Rübig fordert Abschaffung der Roaminggebühren vor Sommerferien 2016

Heute neue Verhandlungsrunde zwischen EU-Parlament und Bremsern - "Als würde Liter Benzin 120 Euro kosten"

Brüssel (OTS) - "Wir brauchen die vollständige Abschaffung der Roaminggebühren beim Telefonieren und mobilen Internetsurfen im EU-Ausland noch vor den Sommerferien 2016", fordert der Telekomsprecher der ÖVP im EU-Parlament, Paul Rübig, anlässlich der Verhandlungen am heutigen Nachmittag zwischen dem Europäischen Parlament und den Mitgliedsstaaten zur Abschaffung der Roaminggebühren. *****

"Einer Verschleppung der Abschaffung der Roaminggebühren wird die ÖVP im EU-Parlament nicht zustimmen", betont Rübig. Unverständlich für Rübig ist die Blockadehaltung des zuständigen österreichischen Infrastrukturministers, Alois Stöger. "Noch verschlafener und innovationsfeindlicher geht nicht mehr. Minister Stöger muss erklären, warum er in Brüssel bisher gegen die Abschaffung der Roaminggebühren ab 2016 aufgetreten ist", so Rübig.

"Das Investitionsproblem der Telekombranche kann anders gelöst werden. Dies darf nicht auf Kosten der europäischen Bürger geschehen. Es gibt keine sachliche Rechtfertigung für die Zuschläge. Das ist so ähnlich, als würde der Liter Benzin, der in Salzburg 1,20 Euro kostet, in Freilassing 120 Euro kosten", so Rübig heute in Brüssel.

Der Europaabgeordnete will einen einheitlichen digitalen Markt in Europa. "Nur ohne digitale Mauern können wir für die Bürger wirkliche Kommunikationsfreiheit schaffen und einer europäische Industrie Wachstumsmöglichkeiten geben", so Rübig. Dazu sei eine europaweite Koordination der Frequenzvergabe essentiell, so der EU-Parlamentarier.

"Google wird bald eigene Handy-Lösungen ohne Roaminggebühren anbieten. Wenn Stöger weiter auf Marktsegmentierung und Geschäftsmodelle von gestern setzt, verlieren wir unsere europäischen Telekomfirmen. Der Telekom droht dasselbe Schicksal wie der AUA", warnt Rübig.

Derzeit verhandelt das EU-Parlament mit den Mitgliedsstaaten über die vollständige Abschaffung der Roaminggebühren. Das EU-Parlament hat sich parteiübergreifend für eine Abschaffung ausgesprochen. Die Vertreter der österreichischen Bundesregierung und einiger anderer Mitgliedsstaaten leisten jedoch Widerstand. Rübig war Chefverhandler der EU-Gesetze, die zur massiven Senkung der Roaminggebühren in den letzten Jahren geführt hat.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Paul Rübig MEP, Tel.: +32-2-284-5749, paul.ruebig@ep.europa.eu
MMag. Marlies Felfernig, EVP-Pressedienst, Tel.: +32-479-404207, marlies.felfernig@ep.europa.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0002