• 29.06.2015, 10:30:02
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Rübig fordert Abschaffung der Roaminggebühren vor Sommerferien 2016

Heute neue Verhandlungsrunde zwischen EU-Parlament und Bremsern - "Als würde Liter Benzin 120 Euro kosten"

Utl.: Heute neue Verhandlungsrunde zwischen EU-Parlament und
Bremsern - "Als würde Liter Benzin 120 Euro kosten" =

Brüssel (OTS) - "Wir brauchen die vollständige Abschaffung der
Roaminggebühren beim Telefonieren und mobilen Internetsurfen im
EU-Ausland noch vor den Sommerferien 2016", fordert der
Telekomsprecher der ÖVP im EU-Parlament, Paul Rübig, anlässlich der
Verhandlungen am heutigen Nachmittag zwischen dem Europäischen
Parlament und den Mitgliedsstaaten zur Abschaffung der
Roaminggebühren. *****

"Einer Verschleppung der Abschaffung der Roaminggebühren wird die ÖVP
im EU-Parlament nicht zustimmen", betont Rübig. Unverständlich für
Rübig ist die Blockadehaltung des zuständigen österreichischen
Infrastrukturministers, Alois Stöger. "Noch verschlafener und
innovationsfeindlicher geht nicht mehr. Minister Stöger muss
erklären, warum er in Brüssel bisher gegen die Abschaffung der
Roaminggebühren ab 2016 aufgetreten ist", so Rübig.

"Das Investitionsproblem der Telekombranche kann anders gelöst
werden. Dies darf nicht auf Kosten der europäischen Bürger geschehen.
Es gibt keine sachliche Rechtfertigung für die Zuschläge. Das ist so
ähnlich, als würde der Liter Benzin, der in Salzburg 1,20 Euro
kostet, in Freilassing 120 Euro kosten", so Rübig heute in Brüssel.

Der Europaabgeordnete will einen einheitlichen digitalen Markt in
Europa. "Nur ohne digitale Mauern können wir für die Bürger wirkliche
Kommunikationsfreiheit schaffen und einer europäische Industrie
Wachstumsmöglichkeiten geben", so Rübig. Dazu sei eine europaweite
Koordination der Frequenzvergabe essentiell, so der
EU-Parlamentarier.

"Google wird bald eigene Handy-Lösungen ohne Roaminggebühren
anbieten. Wenn Stöger weiter auf Marktsegmentierung und
Geschäftsmodelle von gestern setzt, verlieren wir unsere europäischen
Telekomfirmen. Der Telekom droht dasselbe Schicksal wie der AUA",
warnt Rübig.

Derzeit verhandelt das EU-Parlament mit den Mitgliedsstaaten über die
vollständige Abschaffung der Roaminggebühren. Das EU-Parlament hat
sich parteiübergreifend für eine Abschaffung ausgesprochen. Die
Vertreter der österreichischen Bundesregierung und einiger anderer
Mitgliedsstaaten leisten jedoch Widerstand. Rübig war Chefverhandler
der EU-Gesetze, die zur massiven Senkung der Roaminggebühren in den
letzten Jahren geführt hat.

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