
Einrichtungen der Kinderbetreuung in Wien müssen beseitigt werden.
Wien braucht hier eine nachhaltige Ausweitung der Angebote.
- Das Angebot an Ganztagsbetreuungen an den Wiener Schulen ist
spürbar zu erhöhen: derzeit haben nur ein Drittel der Wiener
Pflichtschüler/innen die Möglichkeit auf Nachmittagsbetreuung.
- Erleichterung des Wiedereinstiegs nach der Karenz: Österreich hat
in punkto Gleichstellung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt deutliche
Schwächen. Es braucht einen umfassenden Wiener Maßnahmenkatalog, um
den Wiedereinstieg von Frauen in Wien wirkungsvoll zu unterstützen.
- Die Weiterbildung im Rahmen des AMS muss sich am Bedarf des
Arbeitsmarktes orientieren und darf nicht zur
"Beschäftigungstherapie" ohne konkrete Jobchancen verkommen.
- Schaffung eines Einkommensanwaltes. Bei gleicher Qualifikation für
eine bestimmte berufliche Aufgabe sind die Einkommen der Frauen
endlich jenen der männlichen Kollegen anzugleichen. Die
geschlechterbedingte Einkommensschere muss endlich geschlossen
werden.
- Beratung und Information für Migrantinnen über die Rechtslage und
Hilfsangebote sollen sicherstellen, dass die Frauen die Schritte zur
Integration in Gesellschaft und Berufswelt eigenständig und in
Eigenverantwortung treffen können. Forciert werden muss insbesondere
das Erlernen der deutschen Sprache.
- Imageaufwertung des Pflegeberufs: Die überwiegend von Frauen
ausgeübten Berufe im Gesundheits- und Pflegedienst brauchen
wesentlich mehr gesellschaftliche Anerkennung und eine klare
öffentliche Darstellung ihrer Bedeutung für Soziales und Gemeinwesen
insgesamt. Dringend erforderlich ist eine bessere Bezahlung.
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